Bücher 2008

In diesem Jahr hab ich viel zu wenig Bücher gelesen. Trotzdem eine kleine Liste. Ich hab bestimmt ein paar vergessen. Besonders bei denen, die ich angefangen aber nicht beendet habe.

Katja Lange-Müller – Böse Schafe
Philipp Roth – Exit Ghost
Nick Hornby – Slam
Charlotte Roche – Feuchtgebiete
Philipp Roth – Indignation
Siri Hustvedt – Die Leiden eines Amerikaners
Sven Regener – Der kleine Bruder

Angefangen, aber nicht beendet:
Heinz Strunk – Die Zunge Europas
Kathrin Lenzer und Philipp Holstein – 30 – bis hierher und wie weiter?

Konzerte 2008

Es waren zwar nicht viele Konzerte in diesem Jahr, aber toll waren sie eigentlich alle. Trotzdem eine Rangliste.
1. Oktober: Udo Lindenberg. Weil es so anders war. Mit Mama und Bruder und ein paar Tränen wegen der Erinnerungen.
2. Januar: Morrissey. Weil in Straßburg und mit Caro. Und überhaupt.
3. Juli: Bernd Begemann. Den hab ich ja schon oft gesehen. Und der ist halt einfach immer wieder gut. Und ein bisschen liebenswert.
4. November: Tomte. Auch schon oft gesehen. Der Thees, der tolle.
5. März: Editors. Naja. Manche Dinge macht man aus Liebesgründen.

blogger 2008

Nur ganz kurz: Wir haben gesendet und wählen lassen: die Blogger des Jahres 2008. Hier sind die Gewinner in den verschiedenen Kategorien.

Bester Blogger Deutsch: Lukas Heinser

Bester Blogger International: Jeff Jarvis

Bestes Themenblog: Mädchenmannschaft

Bestes Gruppenblog: direkter-freistoss.de

Newcomer unter den Bloggern: Thomas Strobl und Frank Lübberding, weissgarnix.de

Bester Twitterer: bosch

Journalists des Jahres: Mario Sixtus mit Elektrischer Reporter

Bester Blogger ohne Blog (aber mit Wikipedia-Eintrag): Claus Kleber

Bester Selbstnominierer: Don Dahlmann

Bester Blogtext: „Skinheads sind die dümmeren Deutschen“ von Beastybasti (Jipieh)

Lebenswerk: Anke Gröner

Dubai (3)







Und hier gibt’s noch mehr Fotos. (Und das sind noch nicht alle.)

Dubai (2)

Natürlich gibt es an einem Ort, an dem alle irgendeine Form von Englisch sprechen, auch englischsprachige Zeitungen. Zwei sogar: die „Gulf News“ und die „Khaleej Times„. Laut Reiseführer ist letztere mittlerweile von der Regierung übernommen worden, was sich wohl auch auf die Berichterstattung auswirkt. Wenn überhaupt, dann ist dies mir bei der Berichterstattung über die Weihnachtsrede des iranischen Präsidenten im britischen Fernsehen aufgefallen. Denn die Kollegen hatten zu dem Thema einen Kommentar geliefert, der so windelweich war, weil man nicht so richtig gegen, aber auch nicht zu sehr für Ahmadinedschad argumentieren konnte. Der letzte Satz war „At least he made his point“. Nun ja.

Ansonsten fällt auf, dass beide Zeitungen über einen großes erstes Buch verfügt, das eine Mischung aus Politik- und Panorama-Themen aus der Region, Asien und dem Rest der Welt liefert. Ziemlich gut und ausführlich, sogar, was mich sehr erfreute. Im Sport-Buch wird ausführlich über Cricket berichtet, im Wirtschafts-Buch gab es in der vergangenen Woche alles rund ums Öl, viel Finanzen, und auch eine Technologie-Seite. Auffallend: Entweder hat der Reader Scan zugeschlagen oder der Bewohner der Vereinigten Arabischen Emirate interessiert sich nicht wirklich für Kultur. In der Samstagsausgabe gab es eine Beilage, aber die war eher frauenmagazinig als feulletionistisch.

Ein bisschen zu ehrlich übrigens der Umgang mit Symbolbildern.


Dubai (1)

Es ist nicht wirklich eine große Freude, um halb sieben morgens (!) hier anzukommen. Besonders dann nicht, wenn man kaum geschlafen hat. Doch die Jungs vom Hotel sind nett und lassen uns früher einchecken (normalerweise erst um 14 Uhr). Diese Chance nutzen wir und fallen erst einmal ins Bett. Nur um halb zehn durch ein Klopfen an der Tür geweckt zu werden. Auch in Dubai wird Room-Service nicht mit u und h geschrieben (na, wer kapiert den?), sondern dient der Reinigung des Zimmers. Offenbar hat denen niemand Bescheid gesagt, dass wir das Zimmer gerade erst bezogen haben. Egal.

Wir wollen als erstes eine Bus-Tour machen und lassen uns eine von der netten Dame unten in der Hotel-Lounge aufschwatzen. Sie enttäuscht uns nicht: Der Guide stammt aus dem Jemen und hat in Ilmenau Informatik studiert, so dass auch Frau Mama viel erklärt bekommt, ohne dass ich simultan übersetzen muss. Hochhäuser, die alle einen Namen haben, Shopping Malls, die ebenfalls Namen tragen, klimatisierte Bushaltestellen, Moscheen, jede Menge weisse Autos (Ich folge also dem Dubai-Trend), den Palast des Rulers (klingt cooler als Herrscher), die Gästehäuser des Rulers und jede Menge Hotels. Nach der ausgiebigen Bustour besuchen wir das Dubai Museum. Auf den ersten Blick wirkt dies sehr trist, doch schnell lernen wir, dass sich hier vieles unterirdisch (weil klimatisiert) abspielt. Die Kellerräume sind nett hergerichtet mit jeder Menge Erklärungen und Filmchen. Später geht es per Wassertaxi auf die andere Seite nach Deira, wo wir als erstes zu einem Gewürzstand geführt werden und raten sollen, was das alles wohl so ist. Per Fuß geht’s zum Gold Souk, das Viertel, wo man alles, na, ihr wisst schon, aus Gold kaufen soll. Es glitzert und blinkt und die Herren versuchen einen ständig in ihre Geschaefte zu locken. Ich weiß auch nicht, von wie vielen Kerlen ich angesprochen wurde, weil sie mir „Handbags“, Schals oder „nice watches“ andrehen wollten.

Während der Guide wirklich ein herzensguter Mensch war, waren die Mitreisenden eher so von der mittellustigen Sorte. Denn unter uns war eine Drama-Queen aus Kuwait. Erst sorgte sie dafür, dass der Bus eine halbe Stunde später loskam, weil sie mit ihrem Mann nicht den Weg vom Hotelzimmer in die Lobby gefunden hatte, dann, nach dem Bummel über den Gold Souk bemerkte sie, dass sie ihre Kamera vermisste. Sie brach in Tränen aus, guckte die Mitreisenden ziemlich verdächtigend an und schaute zehnmal unter die Bank, obwohl sie selbst sagte, dass sie die Kamera zuletzt in einem Goldgeschäft gehabt hatte. Mannmannmann. Selbst Mister Jemen war nah dran, auszuflippen und konnte nur von dem pakistanischen Fahrer besänftigt werden, der dann den Job übernahm, beschwichtigend auf die Dame einzureden.

Der Tag endete bei einem Abendessen in einem Restaurant in der Strasse (Blaue Lichterketten in der Hecke!). Wir wollten nur eine Kleinigkeit und endeten mit einem ausgiebigen Mahl aus Gemüse, Garnelen, Süften und Tee. Reichlich Tee. Wenn man wirklich zu Bett will, darf man kein Trinkgeld geben.

Vertagt

Jahresbilanz (Bitte warten Sie gespannt auf die Bücher-, Kino- und Konzertbilanz sowie den Jahresendzeitfragebogen) ziehe ich erst, wenn ich aus dem Süden (Sonne!, Meer!, Kamele!) wieder zurückbin. Bis dahin muss ich leider ein bisschen Fliegen, Weihnachten in der Hitze feiern und ein fernes Land erkunden. Wird hart werden. Mein lustigstes Geburtstagsgeschenk war übrigens ein Kochbuch. Es trägt den Namen „Gemüse und umzu“ und der Untertitel – Achtung, Trommelwirbel – „Landfrauenrezepte aus dem Cuxland“.

30+1


Schon wieder ein Jahr um.

Das Jahr in Bildern

Und zwar in den tollsten Bildern. Beim „Boston Globe“ natürlich. Teil 1, Teil 2, Teil 3.

(via)

Über die Lehman-Pleite

Der Ex-FT-Chef und Ex-Kommunikationschef von Lehman Brothers, Andrew Gowers, und seine Version der Lehman-Pleite im September. Sehr lesenswert:

Hätte Lehman ein Grab, könnte auf dem Grabstein stehen: „Hier liegt Lehman Brothers, die Bank, die mit ihrem eigenen Untergang demonstrierte, warum das globale Finanzsystem vor sich selbst gerettet werden musste. Ruhe in Frieden.“