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Der erste Tag ist um und natürlich jammer ich über meine schmerzenden Füße. Und bin wohl unausstehlich. Weil müde. Bin also der typische Tourist hier in der Stadt: Jetlag, haha und trotz Warnung am ersten Tag gleich viel zu viel herumgelaufen. So viel, dass ich im Moment nicht so genau weiß, wie ich den Rest der Zeit hier überleben soll. Fußbad half auch nichts. Aber es ist auch schwer, sich an diese Anweisung zu halten. Schließlich entsteht nach ungefähr acht Stunden im Flugzeug ein extremer Bewegungsdrang. Bloß nicht mehr sitzen, laufen. Gucken.

Sollte irgendjemand in Deutschland in den vergangenen Monaten auf die Idee gekommen zu sein, von einem erstarkten Nationalgefühl zu sprechen, weil plötzlich an der einen oder anderen Stelle kleine Fähnchen an Autos aufgetaucht sind – vergesst es. Egal, wohin man blickt, wehen einem die Stars & Stripes entgegen. Doch überdimensional ist die Fahne nur an der Stock Exchange.

Die Stadt ist laut und schmutzig. Ich versuche sie immer wieder mit London zu vergleichen. Klappt aber nicht so richtig, weil insbesondere das Financial District ganz anders wirkt. So viele Menschen stehen vor den Gebäuden, reden und rauchen. Viel zu entspannt für Broker und andere Geldhändler. Die Stadt ist dunkel. Weil die Hochhäuser überall für Schatten sorgen. Und dann komme ich zu dieser Baustelle, die schon jetzt weiträumig abgesperrt ist, für die McCains und Obamas dieser Welt, die am Donnerstag Einigkeit zeigen wollen. Da spiegeln sich die Sonnenstrahlen in den umliegenden Häusern, so dass man ausnahmsweise mal die Sonnenbrille zücken kann. Ein seltsames Gefühl.

Pacey kehrt übrigens zurück. In der neuen Serie „Fringe“. Muss was Großes werden, gemessen an den Plakaten, die hier über die gesamte Stadt verteilt sind.

Eine Antwort zu “(1)”

  1. Sebastian sagt:

    Wie hatte unser Fremdenführer gesagt: Wenn am Ende Füße und Nacken nicht schmerzen, ward ihr nicht in New York City.

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