Südafrika (6)

Der Tag beginnt ebenso großartig wie er aufgehört hat. Was an dem exzellenten Frühstück liegt. Die Besitzerin preist ihren ‚famous fruit cocktail‘ und ich finde ihn zurecht gepriesen: Joghurt, kleingeschnittenes Obst und knuspriges Müsli, alles perfekt arrangiert. Dazu Saft (Orange oder Guave), Tee, Rührei und Toast. (Wahlweise auch English Breakfast, Omelette oder French Toast). Und alles garniert mit der rührenden Freundlichkeit der Hausherrin, die zwar durchaus aufgesetzt aber doch auch passend ist. Ich kenne keine Frau, die das Wort ‚exzellent‘ häufiger benutzt.

Nach dem Frühstück geht es in das De Hoop Nature Reserve. der Weg dahin ist beschwerlich und lässt sich wirklich nur mit heiterem Kilometerzählen aushalten. Rund 40 Kilometer Schotterpiste – yeah!

De Hoop Nature Reserve

Pünktlich am Gate zum Reserve fängt es an zu regnen, aber nicht nur so nieselig, sondern so richtig. Aber egal, wir kommen um Natur zu gucken und die ist auch bei Regen schön. Stimmt nämlich auch: Antilopen, Zebras, Affen, Riesenschnecken und Mama-Wal und Baby-Wal. Sowie atemberaubenden Dünen, ganz vielen Büschen, Vögel, sowas. Ich bereue ein bisschen, dass wir schon eine andere Unterkunft gebucht haben – im 160 Kilometer entfernten Dana Bay ganz in der Nähe vom nicht wirklich schönem Mossel Bay.

Riesenschnecke

Die Unterkunft haben wir durch Zufall (Tripadvisor und dann durch Zufall, weil das empfohlene ausgebucht war) gefunden – sie ist super! Der Blick aus dem Fenster geht direkt aufs Meer, die Hausherrin hat österreichische Eltern, und erklärt alles.

Ich habe Hunger und Dana Bay ist dafür nicht der richtige Ort. Ein geschäftstüchtiger Mosselbayer (Haha!) hat deshalb einen Shuttle Service zu seinen sechs (!) Restaurants eingerichtet. Der sammelt alle Touristen ein und bringt sie danach auch wieder zurück.

Der Fahrer ist der Hammer. Ein Mann aus Durban, der erst seit drei Jahren in Mossel Bay lebt, wegen gesundheitlicher Probleme. Vorher reiste er zwölf Jahre durch Afrika, war sozusagen überall. Gerne hätte ich mit ihm den Abend verbracht und seinen Geschichten gelauscht. Stattdessen gehen wir ins Kingfisher, ich trinke langweiligen Wein, esse Sushi als Vorspeise (Gut!), Muscheln, Garnelen und Calamari als Hauptgang (mittel) und eine halbe Creme Brulee als Nachtisch (buttrig, eher bäh). Das beste an dem Abend waren aber die kleine süßen Babyrobben, die am Ufer mit den Wellen gespielt haben. Hach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.