Und der große Rest

Bei Sonnenschein zur Alten Liebe in Cuxhaven schlendern. Kein Wind, nur Sonne und höchstens eine leichte Brise. Ich wundere mich darüber, dass dort stundenlang Menschen stehen können, die unentwegt auf die Elbe starren. Manchmal kommt ein Schiff vorbei, wie gesagt, manchmal. Manche haben sich hingesetzt, auf die Mauer. Und Butterbrote ausgepackt. Abwechselnd reichen sie die Wasserflasche, ein Brot oder das Fernglas.

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Fischteller Hermine mit Süddeutscher Zeitung und Apfelschorle. Wieder nicht über das erste Buch hinausgekommen. Die mögen da keine Gäste, die alleine kommen.

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In Bremerhaven hat ein neues Einkaufscenter aufgemacht. Das „Mediterrano“. Es liegt zwischen dem alten und der Weser, gleich am Fuß des neuen Luxushotels und dieser ganzen anderen hineingebauten Häuser, die noch immer so unwirklich wirken. DAS ist nicht DAS Bremerhaven, das ich kenne. Das ist ein anderes. Hier machen sich die Leute hübsch, wenn sie zum Shoppen gehen. Überall diese rot geschminkten Lippen und frisch gebügelten Hemden. Aber voll. Noch.

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Plötzlich geht man in Kneipen/Restaurants, in die man früher keinen Fuß gesetzt hätte. Das „Lloyds“ am Wasser, gleich in der Nähe des Zoos. Rest-Zeitung lesen.

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Später dann in das eigentliche Bremerhaven, in die „Alte Bürger“. Konzertkarte besorgen und zum Zeitüberbrücken ins „Café de Fiets“, da wo man früher schon saß. Die durchgesessenen Sofas, der Geruch nach kaltem, abgestandenen Rauch – trotz Rauchverbot. Seltsames Nach-Hause-kommen-Gefühl.

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Götz Widmann, ein Mann, der mir vorher kein Begriff war, macht Spaß. Obwohl ich schnell merke, dass mir der nötige Alkoholpegel fehlt, um dieses Gegröhle und Gequatsche ums Kiffen und Ficken (Alles Zitate!) auch so irre gut zu finden, wie die Bremerhavener Jugend, die wirklich jeden Song mitgröhlen können und mit einer Begeisterung Eduard, den Hasch-Hund, imitieren, dass es einen fast gruselt. Trotzdem und gerade auch deswegen viel gelacht.

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Die neue Tomte im Auto geht nicht so gut. Man muss sich Zeit nehmen, um das Album zu begreifen. Nebenbei geht nicht. Ging das mal?

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Krabbenbrötchen? Check.

Eine Antwort zu “Und der große Rest”

  1. Christian sagt:

    @ Götz Widmann:
    Ja, Götz hat mal jemand meiner Meinung nach recht treffend als „Lassie Singers“ für Jungs bezeichnet. Und ein gewisser Alkoholpegel mag nützlich sein, um ihn anzuhören.

    Früher war er mit einem Freund, Kleinti, zusammen unterwegs – und musikalisch gesehen denke ich manchmal, ihm fehlt da das nachdenklich-ruhigere Gegengewicht, dass der ihm gab – siehe, äh höre http://ivy.antville.org/stories/1802859/#1803091

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