Waschasyl

Gar nicht so einfach, in Unterbilk einen Waschsalon zu finden. Und das nachdem, in der Straße meiner ehemaligen Wohnung gleich mehrere waren. Also machte ich mich heute erneut auf, um die Gegend abzugrasen. Das Ergebnis: Nichts. Absolut nichts. Klar, ein paar Reinigungen und auch einer, in dem man selbst waschen kann, aber einer mit wahnsinnig beschissenen Öffnungszeiten. Wer bitte hat zwischen 8.30 und 19 Uhr Zeit, seine Wäsche zu waschen? Dreck, Dreck, Dreck. Ich erbitte Waschasyl. Wenn es geht in Unterbilk.

Lustige Blicke erntet man, weil man den Text in der TAZ nicht gelesen hat, nur hier und dort danach fragt, ob die denn dieses Pornoheft für Frauen, deren Titel man gerade nicht mehr wisse, auch haben.

Eben gedacht (6)

So. Im realen Leben ziehe ich um. Hier bleibt alles beim Alten. Und wenn ich in der neuen Wohnung bin und das Internet funktioniert, dann teste ich auch endlich wieder Zeitschriften. Da hat sich ja einiges angesammelt.

Begegnungen

Hamburg – Bremen.
Diese Steifheit der Hanseaten verwirrt mich mittlerweile. Zu gern hätte ich nämlich meinem Sitznachbarn die lustigen Leserbriefe aus dem STERN vorgelesen, nachdem ich lauthals vor mich hingluckste. Er quittierte meine Gefühlsäußerungen allerdings nur mit einem Weggrinsen. Demonstrativ starrte ich ihn an, und er weg. Na gut, dann halt nicht. Wer nicht will, der lacht schon, hahaha. Als er sich dann seinen türkisfarbenen Schal um den Hals legte, versuchte ich es mit einem Abschiedsschmunzeln. Erwiderte er übrigens auch nicht.

Bremen – Osnabrück.
„Um sieben bin ich zuhause“, kündigt sie in ihr Mobiltelefon der Marke Siemens an. Sieben, Siemens, ob diese Leute immer um sieben nach Hause kommen? Als sie im Bahnmagazin blättert, lausche ich noch eine Weile den Gesängen des Kindes drei Sitze vor mir. Muss noch hart an sich arbeiten.

Osnabrück – Düsseldorf.
Lesend. Ab in die Welt von Humboldt und Gauß.

Ich möchte so gern einmal Krabbenkutter fahren.

Gleich:

Hamburg, Hamburg, Hamburg!

(Auch wenn ich keine Zeit für die Stadt habe, musste ich das doch mal loswerden.)

Und noch einmal Karneval-Content. Warum schämen sich die Düsseldorfer eigentlich nicht, wenn sie lautstark „Viva Colonia“ brüllen?

Kann mir mal jemand erklären, als was kleine Kinder verkleidet sind, die einen Jute-Beutel um den Hals tragen und deren Haare bunt besprüht sind?

Auf dem Weg zur neuen Wohnung an einem Karnevalssonntag nicht auffallen, weil man ja Besen und Eimer mit sich herumschleppt. Perfekte Tarnung im Getümmel aus Schnappis, Fußballern, Erdbeeren und jeder Menge Cowboys und Indianern.

Und es gibt immer noch Menschen, die beim Diktieren der E-Mail-Adresse darauf hinweisen, dass man doch alles klein schreiben solle.