TV-Filmvorschau (38) – Classic Version

Alleine nen Podcast aufnehmen ist so ziemlich das langweiligste, was man sich vorstellen kann. Ich schwöre, ich hab’s versucht, weil ich es einfach mal ausprobieren wollte. Aber man redet und redet und redet und ärgert sich, dass keiner widerspricht.

Also, hier die TV-Filmvorschau in der Classic Version. Zur Abwechslung ja vielleicht auch mal wieder ganz nett.

Sonntag, 1.10., 0.35 Uhr: „Dead Man Walking“ (Das Erste)
Sean Penn als der zum Tode verurteilte Häftling, der von Susan Sarandon gerettet werden soll. Guter Film.

Sonntag, 1.10., 22 Uhr: „Kill Bill Vol. 1“ (Pro Sieben)
Einer der wirklich besten Filme von Quentin Tarantino. Einfach perfekt.

Montag, 2.10., 20.40 Uhr: „Kennedy und ich“ (Arte)
Diesen Film hat mir die eine TV-Zeitschrift empfohlen. Französischer Film, der auch irgendeien Preis gewonnen hat. Abwarten und gucken.

Dienstag, 3.10., 0.30 Uhr: „Nói Albinói“ (ZDF)
Ich mochte die schönen Bilder. Ansonsten war er ein bisschen flach.

Dienstag, 3.10., 0.45 Uhr: „Jahrestage 1+2“ (NDR)
Verfilmung des Buchs von Uwe Johnson. Wollte ich schon immer mal gelesen haben, vielleicht reicht’s ja, den Film zu sehen.

Dienstag, 3.10., 8.45 Uhr: „Ferris macht blau“ (Pro Sieben)
Wer aus Versehen um diese Zeit wach ist, kann sich diesen Film auch anschauen. Oder Anke?!

Dienstag, 3.10., 20.15 Uhr: „Margarete Steiff“ (SWR)
Meine Meinung zu dem Film, der ganz gut war, steht auch hier. Hihi.

Dienstag, 3.10., 22 Uhr: „Schultze gets the Blues“ (ZDF)
Hach, was kann man doch für schöne Filme aus der Idee „Ossi fährt nach Amiland“ machen.

Dienstag, 3.10., 22.50 Uhr: „Ins Leben zurück“ (Arte)
Martina Gedeck, die eine Mutter spielt, deren Tochter vor acht Jahren verschwunden ist.

Mittwoch, 4.10., 0.10 Uhr: „Jahrestage 3+4“ (NDR)
Wenn man das Buch nicht lesen will, sollte man sich heute Teil 3 und 4 anschauen.

Mittwoch, 4.10., 20.15 Uhr: „Die Mauer – Berlin ’61“ (Das Erste)
Nachdem der Herr Popkulturjunkie den Film in der vergangenen Woche empfehlen durfte, tu ich es auf diesem Wege noch einmal. Heino Ferch, Inka Friedrich, Axel Prahl könnten Argumente für den Film sein.

Freitag, 6.10., 23.05 Uhr: „Mutterseelenallein“ (WDR)
Zum 60. von Kathrin Saß zeigt das WDR Fernsehen was mit ihr aus dem Jahr 2004. Anschauen.

Servicewüste? Von wegen!

Telefon klingelt. Nummer unterdrückt. Ich geh trotzdem ran.

Sehr freundliche Männerstimme: Hallo. Hier ist ihre Zahnarztpraxis. Sie hatten ja gestern die Behandlung. Wir wollten uns nur mal erkundigen, wie es Ihnen so geht und ob Sie alles gut überstanden haben.

Mein Zahnarzt ist eigentlich immer sehr genau. Wenn man einen Termin hat, kommt man meist sofort dran. Wenn der Termin für eine Stunde angesetzt ist, dann ist es nicht besonders gut, wenn man sich verspätet. Weil man sonst die Termine der nachfolgenden Kunden Patienten verschiebt. Das mag er nicht, aber genau dafür ich ihn.

Heute war es dann anders. Ich, wirklich pünktlich, musste warten. So lange, dass ich dann wirklich den gesamten SPIEGEL einmal durchgeblättert hatte. Wie gesagt, geblättert. Aber dann war ich dran. Termin war für 45 Minuten angesetzt, Betäubung wurde gesetzt und dann ging’s irgendwann auch los. Dann sagte er Sätze wie „Oh, das blutet ganz schön, da warten wir mal lieber ein bisschen“ und schwubbs hatte er seinen Terminkalender selbst durcheinander gebracht. Nach 90 Minuten war ich wieder raus. Mit Schmerztabletten in die Hand gedrückt, für den Notfall.

Die Pointe? Nebenbei lief „Taff“. Als dann über irgendsoeinen widerlichen Fuzzi berichtet wurde, der auf P. Diddy machte (Name wird nachgereicht, ich muss jetzt los), stellte er den Ton an. Und sah sich sehr interessiert den Beitrag an.

Gedanken nach drei Gläsern Wein und als Grundlage nur Salat

Und ich hätte gerne, dass einer mal darüber eine Studie macht, ob es effizienter ist, wenn ein Taxifahrer stundenlang durch die Stadt fährt und Leute einsammelt, oder wenn er sich irgendwo an einen Taxistand stellt und wartet.

Heiteres Unternehmenraten

Bei welcher Firma ertönt Melanie Cs „First day of my life“ in der Warteschleife?

Wer richtig rät, hat gewonnen.

Auf mich wirkt es immer noch befremdlich, wenn ich Anzugmänner sehe, die in dicken Autos sitzen und mit der Windschutzscheibe reden.

Billig-Zähne gibt’s jetzt auch schon.

Zeitschriften im Test: Messer Magazin

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Ich bin immer sehr dankbar, wenn ich mal an einem anderen Ort die bunte Welt der Zeitschriften durchforsten kann. Da man dort dann auf Perlen stößt, die einem verborgen bleiben. Deshalb freute ich mich sehr, als ich vor ein paar Wochen, es war weit vor meinem Urlaub, die Möglichkeit hatte, die Wartezeit am Münchner Flughafen in einem der bestsortiertesten Zeitschriftenläden zu besuchen. Und so entdeckte ich das „Messer Magazin – Die große Zeitschrift rund ums Messer“. Ein wahrer Schatz für 5 Euro, der seit 1999 alle zwei Monate am Kiosk oder im gut sortierten Stahlfachwarengeschäft erscheint bzw. ausliegt. Und das 90 Seiten starke Heft hält, was es verspricht: Keine Seite ohne Messer. Das Magazin erscheint übrigens im Wieland Verlag, der ansässig in Bruckmühl ist. Die Auflage beträgt „mindestens 10000“ Hefte, was doch auch einmal eine nette Umschreibung für eine sehr begrenzte Leserschaft ist.

Genug Vorgeplänkel, rein ins Heft. Und da wird man auch gleich von Chefredakteur Hans Joachim Wieland begrüßt: das Editorial, in dem man sogleich sehr viel über die Zielgruppe erfährt:

Ich weiß nicht, wie viel Geld Sie durchschnittlich für ein Messer ausgeben. 50 Euro? 500 oder gar 5000 Euro? Alles ist möglich.

Ja, richtig, alles ist möglich. Ich musste wirklich lange überlegen, da diese Worte suggerieren, dass der Messerkauf eine ähnliche Rolle in meinem Leben einnehmen könnte, wie der Wäsche-, T-Shirt- oder gar Schuhkauf. Dass es Menschen gibt, auf die das zutrifft, macht ein Blick auf Seite 80 deutlich. Dort wird nämlich der „Messerarbeitskreis München“ vorgestellt. Ein Foto zeigt Herren und zwei Damen (ob es sich dabei nur um begleitende Ehefrauen handelt, ist nicht überliefert), die sich regelmäßig treffen, um

Gedanken auszutauschen, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und sich gegenseitig mit Rat und Tat zu unterstützen.

Ein Werbekatalog könnte nicht schlimmer klingen. Aber gut, das Magazin ist ja nicht zum Menscheln da. Hier geht es um harte Fakten. Mehrere Messer werden im Porträt vorgestellt, in einer Bilderserie wird gezeigt, wie man sich einen japanischen Griff bastelt und auf den 12 Seiten zur Leserwahl kann man sich die Leser und ihre Lieblings-Fantasymesser betrachten. (Laut Mediadaten ist das der wichtigste Messer-Award Deutschlands.)

Alles sehr faktenbasiert, mit Datenübersichten bei den einzelnen Porträts, einer sehr trockenen Sprache und einfachen Bilder. Nebenbei noch ein paar Shoppingtipps für Schnäppchenjäger („Die besten Messer bis 20 Euro“) und fertig ist das Fachmagazin.

Doch je länger ich durch dieses Heft blättere, desto mehr Angst macht sich bei mir breit: Tragen besagte Leser dieses Heftes ihre Kreationen auch auf der Straße mit sich herum? Wofür braucht man diese Vielzahl an Messer? Oder sind diese Leser vergleichbar mit solchen, die sich auf die Überraschungseierfigurensammelei versteift haben? Ich möchte wirklich und vom ganzen Herzen letzteres hoffen, befürchte aber andere Beweggründe.

Brüste im Test

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Sehr lange habe ich in der vergangenen Woche mit einer Kollegin gerätselt, ob es denn wirklich sein kann, dass die Brüste einer Frau SOOOOOO hoch sitzen können wie bei der Frau auf dem Cover von „Matador“.

Und entweder haben die Fotobearbeiter auch bei den Bildern IM Heft sauber gearbeitet, oder es kann eben sein, dass die Brüste einer Frau SOOOOO hoch sitzen können.

TV-Filmvorschau (37) als Podcast

Leider ein bisschen spät, aber gerade noch rechtzeitig für die erste Empfehlung. Hier ist die TV-Filmvorschau mit der Woche vom 23. bis 29. September. Und ich würde mich wirklich sehr über ein paar Anregungen freuen.

[audio:http://franziskript.podspot.de/files/franziskript12.mp3]

Hier der Download (10.1 MB)

Links zum Podcast:
– Trailer und Titelsong zum neuen Bond-Film bei Peter Noster
– „Wut“ nicht am Mittwoch zur besten Sendezeit

Franziska empfiehlt:
Montag, 25.9., 23 Uhr: „Berlin is in Germany“ (RBB)
Jörg Schüttauf gibt den Mann, der die Wende verpasst hat.

Mittwoch, 27.9., 0.20 Uhr: „Der Club der Toten Dichter“ (ZDF)
Darf man den empfehlen? Hat den nicht eh schon jeder gesehen? Mannmannmann, hab ich bei dem damals geheult.

Freitag, 29.9., 22 Uhr: „Wut“ (Das Erste)
Türke drangsaliert seine Mitschüler. Ist ne Premiere und soll gut sein. U.a. mit Corinna Harfouch.

Popkulturjunkie empfiehlt:
Samstag, 23.9., 23.15 Uhr: „They – Fürchte die Dunkelheit“ (ZDF)
Grusel-Thriller. Klingt spannend.

Sonntag, 24.9., 20.15 Uhr: „Tatort: Pauline“ (Das Erste)
Mein „Tatort der Woche“. Maria Furtwängler ermittelt in der Provinz.

Montag, 25.9., 0.45 Uhr: „Natural Born Killers“ (kabel eins)
Oliver Stones Schock-Klassiker.

Dienstag, 26.9., 23 Uhr: „James Bond: Der Spion, der mich liebte“ (rbb Fernsehen)
Sehenswerter Bond mit Roger Moore und Curd Jürgens.

Mittwoch, 27.9., 22.05 Uhr: „Stargate“ (RTL II)
Roland Emmerichs US-Durchbruch.

Mittwoch, 27.9., 22.15 Uhr: „Mississippi Burning“ (hr Fernsehen)
Ein Film, den man gesehen haben muss.

Donnerstag, 28.9., 20.15 Uhr: „Sneakers – Die Lautlosen“ (Vox)
Sehenswerter Thriller mit Star-Besetzung – u.a. Robert Redford.

Freitag, 29.9., 1.20 Uhr: „WonderBoys – Lauter Wunderknaben“ (ZDF)
Toller kleiner Film mit ausnahmsweise großartigem Michael Douglas.

Freitag, 29.9., 20.15 Uhr: „Contact“ (Vox)
Absolut großartiges Science-Fiction-Märchen mit Jodie Foster.

Freitag, 29.9., 20.15 Uhr: „Pakt der Wölfe“ (RTL II)
Spektakulärer Fantasyfilm aus Frankreich.

Freitag, 29.9., 20.40 Uhr: „Die Mauer – Berlin ’61“ (arte)
Mauer-Drama mit Heino Ferch, Axel Prahl und dem Rest der deutschen Schauspieler-Elite.

Freitag, 29.9., 22.30 Uhr: „Moby Dick“ (3sat)
50 Jahre alte Literaturverfilmung mit Gregory Peck.

Freitag, 29.9., 23 Uhr: „Copykill“ (RTL II)
Sigourney Weaver in einem tollen Serienkiller-Film.