Buch: Philip Roth – Indignation


Marcus Messner scheint alles richtig zu machen. In der Schule holt er die besten Noten, er spielt im Baseball-Team, geht mit den tollsten Mädchen der Schule aus und bevor er aufs College wechselt, arbeitet er ein Jahr lang bei seinem Vater in der koscheren Fleischerei. Sein Wechsel aufs College soll der Schritt in die Unabhängigkeit werden, doch sein Vater scheint nicht so recht loslassen zu wollen. Die ewige Kontrolle seines besorgten Vaters bringt ihn soweit, dass er das College wechselt – weit weg von der Familie.

Der 19-jährige Marcus ist vom Ehrgeiz zerfressen. Unter der Woche studiert er, am Wochenende verdient er sich ein paar Dollar dazu, um dem Vater nicht noch mehr auf der Tasche zu liegen. Da kann er einen Mitbewohner, der nachts lieber Platten hört und fürs Theaterspielen seine Verse aufbetet, nicht gebrauchen. Auch mit seinem zweiten Raumnachbarn überwirft er sich (Dieser nennt seine Flamme Olivia unglücklichweise „Cunt“, weil diese die Dame am College ist, die die besten Blowjobs gibt), so dass er schließlich in das am wenigsten beliebte Zimmer auf dem am wenigsten beliebten Gang zieht. Allein.

Ohne zu viel zu verraten: Philip Roth erzählt die Geschichte eines Studenten, der glaubte, alles richtig gemacht zu haben. Das viele Studieren, die Enthaltsamkeit – es hat nichts genützt. Denn Marcus Messner ist tot. Wie er stirbt, wird auf den letzten Seiten verraten.

Ich mag die Art, wie Philip Roth seine Geschichten erzählt.

Eine Antwort zu “Buch: Philip Roth – Indignation”

  1. Mart sagt:

    Klingt sehr spannend. Habe gestern Ghost Writer angefangen. Dann wird sich zu diesem eben bald auch noch Indignation im Bücherregal gesellen.

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