Film: Wall-E

Wie schön das war, dass auf dem Rückflug von Dubai die Maschine so neu war. So konnte ich frei entscheiden, welchen der vielen Bewegtbildangebote (Happy-Go-Lucky, Wall-E, „Die Kürbisschlampe“ von „How I met your mother“, ja, die deutsche Version, eine Folge „30 Rock“ und die 50-minütige Zusammenfassung vom Glastonbury-Festival 2008) ich in den nächsten sechs Stunden konsumieren würde.

Doch Wall-E war nicht irgendein Film, den man mal eben so wegguckt. Denn dieser Film ist – obwohl animiniert und so – einer dieser Filme, an den man auch Tage später denkt und sich über die vielen kleinen Details freut. Wie Wall-E das erste Mal auf die hübsche, schnörkellose Eve trifft, wie sie sich kennenlernen, wie er ihr in seinem kleinen Container seine kleine Welt und Träume zeigt und sie so gar nichts damit anfangen kann. Wie verzweifelt Wall-E ist, als Eve plötzlich nicht mehr ansprechbar ist, wie er sie hegt und pflegt und versucht, zum Leben zu erwecken. Und dann ist da noch Mo, der kleine Roboter, der die ganze Zeit damit zu tun hat, de Dreck von Wall-E aufzusaugen (Am besten die Szene in der Raumschiffmüllhalde, wo Mo Wall-E die Hand sauber macht). Und die Roboterschar, die wegen technischer Defekte aussortiert wurden.

Einziger Nachteil: dieses aufgesetzte Gutmenschentum. Bewegt euch, schreit dieser Film. Und: Passt auf die Erde auf. Das nervt ein klitzekleines Bisschen. Lässt sich aber ziemlich gut verdrängen, wenn man ganz schnell wieder daran denkt, wie Eve am Schluss völlig verzweifelt versucht, Wall-E wieder herzurichten und sie dann schließlich Händchen halten. Hach, Roboterliebe kann so schön sein.

Eine Antwort zu “Film: Wall-E”

  1. Chefkoch sagt:

    Hm, als großer Fan von animierten Filmen wie „Die Unglaublichen“ oder „Horton hört ein Hu“ fand ich Wall-E nun nicht so prickelnd. Müsste ich den im Flugzeug sehen, würde ich wohl einschlafen. Ich kann nicht nachvollziehen, was die Leute an diesem Film finden.

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