Panikherz, Stuckimann, Udo und ich

panikherz

Heute wurde ich gefragt, ob ich „Panikherz“, das neue Buch von Benjamin von Stuckrad-Barre empfehlen würde. Und zwar weil die Person gerade auf der Suche nach etwas Inspirierendem sei. Ich muss ganz ausdrücklich sagen, für diese Kategorie eignet sich dieses Buch wirklich nicht. Zu viel Vollrausch, zu düster, zu depri. Denn ja: Mich hat „Panikherz“ berührt und wirklich mitgenommen.

Ich gehöre zu einer Generation, die eigentlich mit allen Protagonisten des Buches sehr viel anfangen kann. Benjamin von Stuckrad-Barre ist so ungefähr meine Generation, er ist Teil dieser Medienblase, und er hat, wie ich irgendwann lernte, sehr viel Musik gehört, die ich auch gehört habe. Ich habe so ungefähr fast alle seiner Bücher gelesen und irgendwie gehört er zu den wenigen deutschen Schreibern, die ich über all die Jahre hinweg gelesen habe, ja, nach denen ich sogar gegoogelt habe, weil ich mal wieder was Neues von dieser Person lesen wollte. Fangirl wäre der falsche Begriff, obwohl man schon sagen kann, dass ich seine Art zu reportieren, seine klare Sprache, seine Distanzlosigkeit, seine abschätzende Haltung gegenüber so ziemlich allem immer geschätzt und gemocht habe. Umso mehr war ich eigentlich überrascht, als ich irgendwann hörte, dass ausgerechnet dieser Mann einen Udo-Crush hat. (Sekundärliteratur: „Die Wiederauferstehung des Udo Lindenberg„).

Und ich gehöre auch zu dem Personenkreis, der schon früh mit dem Liedgut von Udo Lindenberg in Berührung gekommen bin. In meiner Erinnerung ist eine der prägendsten Lindenberg-Lieder „Wozu sind Kriege da?“. Gehört auf Kassette in Berlin-Marzahn auf dem Kassettenrecorder meiner Eltern. Mich hat damals extrem berührt, dass ein Kind singt, dass ein Kind diesen Text singt. Ich weiß nicht mehr, ob ich damals schon wusste, was Atomraketen sind.

Sie laden die Gewehre und bringen sich gegenseitig um
sie stehn sich gegenüber und könnten Freunde sein
doch bevor sie sich kennenlernen, schießen sie sich tot

Dass mein erstes Konzert ein Udo-Lindenberg-Konzert war, ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass meine Mutter schon immer Fan war. Ich weiß noch, dass wir einige der wenigen Kinder waren, die da auf diesem Lindenberg-Konzert in der Bremerhavener Stadthalle mit durften, nachdem wir einige Monate vorher gemeinsam die innerdeutsche Grenze überschritten hatten. Gemeinsam. Es war also auch ein symbolischer Akt. Und auch der Besuch meines zweiten Lindenberg-Konzerts 2008 oder so war besonders, weil wir da zu dritt hingegangen sind, die übrigen drei, meine Mutter, mein Bruder und ich. Und wie mir bei „Horizont“ die Tränen liefen, ja, klingt total nach Klischee, aber Udo ist Klischee und Udo ist aber auch ein Teil meiner Familie und die war 2008 eben nicht mehr vollständig und da heule ich eben.

Und dann sind wir auch schon mitten im Buch „Panikherz“, mitten im rastlosen Leben von Stuckrad-Barre, der in seinem Dauerkokainrausch immer wieder bei Udo Lindenberg einen Ruhepol findet. Ausgerechnet irgendwie, obwohl es alles so logisch klingt.

Es ist erstaunlich, wie konsequent Stuckrad-Barre bei seinem Stil bleibt. Mit der gleichen Skrupellosigkeit wie er über eine Begegnung mit Angela Merkel, Guido Westerwelle oder anderen Größen des gesellschaftlichen Lebens schreibt, schreibt er auch über sich. Über sein Leben, seinen Rausch, seine Essstörung, seine vielen Schwächen. Es ist genau dieser Ton, der mich so mitgenommen hat, diese Distanzlosigkeit gegenüber sich selbst.

„Panikherz“ ist aber auch eine Reise durch das musikalische Werk von Udo Lindenberg, fast alle wichtigen Songs werden erwähnt, zitiert und am Ende auf zwei dicht beschriebenen Seiten erwähnt. Ich habe eine unvollständige Spotify-Playlist erstellt.

Was soll ich sagen: Lest den Stuckimann. Und nach diesem Buch bin ich mir sicher, dass jeder Deutsche eine kleine Udo-Lindenberg-Geschichte erlebt hat.

Zehn Jahre Twitter und ich

Ich bin seit knapp neun Jahren bei Twitter, das ist recht viel, wenn man bedenkt, dass Twitter in diesen Tagen gerade mal zehn Jahre alt wird. Und was war ich begeistert! Ich folgte Menschen, die ich aus dem Internet kannte und sie folgten mir. Wir erzählten uns von unserem Leben, empfahlen uns Texte, schauten gemeinsam Trash-TV und Tatort und überboten uns mit schlechten Witzen. Ich baute mir einen eigenen Nachrichtenstream und musste nicht mehr in die Agenturen gucken, wusste aber trotzdem über die großen Ereignisse Bescheid. So brachten wir damals Michael Jackson redaktionell unter die Erde, weil ich es bei Twitter gesehen hatte. 

Nachrichten wurden plötzlich ganz anders erzählt! Erinnert ihr euch noch an die Notlandung des Flugzeuges im Hudson River? Also natürlich an das Foto? Oder das legendäre Foto der Obamas nach dem Wahlsieg? Kampagnen gingen plötzlich so wie #aufschrei? 

All das ist Twitter und noch immer schätze ich den Dienst. Wegen seiner Begrenztheit auf 140 Zeichen. Wegen der immer noch anhaltenden Nützlichkeit in Bezug auf die Nachrichtenverfolgung, ok, das klingt jetzt sehr sperrig. 

Aber Twitter ist nicht mehr alleine da. Facebook kann vieles ein bisschen besser und ist verbreiteter, Whatsapp und der  Messenger ersetzen die direct messages. Fotos gehen auf Instagram besser und seitdem ich Snapchat nutze, schaue ich noch weniger in Twitter rein, sondern immer öfter in Nuzzel, weil es mir die wichtigen Geschichten aus meinem Netzwerk so übersichtlich anbietet, ohne dass ich viel scrollen muss. 

Danke Twitter für die Zeit, mal sehen, ob und wie es mit uns weitergeht. 

Mario Sixtus und die Operation Naked

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Mario Sixtus hat einen Film gedreht und zwar keinen gewöhnlichen, sondern ein so genanntes Mockumentary, einen fiktionalen Dokumentarfilm. Es geht um eine Datenbrille, die zunächst nur die Berliner Start-up-Szene, schnell aber auch Politik, Talkshows, Datenschützer, Open-Data-Verfechter und den Rest der Gesellschaft beschäftigt. Das besondere: Mario erzählt die Geschichte komplett mit Zusammenschnitten aus ZDF-Sendungen. Böhmermann, Peter Hahne, Morgenmagazin, Lanz – alle dabei. Das ist teilweise erschreckend, weil man von vielen gar nicht wusste, dass es sie immer noch gibt, teilweise aber auch sehr witzig, weil Mario sich wirklich Gedanken gemacht hat, dass das alles einigermaßen sinnvoll erscheint. Klar hätten die Szenen an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig Feinschliff vertragen können, mancher Schauspieler wirkt sehr steif und kann auch sein, dass man manche Rolle vielleicht anders besetzen hätte müssen – egal. Obwohl es ein zusammengesetztes Stückwerk ist und damit ja irgendwie auch Kunst, hat mir dieses Stück Fernsehen Spaß gemacht.

Mario schafft es, auf unterhaltsame Weise die Mechanismen im politischen, medialen und sicher auch im Internet-Berlin darzustellen und sich auch wenig darüber lustig zu machen. Herrlich das immer gleich Intro zu diesem Politiker, der die immer gerade einigermaßen passenden Phrasen drescht, die Suche nach dem nächsten Skandal in den diversen Talkshows – wird diese Niels-Ruf-Show eigentlich auch noch Realität?

Spaß hatte ich aber auch, weil ich den einen oder anderen Protagonisten aus diesem Internet erkannte (Huhu, Michaela!). Und weil ich es wahnsinnig toll finde, wie treu sich Mario Sixtus am Ende bleibt. Mario ist Journalist, Blogger, Video-Fritze und man kann sich mit ihm sehr wunderbar über alles, was die digitalen Umwälzungen der vergangenen Jahrzehnte zu tun hat, – Geschäftsmodelle, Netzpolitik, Netzkultur, Trends – unterhalten. In seinen Texten (Früher, als er noch schrieb), als Elektrischer Reporter und jetzt eben zum ersten Mal als Regisseur und Drehbuchautor (Produzent auch noch?) macht er genau diese großen Veränderungen zum Thema, mit Wissen und auch einem gewissen Witz.

Bitte schaut diesen Film. Ab morgen in der ZDF-Mediathek oder klassisch: Montag, 22.2., 23.55. Uhr „Operation Naked“

Dazu gibt es noch eine Dokumentation „Ich weiß, wer du bist“, Arte, 16.2, 22.10 Uhr.

Goldene Blogger 2015 – Gewinner

Was für ein Abend! Was für tolle Preisträger in einer wunderbar passenden Location im Herzen von Berlin.
Und nein, keine Angst, ich bin nicht betrunken, nur noch ein bisschen beseelt von diesem wirklich sehr tollen Abend mit vielen bekannten und unbekannten Gesichtern (Hey, ich habe Peter Tauber dann irgendwann doch noch erkannt, leider zu spät, er war nämlich sehr schnell wieder weg), Currywurst im Nachgang und spannenden Gesprächen rund um Medien, die Blogosphäre, Snapchat und die kommende #rpTEN.

Hier die Gewinner und ein paar Reaktionen.

Die Preisträger im Überblick
  

Beste Blogger des Jahres

GEWINNER: Sascha Pallenberg

NOMINIERT:

Beste Newcomer
GEWINNER: Jojo Buddenbohm

NOMINIERT

Beste Blogger ohne Blog
GEWINNER: Barbara

NOMINIERT:

Bremsklotz des Jahres
GEWINNER: Günther Oettinger

NOMINIERT:

Bestes Politik-Blog
GEWINNER: Der Postillon

NOMINIERT:

Wird per Saalpublikums-Voting entschieden.

Bestes Berlin-Blog
GEWINNER: neuköllner.net

NOMINIERT:

Bestes Food- & Weinblog
GEWINNER: langenfeldisst

NOMINIERT:

Bestes Medienblog
GEWINNER: Perlen des Lokaljournalismus

NOMINIERT:

Bestes Tagebuch-Blog
GEWINNER: kaiserinnenreich.de

NOMINIERT:

Bester Podcast / Stream
GEWINNER: Paul Ronzheimers Flüchtlings-Reportagen auf Periscope

NOMINIERT:

Bester Snapchatter
GEWINNER: Richard Gutjahr

NOMINIERT:

Bestes Twitter-Acount
GEWINNER: Renate Bergmann

NOMINIERT:

Bestes Instagram-Account
GEWINNER: Tokography

NOMINIERT:

Bestes Fashion- & Lifestyle-Blog
GEWINNER: Museumlifestyle

NOMINIERT:

Bestes Fachblog
GEWINNER: onlinemarketingrockstars

NOMINIERT:

Beste Blogger ohne Blog aber mit Newsletter
GEWINNER: Lorenz Maroldt

NOMINIERT:

Bestes Buch eines Bloggers
GEWINNER: Patricia Camarata – Sehr gerne, Mama, du Arschbombe

NOMINIERT:

Bestes Video-Blog
GEWINNER: Prenzelschwäbin

NOMINIERT:

Notizen am 21. Januar: Bahnfahren, Ulrich Reitz, Juliane Leopold und Julius Tröger

Es ist 9.36 Uhr, in wenigen Minuten werde ich Hamburg erreichen und ich habe bereits zweieinhalb Stunden konzentriert gearbeitet, Zeitung gelesen und über den Sinn des Lebens (ok, nur kurz) nachgedacht. Ich frage mich wirklich, warum ich nicht häufiger Zug fahre. 

Als Lektüre empfehle ich:

Woran Google gerade arbeitet

Merkels Wette von Thomas Schmid.

Und dann sitze ich im Betahaus in Hamburg und drei große Mediennachrichten trudeln ein.

Erstens: Ulrich Reitz, eben noch auf dem DLD rumgelaufen, ist nicht länger Focus-Chefredakteur. Angetreten, um den Focus wieder mehr Profil einzuhauchen, wird er nun vom bisherigen SuperIllu-Chef abgelöst.

Zweitens: Nicht mal zwei Jahre war Juliane Leopold Chefin von Buzzfeed Deutschland. Heute hat sie bekannt gegeben, „den besten Job, den die deutsche Medienbranche derzeit anzubieten“ hat, zu verlassen. Ich bin wirklich gespannt, wohin es sie treibt. Ein anderer deutscher Medienjob wäre eine Überraschung.

Und schließlich die dritte Nachricht: Die Morgenpost launcht den Zugezogenen-Atlas. Wieder ein tolles Projekt von dem Team rund um Julius Tröger. Aber der ist ja eh kein Geheimtipp mehr.

Der Januar scheint spannend zu werden.

DLD und der Schlaf

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Schon vor drei Jahren war das Thema Schlaf größer bei der DLD. Denn da erzählte der Münchner Schlafforscher und Chronobiologe Til Roenneberg bereits von seinen Forschungen und von seinem großen Projekt, eine große Schlafdatenbank zu schaffen, um endlich mehr über den Schlaf zu erfahren. Weil ich seine Gedanken spannend fand, habe ich mir damals auch sein Buch besorgt: Internal Time heißt es und es ist sehr spannend.

Und auf der DLD16 war Roenneberg wieder da. Mit ihm die Panelisten und Hobbyschlafforscher Hans-Ulrich Obrist, Arianna Huffington und Miriam Meckel. Alle drei hatten sich aufgrund schlafbedingter Zusammenbrüche stärker mit dem Thema auseinandergesetzt und haben ihre Erfahrungen mit der DLD-Gemeinde geteilt.

Und er ließ nicht aus, zu mahnen. Erstens: vor zu wenig Schlaf. Zweitens: zu schauen, dass alle, die im Rahmen der Selfoptimization Daten sammeln, sich diese auch zu eigen zu machen. Drittens: vor Experimenten mit Schlafentzug, wie sie laut Meckel derzeit auch vom US-Militär gemacht werden.

Doch es gibt auch Hoffnung. So berichtete Huffington, dass es mittlerweile zu einem Umdenken bei diesem Thema gekommen ist. Prahlten insbesondere Manager vor einigen Jahren noch damit, wie wenig Schlaf sie doch bekämen, hat viele doch mittlerweile die Einsicht ereilt, dass Schlafen doch irgendwie ganz hilfreich ist. Man sei fitter, effizienter, könne klarer denken.

Schon irgendwie lustig, dieses Thema an einem Dienstagmorgen zu platzieren, nachdem die gesamte DLD-Gemeinde sich am Vorabend auf Partys, Dinner oder anderen Abendveranstaltungen rumgetrieben hatten – zu wenig Schlaf war also bei allen Zuhörern garantiert. Und Lektüre gab es in diesem Jahr auch wieder zum Thema: Arianna Huffington hat ein Buch geschrieben „The Sleep Revolution“. Es wird im April erscheinen. Bettlektüre sozusagen.

DLD16 – der zweite Tag

In den vergangenen Jahren hatte sich die DLD meiner Meinung nach immer weiter von dem Thema „Future of Journalism/Content“ wegbewegt. Nicht, dass es nicht immer Thema war. Doch häufig waren die Sessions an den Rand der Veranstaltung gewandert, auf die kleinere Bühne. Nicht in diesem Jahr. Am Montagvormittag stand dieses Thema auf der Hauptbühne komplett im Fokus. Time, Economist, Netflix, Youtube – alle vertreten. Mit durchaus spannenden Thesen.

Zanny Minton-Beddoes vom Economist darf ihre Strategie erklären (Bitte lest aber lieber das Handelsblatt-Interview mit ihr und Miriam Meckel zu dem Thema (Blendle-Link). Ihre etwas konservative Haltung in Bezug auf Native Ads hat zumindest den Buzzfeed-Guy gleich dazu animiert, sie zu mehr Offenheit gegenüber dieser Anzeigenform aufzurufen.

Robert Thompson

von Time vertritt die eher anstrengende konservative Zunft. Bediente Argumente zu Google, die vor fünf Jahren mal ganz hip gewesen sind.

Marne Levine von Instagram hält ein flammendes Plädoyer für die Kraft von Fotos, die Botschaft kam schnell an und immerhin: Mittlerweile gibt es in Deutschland neun Millionen User, das ist doch mittlerweile wirklich mal eine Hausnummer.

– Zu recht merkt Jarvis ebenfalls an, dass sich die Magazine in den vergangenen 20 Jahren viel zu wenig um ihre Communitys gekümmert haben. Da können sich auch die Deutschen nicht freisprechen.

Claus Kleber interviewt Reed Hastings von Netflix und outet sich als einer der Nutzer der ersten Stunde. Er war damals ja gerade US-Korrespondent beim ZDF. Dass Hastings natürlich das Ende des linearen Fernsehens beschwört, ist wenig überraschend.

– Und immer noch faszinierend, dass mittlerweile 20 Millionen Kanäle ihre Inhalte auch über Youtube monetarisieren. Und Whatsapp gibt eine Finanzierungsform auf und setzt nun offenbar auf ein anderes Geschäftsmodell.

Mein Highlight des Tages: Scott Galloway in seinem 20-minütigen Speedtalk über die Zukunft von Apple, Google, Amazon und Facebook. Nicht nur, weil ich noch niemanden erlebt habe, der am Stück so schnell seine Story raushaut (ich glaube, er sagte, dass er 100 Folien runterspulen wollte), sondern gleichzeitig so entertaining ist.

Zusammenfassend kann man sagen, dass er für Amazon, Facebook („There winning the war on talents“) sowie Google durchaus optimistisch ist, bei Apple der Fall aber ein wenig anders liege, allein weil Apple an sich kein Techunternehmen sei. Zudem fehle Apple eine „Mission for Storytelling“, Apple habe keine…

Ohne steile Thesen, Provokationen und Spaß kann man eben auch auf der DLD die Herzen der Zuschauer gewinnen.
Hier könnt ihr euch das ganze selbst anschauen.

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Am Ende habe ich mich nur gefragt, was gewesen wäre, wenn Galloway auch nur eine Minute hätte länger sprechen müssen. Der war so aus der Puste… Und wie läuft das eigentlich in seinen Univorlesungen?!

DLD16 – der erste Tag

Die erste DLD-Konferenz, bei der Dominik Wichmann an der Seite von Steffi Czerny agiert und sogar das eine oder andere Interview auf der Bühne führt. Unter anderem mit Regierungssprecher Steffen Seibert, aber dazu unten mehr.

Meine erste DLD-Konferenz seit zwei Jahren, im vergangenen Jahr musste ich kindbedingt aussetzen, aber so war es schön, heute Nachmittag in die Prannerstraße einzubiegen, alles so schön vertraut, ich bin jetzt offenbar in einem Alter, in dem ich auch Traditionen sehr zu schätzen weiß. Gleiche Location, gleiche Möglichkeit, die Panels der großen Bühne bequem im unten gelegenen Raum mitzuverfolgen.

Jürgen Schmidthuber zu künstlicher Intelligenz: Noch sind Kinder und Tiere intelligenter als Roboter, allerdings ist es nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis es anders sein wird. „Animal Level“ werde man dann erreicht haben und damit wird dann nicht Schluss sein. Das klang alles ganz nett, wenn auch sehr oberflächlich, ich hätte mir sehr gewünscht, wenn Schmidthuber da etwas konkreter geworden wäre.

Jeremy Rifkin hat ein Buch geschrieben und spricht hier über die sich derzeit verändernden Zeiten. Wir befinden uns in der „the third industrial revolution“. Was er damit meint? Das, was wir unter „the internet of things“ verstehen. Er sieht die Sharing-Economy als erstes neues Wirtschaftssystem nach dem Kapitalismus und Sozialismus. Nun.
Ansonsten viele Allgemeinplätze:

Oder seine Ansichten über das Auto der Zukunft: Es wird elektrisch betrieben sein, fahrerlos und aus dem 3D-Drucker kommen. Tja.

So richtig schmackhaft hat Rifkin mir sein Buch jetzt nicht gemacht, aber ich bin da vielleicht auch nicht das Maß aller Dinge.

Nicht so richtig der Kracher war auch der Talk zwischen Dominik Wichmann und Steffen Seibert, Regierungssprecher und Social-Media-Sprachrohr der Kanzlerin. Er plauderte ein wenig darüber, warum man sich 2010 überlegte, doch auch über Twitter, Facebook und Co. als Regierung zu kommunizieren (Man wollte sowas nicht nur dem Papst überlassen..) und wie klassische Journalisten darauf reagiert haben (Aufschrei!). Nichts, was man nicht schon wusste. Ein wenig spannender wurde es, als Seibert Merkels Selfie-Strategie aus den vergangenen Monaten erläuterte (Freundlichkeit rules!) und darauf hinwies, dass die Twitter- bzw. Social-Media-Öffentlichkeit eben nicht das Non-plus-Ultra sei, sondern nur ein Teil der Öffentlichkeit. Klingt jetzt auch recht platt, aber wenn ich so manche internetöffentliche Diskussion verfolge, scheint ein solcher Hinweis doch hin und wieder angebracht zu sein.

Und sonst so:

Leider habe ich Airbus-Chef Enders zu seinem Helikopter-Uber-Projekt verpasst:

Raul Krauthausen stellt seinen Rollstuhl als Ladestation zur Verfügung!

Die Quoten-Debatte zur DLD. Und dabei habe ich in den vergangenen Jahren auf der DLD schon sehr viele tolle Frauen auf der Bühne gesehen.

Recht vollständig gibt es alles bei den FAZ-Kollegen im Liveblog.

Blogger2015 – wer ist nominiert?

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Wir haben getagt und eure Vorschläge gesichtet und endlich die ultimative Liste der Nominierten zusammengestellt.

Schaut mal, ob ihr dabei seid und stimmt ab – am 25. Januar ab 18.30 Uhr in diesem Internet – oder direkt vor Ort im Basecamp in Berlin. Bei Daniel könnt ihr euch auf die Gästeliste setzen!
Beste Blogger des Jahres

Wird per Online-Voting entschieden.

Beste Newcomer

Wird per Online-Voting entschieden.

Beste Blogger ohne Blog

Wird per Online-Voting entschieden.

Bremsklötze des Jahres

Wird per Online-Voting entschieden.

Beste Politik-Blogs

Wird per Saalpublikums-Voting entschieden.

Beste Berlin-Blogs

Wird per Saalpublikums-Voting entschieden.

Beste Food- & Weinblogs

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Medienblogs

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Tagebuch-Blogs

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Podcasts / Streams

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Snapchatter

Wird per Online-Voting entschieden.

Beste Twitter-Acounts

Wird per Online-Voting entschieden.

Beste Instagram-Accounts

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Fashion- & Lifestyle-Blogs

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Fachblogs

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Blogger ohne Blog aber mit Newsletter

Wird per Jury-Voting entschieden.

Beste Bücher von Bloggern

Wird per Online-Voting entschieden.

Beste Video-Blogs

Wird per Jury-Voting entschieden.

Update zu Goldene Blogger 2015

Es gibt nochmal ein bisschen was zu erzählen. Am 25. Januar steigt unsere kleine größere Bloggersause im Basecamp in Berlin. Thomas, Daniel, neu mit dabei: Christiane(!) und meine Wenigkeit kämpfen uns gerade durch eure unzähligen  Nominierungen, um euch dann am Freitag eine  Shortlist zu präsentieren. Das ist ja der Teil, der mir mit am besten gefällt: in den Blogs stöbern, coole neue Projekte entdecken, über die wahnsinnig professionelle Foodblogszene staunen….. Hach, das Internet ist immer noch so faszinierend wie vor neun Jahren, als wir das erste Mal diese Preisverleihung ins Netz gestreamt haben. 

Was allerdings bereits feststeht: Ihr könnt euch bei Daniel im Blog nun für die Veranstaltung anmelden, sprich auf die Gästeliste setzen. Wir freuen uns auf euch!