Wenn Udo tänzelt

Eric Pfeil war für die FAZ bei Udo Lindenberg in Köln:

Lindenberg dagegen lebt von seiner Vorhersehbarkeit und schreibt gerne immer wieder denselben Song: den als sprücheklopfenden Schlager verkleideten Blues des einsamen Wolfs, der gerne mal gepflegt die Melancholie-Karre schiebt. Aber so ist das eben oft, wenn man in jungen Jahren die gesamte Prallheit seiner Persönlichkeit in seine Kunst hineingewuchtet hat: Wer sich immer nur treu bleibt, ist mitunter einfach nur stehengeblieben, und manches Original entpuppt sich beim Hinaustreten aus der großen Kneipe des Lebens bei Tageslicht doch nur als Selbstkarikatur.

Via (Papierübergabe)

Eine Antwort zu “Wenn Udo tänzelt”

  1. BeastyBasti sagt:

    Na da sag ich mal buuuuuh Eric Pfeil!

    Denn erstens macht Udo weder Blues noch Schlager, sondern wenn überhaupt einen recht eigensinnigen Deutschrock, der wohl etwas facettenreicher ist, als der von ihm beschriebene Musikstil. Rock, Blues, Rock’n Roll, Balladen, kleine Ausflüge in das Hip Hop Genre… also Panic Musik, mit einer mittlerweile als Udo-Rock zu bezeichnenden Eigenheit, die man halt entweder mag, oder halt auch nicht mag.

    Und irgendwie verstehe ich Leute nicht so ganz, die auf Konzerte gehen, die sie im Grunde eh nicht mögen.
    Nun ja…
    Einen sich selbst nicht so bierernst nehmenden Künstler der Selbstkarikatur zu bezeichnen spricht wohl für sich.

    @ Herr Pfeil: Wir warten auf die Kritik ihres musikalischen Werkes.

    ;)

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