Finanzblog-Awards, Finanz-Heldinnen-Podcast und ein paar Gedanken zum Daimler-Blog

Vergangene Woche kündigte Daimler an, sein Unternehmensblog zu schließen und in einem Magazin aufgehen zu lassen und seitdem wird spekuliert, ob die Zeit der klassischen Blogs oder gar der Corporate Blogs nun vorbei sei. Gleichzeitig verleiht die comdirect in dieser Woche bereits zum neunten Mal die Finanzblogawards. 72 Blogs haben meine Jurykollegen und ich uns in diesem Jahr angeschaut – seit 2017 bin ich dort Juryvorsitzende – und wieder einmal bin ich überzeugt, dass Blogs trotz des stetig wiederkehrenden Abgesangs ihre Daseinsberechtigung haben und nichts an Faszination verloren haben. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich in der „Finanzblogszene“ sehr viel getan. Die Themenvielfalt wurde breiter, die Inhalte professioneller und es ist schön anzusehen, dass sich auch die so genannten „alten Hasen“ wie beispielsweise der Finanzrocker weiterentwickeln. Wer in diese Welt eintauchen möchte, dem empfehle ich einen Blick in die Shortlist.

Und natürlich habe ich mich im Zuge dessen auch mit der Frage beschäftigt, was für mich eigentlich ein gutes (Finanz-) Blog ausmacht. Diese fünf Punkte sind für mich elementar:

Erstens: Ein gutes Oberthema, das ich sofort verstehe und ein ansprechender Name. Ein Kopf hinter dem Blog, der auch sichtbar wird.
Zweitens: Gute Inhalte – ja ich sage das so neutral, weil Inhalte natürlich Texte, Videos, Fotos, Grafiken oder eine Kombination aus all dem sein können. Inhalte, die mir einen Mehrwert bieten. Was ich darunter verstehe: Ich möchte etwas lernen, ich möchte inspiriert werden, ich möchte unterhalten werden, ich möchte, dass der Inhalt ein Problem löst.
Drittens: Eine einfache, verständliche Sprache ohne Fach-Geschwurbel und Wichtigtuerei.
Viertens: Eine ansprechende Gestaltung, responsiv versteht sich!
Fünftens: Eine Community oder zumindest – gerade bei jungen Projekten: der Wille zur Community. Für mich sind Blogs Kommunikationsplattformen und auch wenn sich die Kommunikation auf andere Netzwerke verlagert – man hat ja dennoch jede Menge Möglichkeiten, Verbindungen herzustellen. In den guten Blogs sind die Diskussionen, die sich unter einem Inhalt entspannen, ebenso wertvoll wie der Inhalt selbst.
Sechstens: HERZ!

Wer übrigens eine Langversion davon haben möchte: Ich war diese Woche auch im Finanz-Heldinnen-Podcast „Schwungmasse“ und habe mit Kathrin Jürgens genau darüber gesprochen!

Zum Schluss noch ein Satz zum Thema Corporate Blogs: Sie sind ein gutes Kommunikationsinstrument, aber es gibt eben auch viele andere gute Wege mit Zielgruppen ins Gespräch zu kommen und sie kommunikativ und im besten Fall auch darüber hinaus zu binden. Finde deinen Weg. Und wenn du dabei Hilfe brauchst, melde dich bei mir.

(Dieser Text erschien in abgewandelter Form in meinem wöchentlichen Newsletter, den du hier abonnieren kannst.)

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