Sonntag.

Und dann war es wieder Sonntag, so, wie in den vergangenen drei Monaten auch. Doch vieles war anders. Keine schwere Tasche auf dem Weg zum Bahnhof, kein Gleis 18, kein Zug, in den ich einsteigen musste. Nein. Ich war nur Fahrgastbegleitung (Buchungen nehme ich unter meiner Mailadresse entgegen, ich geleite gerne Menschen sicher zum Zug), lieferte den Mann meines Herzens an die Bahn und verschwand so schnell, wie ich gekommen war (ja, auch um kurz nach sieben ist man nicht sicher vor den Pilgern). Kein Magdeburg mehr, nur Düsseldorf. Zurück.

FILM: L.A. Crash

Zwei junge Kerle unterhalten sich in einem Restaurant über Rassendiskriminierung und überfallen wenig später den Bezirksstaatsanwalt und seine Frau Jean (Sandra Bullock), um ihr Auto zu klauen. Wenig später regt sich Jean darüber auf, dass ausgerechnet ein Schwarzer die Schlösser im Haus auswechselt. Als dieser nach Hause kommt, überredet er auf unheimlich rührende Art und Weise seine ängstliche Tochter, unter dem Bett hervorzukriechen. Am darauffolgenden Tag repariert er das Schloss eines persischen Einzelhändlers, der allerdings seinen Rat, die Tür zu reparieren, nicht versteht. Und da wären auch noch die beiden Polizisten Ryan und Tom, die bei nächtlicher Streiffahrt ein schwarzes Pärchen kontrollieren. Ryan – gefrustet, weil seinem Vater seiner Meinung nach ärztliche Hilfe verwehrt bleibt – demütigt die beiden, indem er die Frau betatscht. Nicht zu vergessen der schwarze Detective Graham, der seinen Bruder tot auffindet und sich von seiner Mutter Vorwürfe gefallen lassen muss, nicht mehr genug Zeit für die Familie zu haben.

Was all diese Handlungsstränge gemein haben? Sie sind Teil eines wunderbaren Films, der mich zum einen sehr an P.T. Andersons Magnolia erinnerte und mich zum anderen sehr berührte. Alle handelnden Personen werden mit ihren Vorurteilen konfrontiert, einerseits bestätigt, andererseits widerlegt, was für Verwirrung sorgt. Immer wieder dreht sich alles nur um Schwarz oder weiß, Über- und Unterordnung, Demütigung und Bestätigung. Ein wunderbares Abbild der Gesellschaft.

Eben gedacht

Matjes, yes, yes, yes!

Fische selbst gemacht

In Situationen, in denen man es eigentlich nicht gebrauchen kann, gehen immer irgendwelche Dinge kaputt. Wasserrohrbruch, wenn man gerade Baden will, kaputte Waschmaschine, wenn sich die dreckigen Klamotten gerade in der Wohnung türmen und kaputte Spülmaschine, wenn man am nächsten Tag Gäste erwartet. Und so kam es, dass sich meine Mutter vor einigen Wochen auf den Mann besann, der ihr vor gar nicht langer Zeit die Waschmaschine reparierte. Sie wählte seine Nummer, säuselte an diesem Freitagabend herum, sprach von Geburtstagsfeier, Dringlichkeit, bedauerte die späte Stunde, fragte auch, nachdem sie ihn bereits zum Kommen überzeugt hatte, noch einmal nach, ob seine Frau auch wirklich nichts dagegen hätte. Ja, sie hatte ihn bereits auf ihrer Seite und keine halbe Stunde später stand der Waschmaschinenexperte in der elterlichen Küche und machte sich daran, die zehn Jahre alte Spülmaschine auseinander zu nehmen. Schlecht sah es zwischenzeitlich aus, weil der Mann einfach nichts finden konnte. Und so schlug er vor, die wichtigsten Schläuche einfach mal zu reinigen. „Lassen Sie da einfach mal ein bisschen heißes Wasser durchlaufen“, wies er uns an. And so we did. Wasser lief und nur eine Sekunde später lag er da. Sah aus wie ein Matjes, nur matschiger.

Da hat aber jemand Sorgen.

Nudel-Uwe


Auch wenn ich kein Beweisfoto habe, glaubt mir, Nudel-Uwe war eine Frau!
(Wenn ihr bei Flickr vorbeisurft, dann könntet ihr auch noch Käse-Rudi und Wurst-Achim sehen.)

Unterhaltung für den Samstag

Klick, klick

PM Kreativ Trainer? Pah! Gibt’s auch online.

(via)

Unser täglich Bahn-Aufreger

Viel schlimmer als überfüllte Züge, in denen Omas auch noch auf Fensterplätze (unreserviert, meine Damen und Herren) bestehen und sich die Christen in den Gängen stapeln sind überfüllte Züge mit Omas und Christen, in denen die Klimaanlage ausgefallen ist. (Kein Witz, im gesamten Zug!)

Tage, an denen man erst am Abend über das Geschehen informiert wird. Klassisch in der Tagesschau. Vorher Familie, Familie, Familie und keine Ruhe. Die Alternative wäre Düsseldorf und der Weltjugendtag. Auch keine Ruhe.