Wenn der gesamte S-Bahn-Waggon den Keyboard-Spieler im Chor mit „Hier warst du schon“ abwimmeln will, dann müsste dieser eigentlich wissen, dass er dringend an seinem Stil arbeiten sollte.

Ein Jahr danach

In der vergangenen Woche kamen die Träume zurück. Einige Monate hatte ich nun ohne sie verbracht, jetzt sind sie wieder da. Nichts ahnend schlafe ich ein und wenn es draußen wieder hell ist, wache ich auf. Mal gegen sechs, manchmal auch erst halb acht. Immer wieder der gleiche Traum. Nur die Lokalität wechselt. Mal zuhause, mal in einer völlig fremden Umgebung.

Gestern Nacht starb er im Krankenhaus. In dem Krankenhaus, in dem ich ihn besuchte, kurz nach der Operation. Bei der wir alle noch voller Hoffnung waren. Erst Reha, dann Chemotherapie und dann sollte alles wieder gut werden. Mit dem Rauchen hatte er nach der Diagnose aufgehört. Die mahnende Schachtel trug er bis zum Schluss immer mit sich herum.

Im Traum durften wir nicht bei ihm sein, die Krankenschwester, eine brünette Zicke, hatte es aus irgendwelchen Gründen verboten. In die Diskussion verwickelt, verging die Zeit, zu schnell, so dass kein Abschied mehr möglich war.

Zum Glück war das damals anders. Wir waren alle bei ihm. Tag und Nacht. Und Zuhause. Das hatte er sich so gewünscht und ich bin mir sicher, er hatte es gespürt. Irgendwie.

Als ich aufwachte, war ich schweißgebadet. Ich vermisse ihn.

Neulich im Buchladen

Handy brummt. Sie geht ran. Er ist dran, weil er schon eine Weile am Ausgang auf sie wartet.
Er: Wo bist du denn?
Sie: Na, in der Bücherabteilung.

Morgen ist GHvC in Bonn.

Max Fellmann in der Süddeutschen über die neue Lust an Tieren im Pop.

(Und ich fragte mich gestern im Mediamarkt noch, wann denn endlich die neue Kante-CD erscheint. Wär ich mal einen Tag später hingefahren.)

Wenn sich Ereignisse jähren.

Befindlichkeitsscheisse (4)

Dass ich mich heute morgen doch für den Rock entschieden habe, war eine Scheiß-Idee.

(Hat irgendwer eine Wolldecke, die er mir bis sieben zur Verfügung stellen kann?)

Erst am Wochenende dachte ich noch „Och, schade, hab schon lange keine Geschenke mehr bekommen“. Und dann habe ich heute morgen ein Amazon-Paket auf meinem Schreibtisch liegen. Mit einer DVD: Tony Takitani. Vielen Dank, Olaf!

Ist das eigentlich sehr kleinkariert, wenn ich allen eine Mail schreiben würde, die den Namen meines Blogs mit „c“ schreiben? Bisher verkneife ich mir das.

Beim Klicken durch die Feeds stelle ich fest, dass die Tatsache, dass Wal Mart sich nun wieder aus Deutschland zurückzieht, deutlich mehr Menschen bewegt, als ich bisher gedacht hatte. Ich habe bisher in keinem einzigen der 85 Warenhäuser eingekauft und deshalb ist mir der Rückzug eigentlich auch scheißegal.