Rutger Bregman: Im Grunde gut

Lies das Buch „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman oder höre es. Es ist eine wunderbare Reise durch unsere Geschichte. Es geht um Vorurteile und Vorannahmen, die wir treffen, die von vielen Seiten – und Bregman kritisiert dabei immer wieder die Rolle der Medien – verstärkt werden. Am beeindruckendsten war für mich eines der letzten Kapitel: Bregman beschreibt von einer Begebenheit aus dem ersten Weltkrieg, Weihnachten 1914, und wie dort Soldaten, die sich am Tag zuvor noch bekämpft haben, gemeinsam Weihnachten gefeiert haben. Weil sie gemerkt haben, dass die andere Seite ja doch nicht so schlimm und böse gewesen ist, wie ihnen immer vermittelt worden war. Bregman verweist dort auch auf eine BBC-Reportage (Ich finde gerade nur das hier).

Das Buch ist wichtig, gerade auch in den heutigen Zeiten, in denen der Ton in den sozialen Netzwerken rau geworden ist. Die Politik des Wegschauens ist keine gute. Nur wenn wir in den Kontakt mit dem Fremden gehen, können wir Vorurteile abbauen. Die Einstellung, die Bregman progagiert, im Zweifelsfall vom Guten auszugehen, oder zumindest von der positiven Intention, kann dabei hilfreich sein. Also: gutes Buch, lesen lohnt sich.

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