FILM: Leatherheads

Oh Mann, wieder so ein Film, bei dem man sich wundert, dass die aus dem Originaltitel „Leatherheads“ den poetischen Titel „Ein verlockendes Spiel“ gemacht haben. Der Film spielt in der Zeit, in der der Football in den USA noch kein Profisport war. George Clooney gibt Dodge Connolly, den Football-Helden, der den Sport liebt und ihn populärer machen will. Er will den Erfolg, er will mehr Zuschauer ins Stadion anlocken. Deshalb heuert er einen College-Star an, Carter, der die Aufmerksamkeit der Masse gewinnen soll.

Und dieser Carter hat das Zeug zum perfekten Helden. Auf dem Spielfeld die überragende Größe und auch die Biographie des Sportler mit Kriegsheldenvergangenheit passt perfekt in die Zeit. Zu perfekt, findet zumindest Renee Zellweger, eine Journalistin, die sich dran macht, den Mythos des Heldens zu beschmutzen.

Carter und Dodge, die beiden werden Konkurrenten um die Gunst der hübschen Journalistin. Und es ist wohl nicht zu viel verraten, dass am Ende der sympathische George Clooney als Sieger aus dem Rennen geht.

Netter Film, den man ganz gut im Flugzeug gucken kann (so wie ich es getan habe), wegen dem ich aber niemals ins Kino gegangen wäre. So anhistorierte Geschichten aus der Welt des Sports sind eher was für den Sonntagnachmittag nach einem durchzechten Samstagabend.

Hach, Sarah…

Man muss ja gar nicht die ganzen Parodien schauen, die Frau ist eine einzige Parodie. Man könnte über jeden Ausschnitt aus diesen Interviews lachen. Mannmannmann.

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„More News from nowhere“

Ich bewundere immer wieder seinen Tanzstil.

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Tina Fey als Sarah Palin

She did it again.

Huffingtonpost.com hat das Video aus „Saturday Night Live“.

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Über die Notwendigkeit, zu twittern

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Samstagslektüre

Warum hat mich eigentlich keiner in New York daran erinnert, dass morgen Bayern-Wahl ist? Deshalb gerade bei Starbucks (Mango-Passionfruit-Frappucino – yeah!) erstmal die Süddeutsche (Printausgabe) durchgearbeitet.

Meine Empfehlungen:
– Wirtschaft, Reportseite: Nikolaus Piper darüber, wie gefeuerte Manager in New York die Finanzkrise erleben, zum Beispiel „das beste draus machen“
– Magazin: „Fashion Quiek“ von Rebecca Casati
– Magazin: Dieser Text über jüdische Delis in New York (Mannmannmann, wusste gar nicht, wie viele Texte es ständig über New York gibt.)
– Magazin: Alexander Gorkow spricht mit Betty Midler über „America“ (Bitte unbedingt den Teil über Sarah Palin und Hockey-Mum-Diskussion lesen)

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Zum letzten Mal einen dünnen Kaffee mit Milch. Zum letzten Mal einen Wholemeat Bagel mit Cream Cheese und Jelly. Zum letzten Mal „Barnes & Noble“. Taxi zum Flughafen. Viel zu früh dort sein. Zeitungen kaufen, im Internet surfen. Im Flugzeug noch einmal die vielen Lichter sehen. Dann wird es ganz schnell dunkel. „Die Leiden eines Amerikaners“ zu Ende lesen. Essen, trinken, schlafen, Film gucken, schlafen, essen, aussteigen.

Düsseldorf.

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Der letzte ganze Tag in New York muss noch einmal mit Touri-Programm gefüllt werden. Warum also nicht die Tour nach Liberty und Ellis Island machen, denken wir uns beim Frühstück und steigen kurz darauf in die U-Bahn in den Süden.

Das läuft auch alles viel fluffiger. Wir finden ziemlich schnell die richtige Bahn, ziehen uns ein Ticket und kurz darauf stehen wir auch schon in der Schlange, um diese Fahrkarten für die Fähre zu kaufen.


Oh Mann, das ist echt schlimmer Touri-Alarm. Schon auf der Fahrt nach Liberty Island sind die meisten Leute auf der Fähre damit beschäftigt, Gaga-Fotos von sich und der Statue zu machen. Die einen spreizen ihre Finger, die die anderen halten die Hand auf – alle mit dem Ziel, so zu tun, als ob sie die Statue in der Hand halten (Ja, das ist irgendwie schief formuliert). Wie lustig. Später wird es dann noch verrückter.


Auf Ellis Island sind früher die Einwanderer angekommen, deshalb wurde dort ein Museum errichtet. Das ist ganz hübsch gemacht, wirklich, aber irgendwie lässt mich das alles furchtbar kalt. Das Auswanderer-Haus in Bremerhaven hatte mich da mehr berührt.


Irgendwann ist genug mit per Audio Guide über die Geschichte informiert zu werden. Wir machen uns auf den Heimweg. Doch die Rückkehr in den nördlicheren Teil der Stadt führt über die U-Bahn. Stickige Luft und hunderte Menschen, die alle in die Bahn drängen – schlimm. Weil ziemlich anstrengend.


Abendessen gibt’s bei einem Pizza-Laden, der verspricht, eine Pizza zu backen mit superdünnem Boden. Das muss auch der Grund sein, warum wir wenig später zwischen ganz vielen Freundinnen-Tischen sitzen. Freundinnen im Doppelpack, Freundinnen im Viererpack – und alle nehmen keinen Nachtisch.

Ich auch nicht.

Zwischenfrage

Was ist eigentlich besser, wenn ich morgen früh um sechs Uhr in Düsseldorf ankomme. Erstmal schlafen oder lieber so lange wie möglich durchhalten und dann schlafen?

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Verrückt. In New York sein und kein Internet haben. Und auch kein verfügbares W-Lan. Sondern nur ein Deli, in dem man sich Internet kaufen muss. An einem speckigen Computer. Muss man halt andere Dinge abends machen. Zum Beispiel Zeitung lesen.

Nach der ausgiebigen Lektüre der „New York Times“ doch nochmal den Computer angeschmissen und ein freies W-Lan gefunden. Trotz allem: Guter Tag. Und das hatte mehrere Gründe.

Erstens: Die Fahrt zur Rückgabe des Autos führt über die Brücke. Nachdem wir gestern auf der „richtigen Seite“ nichts zum Schlafen gefunden hatten, verbrachten wir die Nacht in Nyack. Das Navi sagt, dass wir rund 50 Minuten bis zur Rückgabe des Autos brauchen. Was gelogen ist. Denn weil George Bush gerade in Manhattan weilt, ist zusätzliches Verkehrschaos angesagt. Und ich bin mächtig stolz auf mich, trotz ständig wechselnder Spuren, Ein- und Ausfädeln vor und hinter Toll-Stationen und einem durchaus sportlichen Tempo keinen Unfall gebaut zu haben. Und ich kann sagen: bin schon mal in New York Auto gefahren. (Was kommt als nächstes?) Die Fahrt nach Manhattan gestaltet sich dann ebenso schwierig. Selbst der Taxifahrer ist schon ein bisschen verzweifelt und gießt sich aus seiner Thermoskanne einen grünen Tee ein.

Und dann kommt der schöne Teil. Der Spaziergang durch Chelsea. Wir machen an einem kleinen Café halt, wo es leckeres Brot mit Ricotta, Honig und Salat (organic, der letzte Schrei…) und Mint-Limonade gibt. Dazu „The Onion“ von letzter Woche (lustige Titelgeschichte und hinten drin ein Interview mit Neil Patrick Harris!!!), morgen gibt’s die neue Ausgabe (Strike!).


Danach geht es weiter nach Soho. Noch einmal ein kleiner Spaziergang durch die Gassen. Das lustige: Man entdeckt beim zweiten Mal wirklich noch einmal ganz andere Lädchen, Cafés und Details. Den Nave-Shop gibt’s übrigens nicht mehr. Zumindest nicht dort. Auf dem Broadway noch „Dean & Deluca“ entdeckt, einen Feinkostladen (So hatte ich mir Katz’s Delicatessen vorgestellt, nur ein bisschen überraschender, was das Essen angeht.), indem es auch tolle deutsche Spezialitäten gibt (Paulaner, zum Beispiel). Ich kaufe mir ein Stück Kuchen, nachdem ich keinen in dem Café in Soho bekommen habe: Mille Café Crepe, ein Kuchen, der aus mehreren Crepe-Schichten besteht, dazwischen eine sahnige Kaffeecreme. Wow.


Da nicht weit entfernt vom Hotel der Teil der Lexington Avenue liegt, den wir bei der Anreise gleich Little India genannt haben, ohne großes Zögern zum Inder gegangen. War ordentlich, wenn auch nicht so gut wie an den Niagara-Fällen.

Jetzt noch ein bisschen „Die Leiden eines Amerikaners“ lesen. Muss ja mit meiner NY-Lektüre fertig werden, bevor ich wieder in Düsseldorf bin.