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Der letzte ganze Tag in New York muss noch einmal mit Touri-Programm gefüllt werden. Warum also nicht die Tour nach Liberty und Ellis Island machen, denken wir uns beim Frühstück und steigen kurz darauf in die U-Bahn in den Süden.

Das läuft auch alles viel fluffiger. Wir finden ziemlich schnell die richtige Bahn, ziehen uns ein Ticket und kurz darauf stehen wir auch schon in der Schlange, um diese Fahrkarten für die Fähre zu kaufen.


Oh Mann, das ist echt schlimmer Touri-Alarm. Schon auf der Fahrt nach Liberty Island sind die meisten Leute auf der Fähre damit beschäftigt, Gaga-Fotos von sich und der Statue zu machen. Die einen spreizen ihre Finger, die die anderen halten die Hand auf – alle mit dem Ziel, so zu tun, als ob sie die Statue in der Hand halten (Ja, das ist irgendwie schief formuliert). Wie lustig. Später wird es dann noch verrückter.


Auf Ellis Island sind früher die Einwanderer angekommen, deshalb wurde dort ein Museum errichtet. Das ist ganz hübsch gemacht, wirklich, aber irgendwie lässt mich das alles furchtbar kalt. Das Auswanderer-Haus in Bremerhaven hatte mich da mehr berührt.


Irgendwann ist genug mit per Audio Guide über die Geschichte informiert zu werden. Wir machen uns auf den Heimweg. Doch die Rückkehr in den nördlicheren Teil der Stadt führt über die U-Bahn. Stickige Luft und hunderte Menschen, die alle in die Bahn drängen – schlimm. Weil ziemlich anstrengend.


Abendessen gibt’s bei einem Pizza-Laden, der verspricht, eine Pizza zu backen mit superdünnem Boden. Das muss auch der Grund sein, warum wir wenig später zwischen ganz vielen Freundinnen-Tischen sitzen. Freundinnen im Doppelpack, Freundinnen im Viererpack – und alle nehmen keinen Nachtisch.

Ich auch nicht.

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