Mai #23, fliegend

Dallas-Sacramento

Um 10.55 Uhr in Frankfurt in den Flieger gestiegen, nach zehn bis elf Stunden in Dallas gelandet. Dort die Einreise, die so lange dauerte, dass ich schon während des Boardings am anderen Gate ankam und sofort und ohne In-der-Schlange-Stehen in den nächsten Flieger steigen konnte. Dann nochmal vier Stunden, bis ich um 18 Uhr in Sacramento landete und unsere Gruppe dort sehr freundlich in Empfang genommen wurden.

Auf dem längeren Flug saß ich neben einer ungarischen Gewichtheberin, die mit ihrer Mannschaft auf der Reise zur Weltmeisterschaft war. Sowieso war das Flugzeug voll von denen, denn ein paar Mitglieder der norwegischen Mannschaft saßen ein paar Reihen weiter auch noch da. Schon komisch, dass man über Fußball-, Handball- und Eishockey-Weltmeisterschaften so gut Bescheid weiß, über die im Gewichtheben aber nicht. Leider war sie auch nach dem Aussteigen so schnell weg, sonst hätte ich ihr noch viel Erfolg (noch zweimal umsteigen, die Armen) gewünscht.

Während des Fluges Trash geschaut. „Valentinstag“, „Bride Wars“ und „When in Rome“, jeder einzelne Film verdient einen Mini-Verriss, weshalb ich hier nicht viel mehr über sie schreibe. Gebe aber zu, dass bei „Valentinstag“ ein paar Tränen kullerten (Das war aber schon auch sehr rührend, dass Julia Roberts einen so langen Flug auf sich nimmt, nur um ihren kleinen, verliebten Sohn in die Arme zu nehmen..). Vielleicht lag es ja auch einfach an der Stimmung im Flieger.

Ich hatte mich ehrlicherweise sehr darauf gefreut, beim Erreichen der USA auf dem Monitor vor mir zu schauen, wo wir gerade langfliegen. Beim Abendessen dann aber erfahren, dass diese Funktion im Monitor nicht zufällig beim Erreichen des amerikanischen Festlands ausgeschaltet war, sondern Sicherheitsgründe dazu geführt haben. Schade, Geographie-Kompetenz wird also auch da geopfert. Dazu passt auch der Spruch des Kellners beim Abendessen: „Belgium? I think that ist somewhere in Europe.“ Glückwunsch!

Am beeindruckendsten: die Strecke, die auf dem vierstündigen, innerländischen Flug folgte. Texas, Colorado, Utah und Nevada überflogen und einen Hammerausblick gehabt. Lustige kreisrunde Kornfelder, die manchmal auch nur dreiviertelvoll waren, später minutenlang keine einzige Siedlung, nur Berge und Flachplateaus, bei Utah oder Nevada dann mal gar keine Sicht wegen Sandverwehungen, in Nevada und Kalifornien sehen, wie Wasser seinen Weg durch das Land gefunden hat – drei Flussarme werden irgendwann zu einem, dieses Entlangschlängeln an Hügeln, toll. Im Anflug auf Sacramento dann riesige Reisfelder (wieder was gelernt) und sowieso riesige Seen.

Ein paar Worte noch zur Internetsituation: AA-Flug Dallas-Sacramento: W-Lan für 8,95 Dollar pro Tag plus die Möglichkeit, elektronische Geräte aufzuladen. Sacramento-Flughafen – freies W-Lan. Marriott-Hotel – freies W-Lan. So muss es halt sein.

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