Was schön war (38/2016)

Und wieder geht ein Wochenende vorbei, dass eigentlich eher in die Kategorie „Was jetzt eher nicht so schön war“ gehört. Denn als ich am Freitagabend gerade die letzte Mail weggeschickt und auf „Herunterfahren“ geklickt hatte, also nicht nur beim Rechner, sondern auch bei mir selbst – endlich Wochenende – hörten wir den kleinen Sohn weinen und kurz darauf nicht mehr nur weinen sondern seltsam gluckern, ok, ich erspare euch die Details. Die Nacht wurde verdammt kurz und neben mir lag ein kleines Häufchen Elend, dass mit den Dingen, die da in seinem Körper vorgingen, völlig überfordert war. Am Samstag lief dann die Waschmaschine auf Hochtouren und ich pflegte den kleinen Sohn so gut es eben ging. Und auch wenn der Anlass alles andere als schön war, fand ich es auch ein bisschen toll, die Zeit mit ihm zu vertrödeln, aneinandergekuschelt auf dem Sofa wegzunicken und zu sehen, dass das alles dem kleinen Mann ein bisschen gut tat. 

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Zum Ada-Lovelace-Festival kann man jetzt seine Kinder mitbringen. Das ist einfach so großartig. Und sowieso sind es ja nur noch wenige Wochen bis dahin. Hach.

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Der große Sohn sagt jetzt teilweise so wahnsinnig erwachsene Dinge – reflektiert und so oft auch witzig, dass ich mir immer öfter vorstellen kann, dass er im nächsten Jahr in die Schule kommt. Ein Schulkind. Mein Schulkind. Next level ahead.

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Und sowieso: dieses Schulding. Am Donnerstag auf einer Elterninfoveranstaltung in einer Schule gewesen. Eine wahnsinnig engagierte Schuldirektorin stand da vor mehr als 60 Eltern und erzählte von ihrem Konzept und was sie innerhalb von drei Jahren an der Schule erreicht hat. Leidenschaft pur. Ich habe kurz überlegt, ob man sie als Speakerin engagieren sollte. 

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Es ist ein bisschen lustig, dass die ganzen schönen Erlebnisse, die ich beschreibe, oft die mit meinen Kindern sind. Liegt natürlich daran, dass Wochenenden grundsätzlich viel Zeit mit den Kids bedeuten. Und liegt daran, dass ich versuche, diese Momente für mich zu bunkern, irgendwo im Herzen. Sie werden ja so schnell groß.

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Dieses Gesicht.

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Ein vermutlich letztes bei Nordmanns. Spätsommerstrahlen. Und ein Sonntag, an dem der kleine Sohn wieder alle Nahrung bei sich behielt. 

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