DLD16 – der erste Tag

Die erste DLD-Konferenz, bei der Dominik Wichmann an der Seite von Steffi Czerny agiert und sogar das eine oder andere Interview auf der Bühne führt. Unter anderem mit Regierungssprecher Steffen Seibert, aber dazu unten mehr.

Meine erste DLD-Konferenz seit zwei Jahren, im vergangenen Jahr musste ich kindbedingt aussetzen, aber so war es schön, heute Nachmittag in die Prannerstraße einzubiegen, alles so schön vertraut, ich bin jetzt offenbar in einem Alter, in dem ich auch Traditionen sehr zu schätzen weiß. Gleiche Location, gleiche Möglichkeit, die Panels der großen Bühne bequem im unten gelegenen Raum mitzuverfolgen.

Jürgen Schmidthuber zu künstlicher Intelligenz: Noch sind Kinder und Tiere intelligenter als Roboter, allerdings ist es nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis es anders sein wird. „Animal Level“ werde man dann erreicht haben und damit wird dann nicht Schluss sein. Das klang alles ganz nett, wenn auch sehr oberflächlich, ich hätte mir sehr gewünscht, wenn Schmidthuber da etwas konkreter geworden wäre.

Jeremy Rifkin hat ein Buch geschrieben und spricht hier über die sich derzeit verändernden Zeiten. Wir befinden uns in der „the third industrial revolution“. Was er damit meint? Das, was wir unter „the internet of things“ verstehen. Er sieht die Sharing-Economy als erstes neues Wirtschaftssystem nach dem Kapitalismus und Sozialismus. Nun.
Ansonsten viele Allgemeinplätze:

Oder seine Ansichten über das Auto der Zukunft: Es wird elektrisch betrieben sein, fahrerlos und aus dem 3D-Drucker kommen. Tja.

So richtig schmackhaft hat Rifkin mir sein Buch jetzt nicht gemacht, aber ich bin da vielleicht auch nicht das Maß aller Dinge.

Nicht so richtig der Kracher war auch der Talk zwischen Dominik Wichmann und Steffen Seibert, Regierungssprecher und Social-Media-Sprachrohr der Kanzlerin. Er plauderte ein wenig darüber, warum man sich 2010 überlegte, doch auch über Twitter, Facebook und Co. als Regierung zu kommunizieren (Man wollte sowas nicht nur dem Papst überlassen..) und wie klassische Journalisten darauf reagiert haben (Aufschrei!). Nichts, was man nicht schon wusste. Ein wenig spannender wurde es, als Seibert Merkels Selfie-Strategie aus den vergangenen Monaten erläuterte (Freundlichkeit rules!) und darauf hinwies, dass die Twitter- bzw. Social-Media-Öffentlichkeit eben nicht das Non-plus-Ultra sei, sondern nur ein Teil der Öffentlichkeit. Klingt jetzt auch recht platt, aber wenn ich so manche internetöffentliche Diskussion verfolge, scheint ein solcher Hinweis doch hin und wieder angebracht zu sein.

Und sonst so:

Leider habe ich Airbus-Chef Enders zu seinem Helikopter-Uber-Projekt verpasst:

Raul Krauthausen stellt seinen Rollstuhl als Ladestation zur Verfügung!

Die Quoten-Debatte zur DLD. Und dabei habe ich in den vergangenen Jahren auf der DLD schon sehr viele tolle Frauen auf der Bühne gesehen.

Recht vollständig gibt es alles bei den FAZ-Kollegen im Liveblog.

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