Mai #27, Yosemite

Am Abend haben wir erfahren, dass der Ranger im Yosemite Park es nicht sonderlich mag, wenn man zu spät kommt. Doch pünktlich zu sein, ist nicht immer einfach. Die geschätzten Fahrzeiten der amerikanischen Kollegen weichen bereits seit Tagen immer sehr stark von den tatsächlichen ab. Auch wenn wir versuchen, pünktlich zu sein, werden aus den geschätzten 30 Minuten locker 50. Und der Ranger schimpft auch gar nicht.

Wasserfall

Auf dem Programm stehen zwei Stunden wandern. Nur ein Nordlicht wie ich kann davon ausgehen, dass es sich dabei um einen ebenen Rundgang handelt. Schon nach wenigen Metern geht es hinauf, die Steigung ist ordentlich, allerdings nicht vergleichbar mit dem, was da noch auf mich zukommt. Wir laufen die ersten beiden Etappen des Sierra Trails, ein sehr ausgebauter und offenbar extrem beliebter Wanderweg durch den Yosemite Park. Das Ziel: der Nevada Wasserfall. Der Weg: beschwerlich. Aus dem gepflasterten Weg wird schnell ein steiniger Untergrund, irgendwann zu Treppen gehauen – unterschiedlich hoch, so dass wirklich alle Muskeln beansprucht werden. Dann wird es nass, weil wir uns dem Wasserfall nähern, die letzten 100 Meter Luftlinie werden die anstrengendsten, die Beine sind mittlerweile Gummi, ich schwitze und heitere mich auf, in dem ich mir die tollen Regenbogen anschaue, die ständig entstehen. (Ja, Sonne! Finally!)

Regenbogen

Der Weg hinunter ist ähnlich beschwerlich, da Beine aus Gummi nicht unbedingt die beste Voraussetzung sind, hohe Treppen hinunterzusteigen, ohne dabei auf die Nase zu fallen. (Es gelingt, wie der geneigte Leser mittlerweile ahnen wird.) Ich muss sicherlich nicht dazu sagen, dass die Pizza im Tal sehr sensationell geschmeckt hat. Zur Feier des Tages dazu eine Diet Coke getrunken.

Yosemite Valley

Wer seine unteren Extremitäten beim Wandern fordert, muss am Nachmittag für Ausgleich sorgen: mein Oberkörper wurde beim Rafting trainiert. Und auch die heiße Dusche am Abend war die beste, die ich seit langem gehabt habe.

21 Uhr: im Bett.

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