21.2.: Super-Power und Rumnerver vom Dienst

„Selbst und ständig“ – das bedeute es selbstständig zu arbeiten. Klingt zunächst wie eine Plattitüde, ist aber keine, denn jeder der in einem Angestelltenverhältnis arbeitet, muss sich nicht die Gedanken machen, die sich Selbstständige ständig machen. Was mache ich nächsten Monat? Was passiert, wenn ich mal krank werde mit den Deadlines, die ich doch einhalten muss? Kann ich einen Workshop mit Geschäftsführung und allen möglichen Entscheidern absagen, weil ich mit Grippe darnieder liege oder geben die mir dann nie wieder einen Auftrag? Als Angestellte meldet man sich krank und kann in den allermeisten Fällen die wichtigsten Dinge an irgendeinen Kollegen weitergeben. Und Dinge müssen dann einfach mal warten. Als Selbstständiger schwingt immer gleich ein ganzer Rattenschwanz an möglichen Konsequenzen mit, zumindest in Gedanken.

Warum ich das aufschreibe? Weil ich heute länger mit einer ehemaligen Kollegin gesprochen habe, die aufgrund dieses Drucks, den sie sich auch selbst gemacht hat, irgendwann einmal nicht mehr konnte. Und weil ich das auch gerade bei einer anderen Kollegin erlebe: Zuviel Aufträge angenommen und nun geht es nicht mehr weiter.

Mein Learning in den ersten fünf Monaten der Selbstständigkeit: die verfügbaren eigenen Kapazitäten realistisch einzuschätzen. Und ich sage ganz selbstkritisch, dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist.

Lasst uns aufeinander aufpassen.

Und ansonsten kann ich mich nicht entscheiden, welcher dieser beiden Sätze mein Satz des Tages gewesen ist: „Du hast ganz schön genervt, aber das ist ja auch gut so.“ Oder: „Zahlen sind noch keine Geschichte.“

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