Paid Content? Kann funktionieren!

Eine Million zahlende Kunden meldete die Financial Times in dieser Woche, davon 650.000 digitale Abonnenten. Das sind Spitzenzahlen, von denen deutsche Medien natürlich alleine wegen der Sprache nur träumen können. Die Zahlen sind verdient, startete die Financial Times mit seiner Weltmarke doch sehr früh, digitale Vertriebserlöse aufzubauen. Und hier? Es gibt nur wenige Marken, die ähnlich ernsthaft versuchen, auf diesem Weg digital Geld zu verdienen. Einige sind halbherzig unterwegs und vertrauen immer noch darauf, dass ihre schiere Größe es schon richten werde.

Doch gerade im Kleinen gibt es derzeit viele spannende Projekte, von denen sich die Großen ein bisschen was abgucken können. Jeden Monat (oder immer dann, wenn er mal wieder eine Aufstellung schreibt) lese ich mit großem Interesse die Trinkgeld-Berichte der Buddenbohms und jedes Mal bin ich wieder überrascht, wie viel Geld da doch zusammen zu kommen scheint nur bei der Bitte, doch etwas in die Kaffeekasse zu tun. Im Großen bitten allenfalls die taz um Spenden – und das wohl auch eher aus der Historie heraus. Zahlende Kundschaft hat auch Martin Fehrensen mit seinem Social Media Watchblog hinter sich versammelt. Das spannendste Abo-Modell einer Bloggerin hat aus meiner Sicht aber die Journalistin Stefanie Luxat gestartet. Es trägt den Namen „Endlich ich“ und liefert für 6,90 Euro pro Monat vieles, was gut tun: Meditation, Yoga, Podcast und jede Menge Überraschungen. Sie selbst sagt, dass sie vom Erfolg überwältigt sei.

Was all diese Projekte eint? Herzblut, Leidenschaft, die richtige Nische und vor allem das Vertrauen der eigenen Community.  Und wehe es behauptet noch einmal jemand, dass man von Bloggern nichts lernen kann.

(Dieser Text war Teil meines Newsletters, den du hier abonnieren kannst.)

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