Film: Juno

Wenn ich mit 16 schwanger geworden wäre, dann wäre ich sicherlich nicht so verdammt cool und emotionslos durch die Gegend gelaufen wie Juno. Einmal Sex gehabt, gleich schwanger geworden. So kann es gehen. Juno will das Kind zur Adoption freigeben und sucht mit ihrer ebenso durchgeknallten Freundin ein passendes Adoptionspaar aus, dem sie das „thing“ – wie sie immer sagt – nach der Geburt anvertrauen will. Dooferweise findet Juno in fortgeschrittener Schwangerschaft heraus, dass nur Jennifer Garner das Kind wirklich will und ihr Ehemann noch nicht bereit für diesen Schritt ist. Und dann passiert das, womit ich nicht gerechnet hatte: Trotz großer Krise und dem Verlust des Glaubens an die große Liebe verbunden mit dem großen Glück entscheidet sich Juno, ihr Kind Jennifer Garner zu überlassen.
So richtig warm wurde ich mit diesem Film nicht. Erstens: weil mich Juno und ihre altkluge Art nervte. Zweitens: weil ich offenbar die vielen popkulturellen Anspielungen, auf die mich der Liebste hinwies, wegen fehlender Kenntnisse nicht verstand. Drittens: weil Juno wirklich erst nach der Geburt heulte. Wenigstens dann. Pah.

4 Antworten zu “Film: Juno”

  1. britta sagt:

    dass juno zu wenig heult, hab ich schon oft als großen kritikpunkt gelesen und versteh’s nicht so ganz. sind denn nur gebrochene heldinnen gute heldinnen? ich finde den film super, genau so wie er ist.

  2. franziska sagt:

    Naja, das Zu-wenig-Heulen ist nicht das Problem. Weil das Nicht-Heulen natürlich ausdrücken soll, wie stark und gleichzeitig überfordert sie ist. Aber für mich wirkte Juno dadurch nicht echt und die Geschichte zu konstruiert.

  3. Sanddorn sagt:

    Mir hat gerade die kühle Art von Juno gefallen, rumheul Geschichten gibts doch schon wie Sand am Meer. Ich hatte am Ende kurz Angst das doch wieder das 0815 Schema siegt und Juno das Kind behält.

  4. tinkerbelly sagt:

    Also ich finde das juno einer der besten filme der letztewn Jahre ist.Ich musste mih zwar auch erstmal reinfinden und beim ersten mal fand ich ihn so lala , aber dann hab ich ihn nochmal und nochmal angeschaut und dachte Wow, die is einfach cool. sie ist nicht emotionslos sondern hat einfach nur solche angst, das die anderen Gefühle halt in den hintergrund gelangen. Für mich is sie echt ne heldin, wie sie mit der situation umgeht und so und es ist halt nicht jeder so 08/15….

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