Warum dein Newsletter ein Problem lösen sollte

Neulich im Seminar. Thema: Newsletter. In der Kennenlernrunde frage ich gerne nach, welche gerne gelesen werden, Lieblingsnewsletter sozusagen. Die Antworten: In Hamburg steht die Elbvertiefung immer hoch im Kurs, junge Frauen nennen hier gerne Steingarts Morning Briefing, aber auch nicht-mediale werden genannt: die Angebote eines Biokistenanbieters werden hier sehr geschätzt und auch ich erwische mich dabei, an den elektronischen Service des griechischen Lagerverkaufs in meinen Viertel zu denken: Einmal in der Woche erhalte ich dort Angebote, ein Rezept und die Erinnerung, eventuell mal wieder Grillwürste zu bestellen.

Warum? Weil uns all diese elektronischen Briefe einen Mehrwert liefern: relevante Informationen, Überraschung, Haltung, Service, Inspiration – Lösungen!

Was das auch bedeuten kann, lernte ich am Montag, als eine Teilnehmerin sagte, dass sie in diesem Zusammenhang auch den Alert-Service der Hamburger Müllabfuhr nannte. Käme immer per Mail, würde sie jedes Mal lesen und sorge in der Familie sogar für Gesprächsstoff, weil entschieden werden muss, wer diesmal die Tonne rausstellt.

Während sich viele von uns immer wieder darüber Gedanken machen, welchen Mehrwert sie Leserinnen und Lesern, Kundinnen und Kunden liefern können, welche aufwändigen Recherchen getätigt und exklusiven Informationen herangekarrt werden sollten, kann ein einfacher, voll automatisierter E-Mail-Service ausreichen.

Denn: Relevant ist nicht das, was du als relevant empfindest. Oder um es mit dem amerikanischen Autoren und Marketing-Guru Seth Godin zu sagen: „Don’t find customers for your products, find products for your customers.”

Dieser Text stammt aus meinem wöchentlichen Newsletter, in dem ich regelmäßig über Digitalisierung, Medienwandel und Social Media schreibe. Melden Sie sich hier an!

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