So war Wochenende

Ich bin an diesem Wochenende viel Auto gefahren. Einmal in den hohen Norden und zurück. Während ich auf der Hinfahrt dem Bernd sehr ausdauernd zuhörte (Ich hab ja gar nichts über das Konzert geschrieben, ich Schlingel), verbrachte ich die Rückfahrt mit Radio hören. Und zwar nicht „Bremen 4“, „BFBS“ und „Eins live“, sondern einfach mal Wortprogramm. Wortprogramm aus dem Deutschlandfunk. Dabei habe ich viel gelernt. Zum Beispiel: Wie der Bergbau das Ruhrgebiet verändert hat (Unendlich lang muss nämlich das Grubenwasser abgepumpt werden, weil sich sonst der Boden hebt und Risse in Häusern und Straßen entstehen können), dass es da draußen im Weltall so bestimmte Sterne mit einer sehr geringen Dichte gibt, deshalb muss Hubble da demnächst mal vorbeifliegen. Am wichtigsten war für mich aber die Erkenntnis, dass eine Begrenzung auf Anderthalb- oder Dreiminüter nicht unbedingt so schlecht sein muss. Denn für die halbe Stunde Literatursendung (übrigens: Mit Denis Scheck) hat irgendeine Redakteurin zwei Bücher miteinander verglichen. Und das war nicht nur sprachlich so gestelzt.

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Kräutermatjes mit Preiselbeeren und Bratkartoffeln. Zur Mittagszeit allein in einem Restaurant gehen: Sorgt dafür, dass einen die Familien an den Nachbartischen neidisch angucken, weil man so schnell bedient wird, dass man nicht mal bis auf Seite 4 der Samstags-SZ kommt.

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Regen. Regenschauer. Der Überlebenjobundallesnachdenkspaziergang musste auf die Autofahrt verschoben werden.

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Ich bin süchtig. Nach „How I met your mother“. Am Freitag die erste CD der ersten Staffel geschaut, gestern abend wegen des vielen Regens dann die zweite. Ich lache selten laut, wenn ich alleine bin. Hat hier geklappt. Mehrfach. Doof nur, dass die dritte CD noch im DVD-Player des Vorausleihers steckte.

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Und dann vor der Rückfahrt noch in Bremerhaven vorbeigeschaut. Dort gibt’s seit Donnerstag eine Kinder-Stadt. Kinder spielen Leben. Sie gehen zum Arbeitsamt und besorgen sich Arbeit, verdienen Spielgeld und müssen sich davon Essen, Kleidung und Entertaiment kaufen. Einige machen nach ein paar Tagen eigene Läden auf, die Betreuer verdienen sich Geld dazu (Kinder verdienen neun Taler pro Stunde, Betreuer zehn pro Tag), indem sie Werbung für die Cafeteria machen. Und lustigerweise gibt es andere, die sich ein paar Taler dazuverdienen, in dem sie Becher sammeln, um das Pfandgeld zu bekommen. Mechanismen, wie im richtigen Leben.

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„Have you met Ted?“

Eine Antwort zu “So war Wochenende”

  1. Christian H. sagt:

    „How I Met Your Mother“ ist legend… wait for it… ary! ;-)
    Eine durchweg tolle Sitcom, die es angenehmer Weise schafft eine halbwegs fortlaufende Handlung zu haben, auch ein paar anspruchsvolle Momente gekonnt einzuflechten und ein paar großartige Einfälle zu haben. Freu dich auf die „Robin Sparkles“ und „Slap Bet“-Episoden :-)

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