Ein Jahr danach

In der vergangenen Woche kamen die Träume zurück. Einige Monate hatte ich nun ohne sie verbracht, jetzt sind sie wieder da. Nichts ahnend schlafe ich ein und wenn es draußen wieder hell ist, wache ich auf. Mal gegen sechs, manchmal auch erst halb acht. Immer wieder der gleiche Traum. Nur die Lokalität wechselt. Mal zuhause, mal in einer völlig fremden Umgebung.

Gestern Nacht starb er im Krankenhaus. In dem Krankenhaus, in dem ich ihn besuchte, kurz nach der Operation. Bei der wir alle noch voller Hoffnung waren. Erst Reha, dann Chemotherapie und dann sollte alles wieder gut werden. Mit dem Rauchen hatte er nach der Diagnose aufgehört. Die mahnende Schachtel trug er bis zum Schluss immer mit sich herum.

Im Traum durften wir nicht bei ihm sein, die Krankenschwester, eine brünette Zicke, hatte es aus irgendwelchen Gründen verboten. In die Diskussion verwickelt, verging die Zeit, zu schnell, so dass kein Abschied mehr möglich war.

Zum Glück war das damals anders. Wir waren alle bei ihm. Tag und Nacht. Und Zuhause. Das hatte er sich so gewünscht und ich bin mir sicher, er hatte es gespürt. Irgendwie.

Als ich aufwachte, war ich schweißgebadet. Ich vermisse ihn.

Und dann war mein erster Film, den ich nach Wochen der Abstinenz gesehen habe, ein Polizeiruf von Dominik Graf. Einer, der mich auf Distanz hielt, mit seltsamen Szenen verwirrte. Und irgendwie auch enttäuschte: keine richtige Spannung, langweiliges Verhör, och nö. Muss ich nicht öfter haben.

Die WAMS über den morgigen Start von Business News.

Neulich im Buchladen

Handy brummt. Sie geht ran. Er ist dran, weil er schon eine Weile am Ausgang auf sie wartet.
Er: Wo bist du denn?
Sie: Na, in der Bücherabteilung.

Morgen ist GHvC in Bonn.

Max Fellmann in der Süddeutschen über die neue Lust an Tieren im Pop.

(Und ich fragte mich gestern im Mediamarkt noch, wann denn endlich die neue Kante-CD erscheint. Wär ich mal einen Tag später hingefahren.)

TV-Filmvorschau (30) als Podcast

Hach, man sollte nie einen Podcast aufnehmen, wenn man noch immer ergriffen an die Tränen von Sarah Kuttner denkt. Na, egal, hört sie euch selbst an, die TV-Filmvorschau vom 5. bis zum 11. August.

[audio:http://franziskript.podspot.de/files/franziskript7.mp3]

Als Download (7,7 MB)

Franziska empfiehlt:
Montag, 7. August, 0 Uhr: „Grabgeflüster“ (Das Erste)
Sicherlich nicht berauschend, aber eine britische Komödie. Mann will mit seiner Jugendliebe durchbrennen und führt deren Ehemann an der Nase herum.

Dienstag, 8. August, 20.15 Uhr: „Deine besten Jahre“ (3sat)
Martina Gedeck als Konzernerbin, die plötzlich den Anruf der Geliebten ihrer Mannes erhält.

Dienstag, 8. August, 23.10 Uhr: „Der Ketchup-Effekt“ (3sat)
Schwedische Coming-of-Age-Filme sind ja nicht unbedingt die schlechtesten, nicht wahr?!

Donnerstag, 10. August, 1.20 Uhr: „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (Das Erste)
Literaturverfilmung von Milan Kundera, aber das wisst ihr ja.

Donnerstag, 10. August, 22.45 Uhr: „Der Wald vor lauter Bäumen“ (Das Erste)
Die Geschichte einer Lehrerin, die aus der Provinz in die Stadt zieht und scheitert. Deutscher Film. Von 2003.

Freitag, 11. August, 23.15 Uhr: „Männerpension“ (Das Erste)
Ewig nicht gesehen, diesen Detlev-Buck-Film. Kann man den empfehlen? Och, scheiß drauf.

Popkulturjunkie empfiehlt:
Samstag, 5. August, 22.30 Uhr: „Rambo I“ (RTL)
Trotz schlechtem Image: Der erste „Rambo“-Film ist ein sozialkritischer Top-Film.

Sonntag, 6. August, 11 Uhr: „Die Ritter der Tafelrunde“ (mdr Fernsehen)
Perfekter Sonntagsvormittagsfilm von 1953 mit Robert Taylor und Ava Gardner.

Sonntag, 6. August, 20.15 Uhr: „Polizeiruf 110: Er sollte tot“ (Das Erste)
Mein „Tatort der Woche“ ist diesmal ein „Polizeiruf“. Der großartige Edgar Selge in einem Dominik-Graf-Film.

Sonntag, 6. August, 20.15 Uhr: „FBI Serial Crime – Im Kopf des Killers“ (RTL II)
Pilotfilm der extrem guten Serienkiller-Serie „Touching Evil“, die leider nach nur einer Staffel abgesetzt wurde.

Sonntag, 6. August, 22 Uhr: „Donnie Darko“ (Vox)
Ein höchst bizarrer Zeitreise-Drama-Thriller-Mystery-Film. Mit großer Musik (Echo & The Bunnymen – „killing moon“, The Church – „under the milky way“, Gary Jules – „mad world“).

Montag, 7. August, 0 Uhr: „African Queen“ (mdr Fernsehen)
Auch 55 Jahre nach Veröffentlichung noch ein sehr sehenswerter Film.

Mittwoch, 9. August, 20.15 Uhr: „Forrester – Gefunden!“ (ProSieben)
Sean Connery als alternder Schriftsteller. Toller kleiner Film von Gus van Sant.

Donnerstag, 10. August, 22.15 Uhr: „Anatomie“ (ProSieben)
Toller deutscher Thriller mit guten Darstellern. Spielt in meiner alten Heimat Heidelberg.

Letzte Folge „Kuttner“, übrigens.

(Achtung, dieser Blogeintrag verliert in 30 Minuten seine Berechtigung.)

War was?

Wenn sich Ereignisse jähren.

Befindlichkeitsscheisse (4)

Dass ich mich heute morgen doch für den Rock entschieden habe, war eine Scheiß-Idee.

(Hat irgendwer eine Wolldecke, die er mir bis sieben zur Verfügung stellen kann?)