jarvis im Musikexpress


Ich lese ja wirklich selten Musikzeitschriften. Und weiß jetzt auch mal wieder warum. Ein Interview mit dem wirklich tollen Jarvis Cocker zum neuen Album. Das eigentlich nur dafür da ist, zu zeigen, wie schlau die Interviewerin ist. Was sie schon gelesen, studiert hat und sonst so weiß. Seltsam.
Dann auf Seite 88 zur Plattenkritik geblättert. Auch da: Es scheint eine Last zu sein, diese Spalten mit Plattenkritiken kurz vor Redaktionsschluss irgendwie noch vollzubekommen. Denn warum erfahre ich erst ganz viele Allgemeinplätze und dann kurz vor Schluss noch ein bisschen was zur Platte? Kam die so spät? War die Zeit so knapp? Mmh.
Der erfahrene Musikzeitschriftenleser belehrte mich: Lies mal Spex, da erfährst du auch nichts über die Platten. Aber aus welchem Grund kauft man dann diese Zeitschriften?

(Hach, dann doch noch einen guten Grund gefunden, dieses tolle Jarvis-Foto ins Blog zu bringen.)

Endlich!

Matussek ist zurück. Ein wenig fülliger geworden, aber zurück. Ja, ich habe ihn ein bisschen vermisst.

Verspätetes zum Muttertag

Sehr sehr lustig ist dieses Video aus „Saturday Night Live“ mit Justin Timberlake.

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Warum? Darum!

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Das Y-Chromosom

Peter Praschl in „Wozu Zeitung?“ (SZ-Magazin):

Am nervigsten sind Chefredakteure nach dem Urlaub.
Dann waren sie endlich mal wieder im Kino, im Wellnesshotel, im Freizeitpark, unter ganz normalen Leuten. Und weil sie trotz aller administrativen Plackerei Vollblutjournalisten geblieben sind, bestellen sie gleich nach der Rückkehr zwölf Geschichten – über Filme, die alle anderen schon gesehen haben, über den Klangschalen-Humbug, den Eintrittskartennepp im Freizeitpark und darüber, wie wichtig Quality time mit Frau und Kindern ist. Die Redakteure rollen mit den Augen, aber es hilft nichts, die Geschichten müssen geschrieben, die Zeitläufe erkannt werden.

Print vs. Online

Interessante Umschreibung von Arianna Huffington über das Verhältnis von Print- und Online-Journalisten zu Themen:

Huffington says in her testimony that traditional media has been afflicted with Attention Deficit Disorder, saying “they are far too quick to drop a story-even a good one, in their eagerness to move on to the Next Big Thing.” Online journalists, she says, have Obsessive Compulsive Disorder because “they chomp down on a story and stay with it, refusing to move off it until they’ve gotten down to the marrow.” She goes on to say that the two afflictions should be merged to produce optimal journalism.

Liebes Tagebuch,

heute war ein doofer Tag. Alles begann schon damit, dass mir unheimlich kalt war, als ich vor die Tür trat. Mai? Von wegen. Eher März-Wetter herrschte da draußen. Dann bekam ich seltsame Mails, die Konflikte auftaten, von denen ich nicht einmal geahnt hätte. Dann wollte ich zu meiner Mittagessenverabredung fahren. Nachdem ich dieser allerdings per SMS mitteilte, dass ich mich (auch wegen der oben beschriebenen Kälte und des leichten Nieselregens) mich schon mal an einen der Tische gesetzt habe, erhielt ich einen Anruf, dass er (Ja, ein Mann ist schuld!) nicht käme. Ein Interview sei ihm dazwischen gekommen, es täte ihm leid. Mir auch. Ich aß also alleine. Der Rest des Tages plätscherte dahin und die Doofheit des Tages hatte ihren Höhepunkt so ungefähr gegen halb neun. Da stellte ich erschüttert fest, dass dieses 60-minütige Match das desaströseste Ergebnis meiner gesamten Squash-Karriere geliefert hatte. 2:5 nach Sätzen.
Als ich nach Hause kam, war keiner da, der mich tröstete.

Ich hoffe, morgen wird wieder ein schöner Tag.

Vögel sind wichtig

(Nein, in der Überschrift fehlt kein Buchstabe.)

Welt Online hat ein Interview mit Jonathan Franzen geführt. Die schönste Frage-Antwort-Passage:

WELT ONLINE: Letzte Woche konnte man Sie in einem entlegenen Winkel Brandenburgs finden, wo Sie an Ihrem neuen Roman gearbeitet haben. Versichert sich ein Schriftsteller aus New York in einem winzigen Dorf an der Oder der Verschiedenartigkeit der Welt?

Jonathan Franzen: Das ist eine schöne Idee, aber in meiner Wohnung gab es eine High-Speed-Internetverbindung und Satellitenfernsehen. Die Landwirtschaft in der Gegend ist hochtechnisiert, nicht anders als in Frankreich oder Kalifornien. Besonders entlegen kommt einem der Ort nicht vor. In Polen allerdings, auf der anderen Seite der Oder, war es anders. Man konnte es gleich an den Vögeln merken. Kaum war man über die Grenze, gab es viel mehr Vogelarten und, was genauso verblüffend und wichtig ist, mehr Vögel.

Ich krieg sie alle rum

Seltsamer Tag. Erst bekomme ich folgende Mail (Achtung anonymisiert):

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwann mal twittere, hat zugenommen. Nicht nur deshalb, weil ich neugierig bin. Gestern sah ich zum Beispiel, dass XXX auch twittert und las mir ein bisschen durch, was er schrieb und fand es interessant, dass auch Menschen, die – ich sag mal – menschlich nicht immer ganz einfach sind, an Sympathie gewinnen, weil sie bei Twitter in einem aufgeregten Ton schreiben, der sie ja fast wieder zu Teenagern werden lässt. Das fand ich interessant.

(Ein paar Stunden später hatte er sich angemeldet.)

Und kurz vor dem Zu-Bett-Gehen werde ich dann bei Facebook (Überhaupt! Dieses Facebook!) angechattet. Von B., der sich dafür bedankte, dass ich letztens das hier verlinkt hatte und dann auch gleich noch dafür, dass ich ihm vor einigen Jahren mal von Blogs erzählt hatte. Ich war ein bisschen gerührt.

Wer also noch bekehrt werden will – gerne! Anfragen per Mail, Twitter oder die anderen üblichen Kommunikationskanäle. Ok, ich mach das auch per Telefon.

Dies und das

In den vergangenen Wochen habe ich öfter mal „Doppelpass“ geschaut. Verstehe so langsam, warum Udo Lattek sowas wie Kult ist. Finde Hans Meyer fast sympathisch. Fußball ist eine ernste Sache. Hab ich jetzt auch kapiert.

Man kann es nicht oft genug schreiben: Ich finde, dass es immer noch nichts Schöneres gibt, als sonntags im Café zu sitzen, mit dem großen Paket an Sonntagszeitungen. Dieses Blättern, dieses Hängenbleiben an Texten, auf die man durch das selektive, selbstbestimmte Lesen im Internet nie stoßen würde. Das kann das Internet nicht. Nicht nur wegen der Haptik.

Diese Sünde von Liz Lemon hat es dann endlich auch zu Youtube geschafft. Ich hatte direkt nach der Folge schon danach gesucht, aber nix gefunden. #30rock

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Bitte lesen Sie diese Gedanken zur derzeitigen Debatte ums Urheberrecht von Tim Renner.

Nach dem Lesen dieses Textes hatte ich einen Kloß im Hals. (via)

Flori Silbereisen war letztens auf einem Tina-Turner-Konzert. (via)