Mein April #14, re:publica-Edition

Ein sehr guter erster Tag auf der re:publica ist um. Das erste Mal war es toll, als ich ungefähr aus 100 Meter Entfernung ix auf der Treppe des Friedrichstadtpalastes stehen sah. Er sprach gerade mit Thomas Wiegold, den ich leider bisher nicht fragen konnte, warum sein Blog gerade ruht. Dieser Moment hatte so eine Wärme, so etwas Vertrautes, ein schönes Gefühl. Ein paar Momente und Gespräche später sah ich Caro und sie sah mich und Anke war auch da und wenig später saßen wir in einer langen Reihe im Friedrichstadtpalast, alle gemeinsam. Der treffendste Satz für dieses Gefühl, dass mich den ganzen Tag lang begleitete war der von Tilmann Allmer. Er sagte: „Tut mir leid, dass ich euch alle umarme, aber ihr seid mir alle so nah.“

Wir schauen uns Jeff Jarvis an, der seine Thesen ein einen hübschen Vortrag verpackt hat. (Mittlerweile schaue ich mir viele Präsentationen auch deshalb an, weil ich was über das Vortragen an sich lernen will und bei Jarvis muss ich sagen, da konnte man ein bisschen was mitnehmen.) Worüber die ich nochmal am längsten nachgedacht habe: Dass es ihm Angst macht, dass die Gesellschaft durch Geräte wie das iPad wieder zu Konsumenten gemacht werden sollen, obwohl wir doch gerade mehr als das waren. Stimmt sicherlich nicht wirklich, weil ja schon jetzt nur ein klitzekleiner Bruchteil der Bevölkerung wirklich selbst Produzent im Netz ist und sich als ein solcher versteht, aber bedenken sollte man diesen Aspekt sicherlich ein bisschen.

Beim Mittagessen dann weitere lustige re:publica-Momente: cdv und 50hz kamen ebenfalls in den Sushi-Laden mit großem „Hallo“ PLUS Anrede mit Namen. Leider erkannte ich lediglich 50hz sofort. Das ist aber alles auch nicht besonders leicht.

Von Udo Vetter nur die letzten zehn Minuten gesehen, den Part, in dem er Fragen beantwortete. Ist das eigentlich schlimm, dass mich das befremdete, wie Jörg Tauss seine Fragen stellte, während der Antworten so seltsam wirr durch die Gegend schaute und als sich Udo anderen Fragenden zuwendete, sofort den Raum verließ?

Feministische Netzkultur

Den Besuch der Veranstaltung „Feministische Netzkultur“ bereue ich, weil ich mir meine Twitter-Timeline (Ja, zwischendurch ging sogar mal das Internet!) verriet, dass ich vermutlich gerade das Highlight des ersten Tages verpasste. Ich fand, dass Svenja Schröder sehr schön durch das Panel führte, auch wenn es dann eigentlich erst in den letzten zehn Minuten richtig interessant wurde.

Ein kurzen Ausflug erlaubte ich mir in den Vortrag von Melissa Grant, der den vielversprechenden Titel „Sex and Internet“ hatte. Ich kam zu spät, hatte mich vorher an dem Vortrag das dezentrale Internet versuchte, aber den Vergleich mit der Zuckerstange zu bemüht fand. Ich bekam dann erst wieder das Ende mit (zwischendurch socializen vor der Tür), wie Grant in Chatroulette nach Penissen suchte. Und natürlich auch fand.

Sascha Lobo

Bestens unterhalten habe ich mich dann am Abend. Zuerst bei Sascha Lobos traurigem Vortrag über „How to survive a shitstorm„. , auch wenn das Thema eher ein trauriges war, und dann bei der Twitterlesung.

Twitterlesung

Bilanz: Nicht nur Peter Kruse verpasst, sondern auch Lorenz Lorenz-Meyer und Peter Glaser. Die Pommes bei „Toms Fritten“ werden sehr schlimm in Soße ertränkt. Club Mate schmeckt mittlerweile ganz ok. Nach der Lektüre von Ankes Blogeintrag habe ich definitiv noch nicht alle erkannt. Könnt ihr euch bitte alle Twitter-Fotos anschaffen, auf denen man euch dann auch im wahren Leben erkennt?

Twitterlesung

3 Antworten zu “Mein April #14, re:publica-Edition”

  1. […] war, ebenso mit liz, über deren buch ich neulich erst im common reader geschrieben habe, oder auch franzi, deren derzeitiges tagebuchbloggen ich aufmerksam verfolge. dennoch bestand kaum eine möglichkeit, […]

  2. […] uns richtig akklimatisiert hatten und für die Publikumsfragen blieb leider wenig Zeit, wie auch Franziska Bluhm (sie hat auch ein nettes Foto gemacht) und Anke Groener feststellen. Bei der Diskussion stellte […]

  3. […] war, ebenso mit liz, über deren buch ich neulich erst im common reader geschrieben habe, oder auch franzi, deren derzeitiges tagebuchbloggen ich aufmerksam verfolge. dennoch bestand kaum eine möglichkeit, […]

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