Südafrika (8)

Aufwachen, Sonne scheint, Obstsalat diesmal mit Erdbeeren drin. Lässt sich aushalten und spannend auch, dass wir hier in Knysna auf viele Deutschsprachige treffen: ein österreichisches Paar und eins aus dem Rhein-Main-Gebiet mit NRW-Erfahrung. Wir tauschen uns aus, berichten von dem bereits Erlebten und geben uns Tipps. Und haben danach das Gefühl, einen ziemlich guten Reiseführer zu haben. dann geht es weiter in Richtung Port Elizabeth durch den Tsitsikamma Park, einem Naturgebiet mit vielen Bergen, viel Wald und ein paar Tieren. Unser erster Stopp ist Monkeyland, eine Art Zoo, in dem es wie der Name vermuten lässt, vor allem Affen gibt. Ein Guide nimmt uns und ein paar andere mit auf eine einstündige Tour durch das Gelände. Insgesamt sehen wir sieben verschiedene Affenarten, die entweder schlafen, essen, sich necken oder spielen. Außerdem hören wir die Gesänge eines weiteren Affen, der leider nicht so gerne Menschen mag und deshalb separat gehalten wird. Doch es gibt hier sogar eine Leopardenschildkröte (Yipieh!), die gerade durch das Dickicht stapft und leider an einem der Zweige hängenbleibt. Der Guide hilft hier, wir freuen uns, weil wir so nochmal ein bisschen genauer gucken können.

Affe

Auf der anderen Seite des Parkplatzes gibt es viele Vögel zu sehen, wollen wir aber nicht. Es geht weiter auf der N2, an einer Brücke gibt es ausgezeichnete Bedingungen für Bungeejumping, but Not for me.

Der nächste Halt ist Storm River Village, weil ich ja unbedingt eine Canopy Tour machen will. Auf Seilen, wie früher auf dem Kinderspielplatz, kann man durch die Baumwipfel fahren. Es macht riesigen Spaß. Guide Carmen erklärt viel, aber um Vögel und andere Tiere zu sehen, sind wir alle eindeutig zu laut. Selbst die beherrschte Engländerin lässt sich zu einem Schrei hinreißen, als sie die 98 Meter hinunterrauscht.

Nach drei Stunden Spaß fahren wir weiter nach Oyster Bay, denn da wollen wir die Nacht verbringen. Ich weiß gar nicht, ob unsere Autovermietung all die Schlaglöcher in den Straßen hier kennt, irgendwann erreichen wir die Lodge, auch wenn man das Nummernschild ob des Drecks an unserem Auto kaum noch erkennen kann. Zwischendurch landen wir noch mitten in einer Rinderherde, die gerade zur nächsten Weide gebracht wird. Sehr respektvoll halten die Tiere Abstand zu dem Auto, ich halte ebenfalls aus Respekt das Fenster geschlossen.

Kühe

Angekommen erklärt uns Alison sehr überzeugend, dass es wohl ein Fehler gewesen ist, nur eine Nacht hier einzuplanen. Das Gelände ist ein Traum, der Strand nah, die Pferde bereit für einen Ausritt und Picknick könnte man auch überall und zu jeder Zeit auf dem Gelände machen.

Oyster Bay Lodge

Wir laufen noch schnell zum Strand, also beinahe, ich nehme vor dem Essen schnell ein Bad in der allein stehenden Badewanne mit Blick aufs Meer und gehe zum Abendessen. Der Mann ist zwar fit genug für die Canopy-Tour aber nicht für ein leckeres Essen. Mein Favorit ist das Straußen-Capacchio mit einem Blue Cheese, der der absolute Hammer ist.

Was ich ehrlicherweise aber immer wieder interessant finde, ist die Art und Weise, wie die Leute reagieren, wenn man alleine essen geht. Nie wird man häufiger gefragt, ob man das Essen nicht doch lieber auf dem Zimmer essen will oder ob alles in Ordnung ist. Ich mach das ehrlicherweise ab und zu ganz gerne, weil ich es spannend finde, die Leute um mich herum in ihrer Zweisamkeit zu beobachten, zu sehen, wie glücklich sie sind oder wer die Hosen anhat. Oder einfach nur zu lauschen, wie Mike am Nebentisch den Merlot mit einer Antilope vergleicht, den Shiraz hingegen mit einem Löwen.

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