Film: Made of honor

Leider habe ich 1997 oder 1998 diesen bekloppten Film „Verliebt in die Braut“ mit Julia Roberts geguckt. Ich glaube, das war in England, weil das der einzige Film war, auf den sich die Horde deutscher Au-Pair-Mädels einigermaßen einigen konnte. Ein Konsens-Film also. Doof nur, dass „Made of honor“ im Grunde die gleiche Geschichte erzählt. Mit dem Unterschied, dass hier der beste Freund in die beste Freundin verknallt ist.

Zehn Jahre kennen sich Tom und Hannah schon, im Bett waren sie nie, dafür verbringen sie die Sonntage miteinander, bei Kuchen, lustigen Spielen und Spaziergängen. Sie erträgt seine zahlreichen Frauengeschichten und begleitet ihn auch zum sechsten Mal auf die Hochzeit seines Vaters, der nach der Trennung von seiner großen Liebe (Toms Mutter) dem Spleen verfallen ist, alle Frauen in seinem Leben immer gleich zu heiraten (Übrigens Sydney Pollack als heiratsversessener Vater).

Tja, und dann lernt Hannah bei einem Schottland-Besuch einen schönen Schotten kennen, der nicht nur auf dem Pferd herbeigeritten kam und sie aus den Klauen einer Schafsherde befreit, sondern auch gleich noch sehr wohlhabend ist und singen kann und tanzen und jagen und – wer hätte das gedacht – Basketballspielen. Irgendwie furchtbar perfekt und natürlich gibt’s viele Wirrungen und Irrungen und ein paar Küsse, die die eigentlich besten Freunde verwirren und dann den Showdown in der Kirche, bei dem sie sich für den richtigen Mann an ihrer Seite entscheidet. Kitsch pur, und wer glaubt, dass bei mir trotz dieser Vorhersehbarkeit, keine Tränchen gekullert sind, irrt.

Ach ja, lernen kann man auch noch was. Denn dank dieses Films werde ich bei Starbucks nie wieder nach einem „Ding“ verlangen, wenn ich mir meine Finger nicht verbrennen will. Sondern nach einem Kaffeekragen. Ha!

Eine Antwort zu “Film: Made of honor”

  1. Michael sagt:

    Musste angesichts Deiner Filmbesprechungen sehr grinsen, weil Du ganz offensichtlich das gleiche Filmprogramm während des Hin- und Rückfluges aus New York hattest wie ich. Heißt das, Du bist auch Delta geflogen, oder gibt es ein international standardisiertes Filmprogramm bei Transatlantikflügen? Wir waren drei Wochen bis zum 03. Oktober drüben, haben aber die Grenze zu Kanada weiter im Nordosten (Houlton auf der I-95) überschritten, weil wir bis Nova Scotia wollten.

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