72 Zeichen bei Twitter


Dieser Tweet ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer. 72 Zeichen, hingerotzt, nachdem ich gelesen hatte, dass Innenminister Thomas de Maizière nur wenige Stunden nach München eine neue Killerspieledebatte forderte, obwohl man zu dem Zeitpunkt noch viel zu wenig über die Hintergründe des Täters wusste.

Es ist mein erster Tweet, der mehr als 500 Mal geretweetet und mehr als 900 Mal mit einem Herzchen gekennzeichnet wurde oder sagen wir es anders: Es ist mein erster Tweet, der meine eigene Twitterblase verlassen hat.

Seit Tagen denke ich nun darüber nach, ob man irgendwas daraus lernen kann, ob man irgendwas ableiten kann. Irgendwelche fünf Punkte, um daraus ein kleines Listicle zu machen oder ihn demnächst in Socialmedia-Vorträge einzubauen. Ich komme allerdings nur auf drei Dinge, die ich aus diesem Tweet ableiten würde.

Erstens: Hätte ich länger über diesen Tweet nachgedacht, wäre er vermutlich viel zu verkopft gewesen, um so weit verbreitet zu werden.

Zweitens: Die Killerspieledebatte ist ein heißes Thema bei Twitter.

Drittens: Timing. Der Tweet wurde kurz nach oder vielleicht sogar noch während der Pressekonferenz des Innenministers verfasst und veröffentlicht.

Könnte sonst natürlich auch alles ein großer Zufall gewesen sein.

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