FILM: Darjeeling Limited

Ich muss ganz dringend in den kommenden Tagen „Die Tiefseetaucher“ gucken. Weil „Darjeeling Limited“ so herrlich schräg war, so schräg und liebenswert, wie es auch schon „The Royal Tenenbaums“ war. Ich weiß gar nicht, warum ich diesen Film damals nicht gesehen habe.

Auch in „Darjeeling Limited“ spielt Bill Murray mit. Auch wenn er hier die Rolle des Mannes hat, der gleich zu Beginn nicht schnell genug läuft, um noch auf den Zug, den Darjeeling Limited zu springen. Adrien Brody (Keiner kann so gucken!) schafft es und kann so mit seinen beiden Brüdern auf Reisen gehen: Owen Wilson (Der auch sowohl an diesem aber auch am Drehbuch zu den Tenenbaums mitgeschrieben und gerade einen Selbstmordversuch hinter sich hat.) und der andere Bruder Whitman, dessen Namen ich gerade nicht weiß. Die drei Brüder gehen auf die gemeinsame Reise, weil sie nach dem Tod des Vaters (und dem Unfall von Owen, dessen Gesicht arg mitgenommen aussieht) wieder zueinander finden wollen. Nebenbei steht auch die Zurückeroberung der Beziehung zur gemeinsamen Mutter auf dem Programm.

Was dabei so passiert, ist eigentlich total nebensächlich, weil es so wunderbar skurril ist. Der eine Bruder hat was mit der Zugbediensteten Rita, sie schmuggeln eine Schlange an Bord, Owen wird beim Schuheputzen ein Schuh geklaut, alles egal. Etwas anderes macht diesen Film aus. Ich kann nicht einmal sagen, ob es die Dialoge oder die skurrilen Bilder waren, die man zu sehen bekommt. Aber allein die Tatsache, dass in der letzten Szene, als die drei Brüder wieder an Bord des Zuges sind, auf dem Heimweg, und wir sehen können, wie er sich durch die trockene Landschaft schlängelt, dass zu dieser Szene dann dieses Lied gespielt wurde, war groß. Verdammt groß.

Dreckskino: Nach dem Fertigschreiben hier gelesen und festgestellt, dass diese Idioten einfach den Kurzfilm vorneweg vorenthalten haben. Deshalb taucht Natalie Portman einfach so auf. Deppen, die.

Böse Schafe

Jetzt weiß ich wieder, warum ich das mit dem Im-Bett-Lesen lieber lassen sollte: Ich kann nicht aufhören. Und nachdem ich das Buch dann um viertel vor zwölf durch hatte, lag ich leider bis nach eins wach. Und jetzt bin ich müde. So richtig. Will gar nicht nachzählen, wie viele Stunden ich nun geschlafen hab.

(War gut, war traurig, aber nicht so traurig, wie ich nach den Jahresendkritiken erwartet hatte. Konnte mich nicht so richtig reinempfinden, weil mir die Hauptperson, auch wenn sie nicht so scharf gezeichnet wurde, doch unsympathisch blieb. Muss an ihrer Unentschlossenheit gelegen haben. Oder so. Ansonsten aber schön, mal wieder was über das alte Berlin zu lesen. Turmstraße, Birkenstraße, Neukölln, Wedding. Anhalter Bahnhof als Endstation.)

FILM: Das Herz ist ein dunkler Wald

Was für ein konsequenter Film. Da entdeckt eine Frau, dass ihr Mann seit Jahren eine Parallelfamilie mit Haus, Frau und Kind hat. Sie ist verzweifelt. Weil eine Welt für sie zusammenbricht. Weil sie für diesen Mann und ihre Kinder so viel aufgegeben hat. Gefangen in dem Einfamilienhaus am Rande der Stadt. Und dann geht sie los, läuft, zurück zu ihren Kindern, hasst, weiß nicht weiter. Und immer diese Nina-Hoss-Blick, dieses wahnsinnig Verzweifelte in den Augen, dieser Mund, keine zusammengepressten Lippen, aber trotzdem schmallippig. Ihre Aktionen werden immer surrealer, natürlich will sie der Anderen gegenübersitzen, dann wieder laufen und Taxi fahren, zu dem Termin des Mannes, noch mehr Abgründe in Form von Liebschaften, Alkohol, laufen, begehrt fühlen, schwimmen, nackt sein und dann dieses Ende, Verzweiflung in Höchstform.

Ich mochte den Film, wegen Nina Hoss, wegen Devid Striesow und auch wegen Nicolette. Ich war mir sicher, dass sie sowas kann und ich wurde nicht enttäuscht.

Internetsendungen mit Potenzial

Tanz die Nacht weg

Gerade dieses lustige Video bei Eva entdeckt (Embedden geht seltsamerweise nicht.).

Und am Ende der Hinweis auf dieses Projekt. Tolltolltoll.

2008 – Was anders ist

Gestern ist der W-Lan-Router in der heimischen Wohnung kaputt gegangen. Das hat den Mann meines Herzens in Aufruhr gebracht. Erst holte er einen alten aus dem Archiv, der hat aber nicht akzeptiert, dass zwei Leute gleichzeitig im Netz sind. Deshalb musste dann doch noch ein neuer her. Der Neue sieht ziemlich spacig aus, hat sogar zwei Antennen und könnte auch gut als Mini-Ufo durchgehen. Im Zuge der Veränderung hat das Netzwerk nun auch einen neuen Namen bekommen. Aus Thees wurde Bernd. Und ich schwöre: Das war nicht meine Idee.

(Heute Sport gemacht, ich bin stolz.)

2008 – erste Zwischenbilanz

Das Jahr ist jetzt drei Tage alt. Einen Pluspunkt für endlich mal wieder was geschrieben. Drei Minuspunkte für 12 Stunden im Büro, deshalb nicht ins Kino gehen und noch immer keinen Sport in dieser Woche. Das wird wohl nix.

2008

Hey, du junges Ding! Sei gut zu uns! Und bereite uns ganz viel Freude, ja?