Harry Potter

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Wenn ich jemanden nach langer Zeit wieder treffe, weiß ich wieder, was mir gefehlt hat.

So oder so ähnlich geht einer dieser Eso-Sprüche, die derzeit ja auch gerne mal bei Facebook und Co. rumgereicht werden, um Reichweite zu generieren. Aber das Schlimme ist ja, dass da was dran ist. Triffste eine Freundin nach langer Zeit wieder und letztendlich kommt es auf die ersten Minuten an: Ein paar liebe Worte und die große Frage, klappt das noch? Geht man inspiriert, beseelt auseinander, weil die Vertrautheit sofort wieder da ist, man nicht um den heißen Brei herumredet, sondern die Dinge beim Namen benennt, weiß, dass auch ein bisschen Lästern sofort wieder geht. Oder endet es steif nach ein bisschen Höflichkeitstalk und einem „Wir sehen uns“, was sich hinziehen wird, bis man sich noch einmal traut, einen Neuanfang zu starten oder man sich aus den Augen verliert.

Und mit Harry Potter ist es ein bisschen so. Ich habe die Bücher verschlungen, bin abgetaucht in die Welt von Hogwarts, habe gebangt, Nächte durchgemacht, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter-/ ausgeht. Habe auf den nächsten Band gewartet und alle in englischer Sprache gelesen, weil bis zur Übersetzung warten? Pfft. Dauert zu lange.

Und dann gibt es plötzlich mit „Harry Potter and the cursed Child“ ein Buch, was so ganz plötzlich erschien, ich hatte die Ankündigungen irgendwie übersehen und sah das Buch plötzlich in meiner Snapchat-Timeline oder vielleicht war es auch Twitter. Buchcover gesehen und dann war es geschehen, ich musste es haben. Interessanterweise ausgedruckt, auch wenn ich in letzter Zeit auch sehr viele Bücher in der E-Book-Variante auf dem Smartphone gelesen hatte, Harry Potter musste ich ausgedruckt haben. Und dann machte ich etwas, was ich auch schon lange nicht mehr getan habe: Ich ging in eine Buchhandlung und bestellte das Buch dort vor, weil bei Amazon als nächstmöglicher Liefertermin der 22. August angegeben wurde. Dienstag bestellt, Donnerstag zum Abholen bereit und am Freitagabend hatte ich es komplett durchgelesen.

Durchgelesen und glücklich, weil dieses vertraute Gefühl sofort wieder da war, obwohl ich keinen Wälzer gelesen hatte, sondern ein Theaterstück, schön mit verteilten Dialogen, aber so wunderbar weiterentwickelten Personen. Das Trio ist erwachsen geworden und kämpft nicht nur für das Gute sondern auch mit ihren Kindern. Harry und Ginny haben drei Kinder in die Welt gesetzt und man kann sich so richtig vorstellen, wie schwierig es sein muss, einen so prominenten Vater zu haben. Meine Lieblingsfigur Hermione Granger hat zwei Kinder und ist Minister of Magic, was sonst.

Aber ich will gar nicht so viel verraten und hoffe, dass meine Zeilen hier zumindest dafür sorgen, dass auch ihr dieses Buch lest oder euch nach all den Jahren einfach doch noch dazu entscheidet, der Potter-Reihe noch eine Chance zu geben. Es sind einfach ganz wundervolle Bücher.

Next step: Theaterkarten in London besorgen.

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