Die Kehrseite des Newsletter-Booms

Linkedin experimentiert schon seit einer Weile mit Newsletter, Twitter hat vergangene Woche den Anbieter Revue gekauft, Facebook plant auch sowas, Journalistennewsletter über Substack sind in den USA gerade ein großes Thema, Forbes baut eine eigene Newsletter-Plattform auf und selbst die Online Marketing Rockstars schreiben drüber – könnte sein, dass sich gerade ziemlich viele Unternehmen und Medienmacher mit dem Kanal „Newsletter“ beschäftigen. Natürlich aus gutem Grund. Newsletter haben einfach viele Vorteile: Sie landen direkt beim Empfänger, es gibt keinen Mittler, der sich dazwischen drängt, ganz ohne algorithmische Einflussnahme (noch). Sie überraschen, inspirieren, unterhalten und informieren und im besten Fall verkaufen sie sogar. Das wichtigste Argument aus meiner Sicht ist aber die enge Bindung und Beziehung – ob zu den Mitlesenden oder potenziellen Kund:innen, die sich durch dieses digitale Kommunikationsinstrument aufbauen lässt.

Und das ist für mich auch der Grund, warum ich es einerseits höchst spannend finde, dass die großen Plattformen in diesem Segment jetzt aktiv werden: Zum einen scheinen sie ja nach neuen Lösungen zu suchen, um diese direkte Beziehung wieder (besser) herstellen zu können. Zum anderen besteht für Medienmachende und Creators wiederum die Herausforderung, die Macht der Plattformen geschickt zu nutzen, aber eben gleichzeitig nicht aus den Augen zu verlieren, diese wichtige direkte Beziehung nicht zu sehr von den Gesetzmäßigkeiten der Plattformen bestimmen zu lassen. Denn dann wäre einer der entscheidenden Vorteile von Newslettern, nämlich dass es eben keinen Mittler zwischen Sender:in und Empfänger:in gibt, nicht mehr vorhanden.

Egal, welches Tool und welche Plattform Newsletter-Publisher nutzen: Sie sollten sich nicht zu abhängig machen und immer die Macht über das eigene Produkt, die Inhalte und die Abonnent:innen behalten.

Lust, auch einen Newsletter zu starten? In meinem Seminar „Der perfekte Newsletter“ bekommst du all das Handwerkszeug, um loszulegen.

Dieser Text war Teil meines wöchentlichen Newsletters. Hier kannst du ihn abonnieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.