Meine Woche mit dem Netz (6)

Am Montag war Sendung und wir haben endlich mal das Thema behandelt, was Daniel und mich seit einigen Wochen so fasziniert. Wir haben ja erst seit kurzem ein Iphone und es ist toll, sein Leben nun ein bisschen einfacher zu organisieren, auf dem Laufenden zu bleiben, Dinge auszuprobieren. Das ist toll. Mich faszinieren besonders die Augmented-Reality-Applikationen, deswegen haben wir zu diesem Thema dann auch einen eigenen Beitrag gemacht.

Dienstag hab ich mir die neue Echtzeitsuche bei Google kurz näher angeschaut, charmant, aber wie gesagt kurz. Und den Lobo-Text aus dem Spiegel gelesen. An mehr kann ich mich nicht erinnern, ich sollte dringend an meiner Dienstagerinnerung arbeiten. Deshalb schon rüber zum Mittwoch. Da sind nämlich nicht nur die IVW-Zahlen erschienen (Meedia, PM), sondern auch die BILD-App und die Welt-App fürs Iphone. Was mich fasziniert: Es macht Spaß, mich am Abend durch die BILD und „Welt kompakt“ zu klicken (noch mehr Spaß würde es allerdings machen, wenn man nach dem Bedienen der Zoom-Funktion auch einfach weiterblättern könnte und nicht immer wieder von vorne beginnen müsste). Natürlich haben beide Apps noch weitere Kinderkrankheiten, doch ich bin sehr gespannt, ob es Springer gelingt, mit diesen Angeboten wirklich zahlungswillige Kunden zu finden. (Bei der Düsseldorf-Ausgabe der Bild würde ich es mir vielleicht auch überlegen.)

Am Donnerstag gab es gleich die nächsten Zahlen, die Agof-Zahlen (Meedia), über die wir uns bei RP ONLINE sehr gefreut haben. Den Abend verbrachte ich damit, mir Formspring.me anzugucken, diesen neuen Fragendienst. Die Fragen, die da bisher eintrudelten, waren sehr glühweinlastig. Nach kurzer Zeit gab’s zumindest schon mal eine Follow-Funktion, die nächste Innovation – beispielsweise ein RSS-Feed – wird sicher sehr bald folgen. Bin gespannt, was da noch so kommt.

Zum Wochenende dann Facebooks Änderungen der Privatsphäre, besonders gut, um zu verstehen, was da gerade abgeht, ist dieser Text. Er fragt, ob Facebook gerade alles dafür tut, das neue alte Microsoft zu werden.

Und Branchenklatsch (1, 2). Ich hoffe im Übrigen sehr, dass der neue DerWesten-Chef wirklich eine dieser Sendungen umsetzt. Mein Lieblingsvorschlag: Reitz.magen.

Am Sonntag habe ich wirklich jedes Wort von diesem Text hier in Wired gelesen: Ein Autor verschwindet, einen ganzen Monat will er das durchhalten. Letztendlich scheitert er an seiner Einsamkeit und an seinem Drang, dann doch über Facebook und Twitter sichtbar zu sein. Sehr spannend und auch ein bisschen gruselig, wie viel wir doch über uns preis geben und wie leicht es ist, jemanden aufzuspüren.

Wenn der Jochen mit der Ina…

Am Donnerstag war Jochen Distelmeyer bei „Inas Nacht“. Hatte ich bei Twitter gelesen und da ich zu der Zeit bereits geschlafen habe, hab ich Youtube angeschmissen und das Video gefunden. Erst noch gedacht, hui, hoffentlich wird das jetzt nicht peinlich, aber auf Ina und Jochen ist Verlass. Es ist wunderschön.

Formspring.me, wtf?

Ich bin ein Spielkind, ich muss dieses komische Internetzeugs immer ausprobieren. Bei Twitter wird gerade formspring.me rumgereicht. Wer ein Profil bei formspring.me hat, kann Fragen gestellt bekommen – öffentlich oder anonym. Wobei vermutlich das anonyme Gefrage den Reiz ausmacht – denn Freunde fragen direkt, per Mail oder Telefon, Bekannte vermutlich auch und die meisten Internetler haben ja mittlerweile zigtausend Möglichkeiten der Kommunikation.

Was macht also den Reiz aus? Ich weiß es nicht. Vielleicht gehört erstmal ein großes Ego dazu, sich da überhaupt anzumelden. Man muss ja schließlich erst einmal davon ausgehen, dass die Welt da draußen wirklich Fragen stellen will (Ich habe natürlich nur aus reiner Neugier da ein Profil, is hoffentlich klar). Dann kann man nur warten, das Fragen eintrudeln oder eben bei Twitter, Facebook, im Blog oder sonstwo Werbung machen. Wie gesagt, das funktioniert so mittelmäßig.

Was ich komisch finde: Um anderen Leuten fragen zu stellen, muss ich selber suchen oder eben auf Twitter hoffen. Man hat nicht, wie in anderen solchen Applikationen die Möglichkeit, per Twitter oder Facebook abzugleichen, welcher Freund denn da schon einen Account hat. Um Fragen beantwortet zu bekommen, muss man leider schon wissen, wer wohl eine Antwort haben könnte. Außerdem verwirrt mich gerade noch, dass es keine Möglichkeit gibt, sich mit anderen Leuten zu connecten. Was verhindert, dass man einfach mal so in die Runde fragt. Dafür muss man dann wieder zu Twitter gehen. Was dann auch die Frage beantwortet, ob Formspring.me jetzt das neue Twitter ist. Nicht, dass ich sie gestellt habe. Aber irgendein klickgeiler Blogger reflektierender Schreiberling wird diese Frage sicherlich stellen.

Anhang (Da ich mir die ganzen Links nicht bookmarken will, allerdings aus reiner Neugier ab und an mal schauen will, was für Fragen bei meinen Internetfreunden in den nächsten Fragen so eintrudeln, hier eine Auswahl an Menschen, denen man derzeit bei Formspring.me Fragen stellen kann):
Katti
Anke
Videopunk
Sebas
PickiHH
Bosch
Kosmar

Update 12.12.: Seit neuestem kann man Leuten jetzt folgen und so auf dem Laufenden bleiben, was für Fragen da so eingehen. Deshalb führe ich die Liste da oben auch nicht weiter.

Meine Woche mit dem Netz (5)

Spannende Experimente haben wir am Montag in unserer „Sendung mit dem Internet“ gestartet. Erstens: unsere Facebook-Seite. Gerade einmal eine Woche alt, haben wir bereits 59 Fans finden können. Klar, können es noch mehr werden, faszinierend finde ich aber die Kommentare und Pinnwand-Einträge, die unsere „Freunde“ innerhalb dieser einen Woche hinterlassen haben. Da bedankt sich eine Nutzerin dafür, dass sie dank uns jetzt einen neuen Klingelton hat – der Beitrag über die Windows-Sounds hatte sie inspiriert. Ein anderer drückt einfach nur seine Freude darüber aus, dass er über unsere Seite gestolpert ist. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das in den kommenden Wochen noch entwickeln wird. Zweitens: Wir haben in der vergangenen Woche die Krise der Wikipedia thematisiert und dabei auch mit Felix von Leithner (blog.fefe.de) gesprochen, den ich als Interview-Partner übrigens sehr empfehlen kann. Irgendwie kamen unsere User im Begleit-Chat zur Sendung dann auf die Idee, einen Wikipedia-Eintrag zu unserer Sendung anzulegen. Und offenbar sind wir so relevant, dass der Eintrag bisher nicht gelöscht wurde. Spannend.

Da ich mich an Dienstag nicht mehr erinnern kann, gleich noch ein paar Worte zum Mittwoch, besser gesagt zum Mittwochabend, als Thomas Knüwer, Daniel Fiene und ich uns an „Blogger 2009“ versuchten. Wie es war, hab ich ja hier schon aufgeschrieben. Gefreut habe ich mich über das positive wie negative Echo. Im nächsten Jahr sind wir besser vorbereitet und sicherlich noch selbstreferenzieller. Das können wir ja am besten.

Am Donnerstag haben wir bei RP ONLINE mal wieder ein bisschen mit der Flip experimentiert. Die Sportkollegen waren mit der Neuverpflichtung beim KFC Uerdingen zum Interview verabredet: Ailton. Ich finde die Videos sind gar nicht so schlecht geworden (1, 2, 3, 4, 5, 6). Beim nächsten Mal vielleicht ein paar weniger..

Am Freitag hab ich mich geärgert, dass Bela Rethy die WM-Auslosung kommentiert hat. Ich hatte während der Auslosung oft nur zugehört und nicht geguckt und aus Versehen einfach drauf losgetwittert. Böser Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Am Abend hab ich mich gefreut, schneller als die Jungs und Mädels von Fringepedia zu sein (Folge geguckt, bevor die ihre Inhaltsangabe gepostet haben, what’s up guys?)

Und dann war Wochenende. Und Sonntagsdienst nach „Wetten, dass..?„. Und dem Tod von Otto Graf Lambsdorff und dem Babbel-Rücktritt. Beides zuerst mal wieder bei Twitter gelesen. Aber daran habe ich mich ja fast schon gewöhnt.

Fringe und die Observer

Meine Lieblingsfiguren bei „Fringe“ sind die Observer. Aus diesem Grund war auch die Folge „August“ meine bisherige Lieblingsfolge der zweiten Staffel. So viele Observer, die ihr Essen extra scharf mögen, immer plötzlich einfach nur rumstehen und gucken und dann tragen sie auch noch alle die Namen von Monaten. Doch nicht nur ich bin fasziniert:

So war Blogger 2009

Blogger 2009

Wer wird Blogger 2009? Wer wird für sein Lebenswerk geehrt? Diese großen Fragen haben Thomas Knüwer, Daniel Fiene und ich am Mittwochabend geklärt. Wer gewonnen hat, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Bester Blogger Deutsch: René Walter, Nerdcore

Bester Blogger International: Michael Arrington, Techcrunch, USA

Bestes Themenblog: FSCKlog.de

Newcomer des Jahres: Kai Diekmann
PLUS DANKESREDE

Bester Twitterer: @happyschnitzel

Bester Blogtext: Stefan Niggemeier – Über Enke und Werther

Beste crossmediale Radiosendung: Chaosradio (auch bei Fritz)

Bester Blogger ohne Blog: Christoph Schlingensief

Beste Selbstnominierung: 50Hz

Bester Blogger, der besser twittern sollte: Stefan Niggemeier

Bester Twitterer, der besser bloggen sollte: Tourettebot

Bester Internetpolitiker: Jochen Borchert

Bester Podcast: Bits und So

Aussteiger des Jahres: Vodafone

Bestes kulinarsiches Blog: Rebellen ohne Markt

Lebenswerk: Felix Schwenzel, wirres.net

Wie es war? Sehr selbstreferenziell und laut Aussage meines Chefs auch sehr selbstverliebt. Das bedeutet wohl, dass wir unseren Auftrag erfüllt haben. Beim nächsten Mal müssen wir noch selbstreferenzieller werden, uns (neben der Werbung) wohl irgendwelche Show-Acts einfallen und Ustream links liegen lassen (weil so ausfallanfällig).

Nachbericht bei Daniel Fiene

Unsere Ankunft (mit freundlicher Unterstützung von pottblog.de)