Rick Astley

Das ist wirklich rührend. Ich weiß nicht, ob ihr das alle mitbekommen habt, deshalb nochmal ausführlich. Die „Time“ bestimmt jedes Jahr die einflussreichsten Menschen der Welt, auch online. Auf der Webseite konnten die User abstimmen. Gewonnen hat „Moot“, ein 21-jähriger junger Mann, der sehr unscheinbar wirkt, aber eines der einflussreichsten Imageboards gegründet hat. Die Plattform heißt 4chan und der eine oder andere kennt sie als US-Vorbild für Krautchan (Die mit den Bernds.). Seit der Re:publica weiß ich ja auch, dass dieser „Moot“ mit seinem Board den einen oder anderen Trend im Netz gesetzt hat. Zum Beispiel das „Rickrolling“ (Bitte klicken Sie jetzt nicht hier!).

Was ich aber eigentlich schreiben wollte: Moot hat also die Online-Umfrage bei „Time“ gewonnen, weil seine Jungs da wohl ein bisschen rummanipuliert haben, und die „Time“ sagt, dass der Gewinner der Umfrage auf jeden Fall in der Top 100 vorkommen wird. Den Text zu „Moot“ hat kein anderer als Rick Astley geschrieben, als Widmung sozusagen. Und das, was er da schreibt, ist, ach, lest selbst.

Und so geht’s los:

Back in the ’80s, I was known for being reclusive, often shying away from media attention. It’s perhaps ironic that the Internet phenomenon of Rickrolling should bring my video for „Never Gonna Give You Up“ to a new generation. But that’s one of the great things about the Internet. Young people now have easy access to material that they ordinarily wouldn’t have been exposed to.

Tarantino-Mixtape

Ich habe heute morgen das wohl tollste Mash-up-Video gesehen. Vielen Dank an Herrn Nerdcore für diesen fantastischen Start in den Tag.

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Die Zukunft des Journalismus

Guardian-Chef Alan Rusbridger im Gespräch mit Carta.

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Alan Rusbridger on the Future of Journalism from Carta on Vimeo.

LinksLinksLinks

Der wirklich beste Text, den ich heute gelesen habe, ist dieser beim „Boston Globe“ (via irgendein Twitterer) über einen Professor, der mit einer begeisterten Twitterin verheiratet ist. Der schönste Absatz:

Being married to a Twitter queen has done wonders for my reputation with the Wired Generation. It’s my digital botox.

Sehr zu empfehlen ist auch dieses taz-Interview mit Sascha Lobo.
(via)

Diese zehn Thesen von Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer sollte man zumindest mal gelesen haben.

Und dann war da noch dieses blondgelockte Schwein. Nein, keine Schweinegrippe. Also hoffentlich…

FILM: Ein fliehendes Pferd

Zwei Schulfreunde treffen sich im Urlaub wieder. Sie führen komplett verschiedene Leben. Der eine: seit 16 Jahren verheiratet, seit zwölf Jahren Urlaub am Bodensee, Lehrer, das Glück in der inneren Ruhe in der Natur suchend (und ein bisschen findend). Der andere: Typ Lebemann, deutlich jüngere Freundin, macht, was ihm Spaß und gerade in den Sinn kommt. Die Paare treffen aufeinander. Die Verheirateten entdecken sich selbst und irgendwann auch wieder einander.
Eine durchaus überzeugende Katja Riemann, ein den Unsympath sehr gut verkörpernder Ulrich Noethen, ein ausladender Ulrich Tukur. Gute Besetzung also für einen eher so najaen Film. Bisschen viel Fantasie eines gealterten Schriftstellers dabei.

Franzi in der Nachttaxe

Ich war gestern im Fernsehen. In der Nachttaxe von Michael Kessler. Zusammen mit dem Popkulturjunkie und Phil. Weil ich ja eines Abends in Berlin aus klitzekleiner Langeweile auf mein Handy geschaut und gesehen hatte, dass der gute Mann vom RBB Fahrgäste für seine Sendung sucht. Ein paar Anrufe und eine halbe Stunde später saßen wir dann im Taxi zu Sascha und erklärten das Phänomen Twitter. Verpasst? Guckst du hier:

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Film: Heimatkunde

Der ehemalige Titanic-Chef und Vorsitzender der PARTEI, Martin Sonneborn, ist 2006 einmal um Berlin gelaufen. Er hat mit Einheimischen in Ost und West gesprochen, mit Familienanschluss gewohnt und an den brandenburgischen Imbissbuden gespeist. Aus diesen Erlebnissen ist dieser Film entstanden. Ein ruhiger Film, mit vielen tollen Einstellungen, zum Teil recht aufwändig gedreht. Ein Film, der sich nicht lustig macht, mit einem Protagonisten, der die Menschen einfach reden lässt. Eigentlich ein untypischer Film für einen ehemaligen Titanic-Macher.
Dooferweise hat die DVD eine Macke gehabt. Sie weigerte sich mehrfach, ins nächste Kapitel zu springen, da musste man immer händisch eingreifen. Und noch dooferweise bin ich am Freitagabend zehn Minuten vor Schluss eingeschlafen. Lobend zu erwähnen: Die kleinen Begegnungen im Bonus-Material sind teilweise noch sehenswerter als die im Film.

Über „Britain’s got Talent“

Ich mag ja „Britain’s got Talent“. Das hat wirklich viele Gründe. Der erste: Wer gewinnt, bekommt einen sechsstelligen Betrag, genau wie in Deutschland. Was die deutsche Version allerdings nicht bieten kann: Der Gewinner darf auf einem Konzert von und für die Queen singen. Das klingt ein bisschen wie im Märchen und gerade deswegen find ich es so toll. Der zweite Grund: dieses Publikum. Klar, sind auch die Damen und Herren bei den deutschen Castings begeistert und jubeln oder buhen, wie das Herz begehrt, aber in England ist es doch nochmal was anderes. Grund drei und vier haben mit meiner ohnehin großen Verbundenheit mit der Insel zu tun: diese Akzente der Kandidaten und Jurymitglieder, ach ja, nicht zu vergessen, die beiden Moderatoren, die damals, als ich auf der Insel weilte, das Kinderprogramm moderieren durften.

Grund fünf: Wie wahnsinnig super ist es denn bitte, wenn eine Sendung mit seinen Kandidaten nicht nur auf der Insel, sondern der ganzen Welt für Schlagzeilen sorgt? Ein bisschen liegt das daran, dass ITV alle Kandidaten höchst vorbildlich bei Youtube einstellt (Ok, das macht RTL auch bei Clipfish) und es möglich macht, dass man all diese Videos auf Webseiten einbauen kann.

Und weil das so wunderbar funktioniert, präsentiere ich hier die besten Kandidaten der dritten Sendung von gestern abend.

Super Tanzperformance:

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Ein süßes, kleines Ballerina-Mädchen:

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Ach, und weil es so schön ist, hier die besten der zweiten Folge.
Wieder mal ein kleiner Junge:

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Kein guter Beitrag, aber ein lustiger, weil sich der Gesangspartner weigert, mitzumachen:

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Ein ziemlich toller Saxophon-Spieler:

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So. Und die Top-Kandidaten der ersten Folge gibt’s jetzt auch noch.
Ein Verrückter, der mit seinem Ohr ein Auto hinter sich her zieht:

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Ja, und natürlich die unvermeidliche Susan Boyle:

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Dies und das

Da stellt das ZDF Videos bei Youtube ein und erlaubt den Embed-Code nicht. Kann mir mal eben einer erklären, was dagegen spricht, nicht auch noch zu erlauben, dass ich dieses Bauerfeind-Schmidt-Interview in meinem Blog zu präsentiere?

Sehr lustig: Das letzte Foto in der Bildergalerie zu Kai Diekmann. Bitte klicken. Oder Printausgabe kaufen. Muss man in diesen Zeiten ja auch ab und zu mal empfehlen.

Twitter, übrigens. Mir macht meine Begeisterung für diesen Dienst zunehmend Angst. Weil ich immer öfter sage, dass ich etwas bei Twitter gelesen habe. Und bin dann meist auch ziemlich gut informiert. Twitter entwickelt sich bei mir immer mehr von einem reinen Kommunikationsmittel zu einer Informationsquelle für Nachrichten, Themen oder schlicht fachlichem Backround. Heißt: Twitter wird für mich immer wichtiger. So wichtig wie das Checken von E-Mails, RSS-Feeds und dem herkömmlichen Absurfen bestimmter Websites. Und dann gibt es ja noch diese vielen tollen Spielereien, mit denen man Twitter auch noch anders erleben kann.

Und dann noch Tagebuch-Content: Auch das Auto trägt jetzt Sommer. Der blaue Fleck, den ich aus der „Ich-mach-jetzt-mal-wieder-ein-bisschen-Sport“-Initiative ist mittlerweile nicht mehr lila, sondern wirklich blau. Die „Ich-ernähr-mich-jetzt-in-der-Kantine-gesund“-Initiative ist die schwierigste Mission, die ich mir vorgenommen habe. Besonders in der Schnitzel-Woche.

So.

Ein ♥ für Blogs

Ok. Ich mach auch mit. (Für alle, die keine Lust haben, draufzuklicken: Wir, die lustigen Blogger haben an diesem Dienstag mal alle auf deutsche Seiten hingewiesen, die wir toll finden.)

♥ Beastybasti. The Family edition.
♥ Sophie. Weil sie mich immer mit all dem Französisch verschreckt.
♥ Dirk von Gehlen. Weil er ganz oft spannende Geschichten verlinkt.
♥ Eva. Weil sie gerade Abi macht.
♥ Wasteland. Darum.
♥ Sea of Shoes. Wegen ihres Stils und all den Schuhen, die ich wohl niemals tragen würde, aber schick finde.
♥ Anke. Lese ich seit sechs Jahren. Und immer noch sooo gerne. Genauso wie Felix, übrigens.

Missing.
♥ Sebas (the Long Version). Elle (Es gibt was Neues!). Schwadroneuse (Warum vermisse ich nur all die Hamburger?). Obwohl ich sie alle verstehen kann. Ach ja, ist Matussek eigentlich wirklich krank?