TV-Filmvorschau (8)

Und natürlich wie mittlerweile jede Woche und nur wegen des großen und überragenden Erfolges, hahaha, hier also die achte TV-Filmvorschau mit der Woche vom 4. bis 10.3..

Samstag, 4.3., 22.05 Uhr: „Rhythm is it“ (Arte)
Dann glaub ich mal Sebastian von ungedruckt.net. Nee, hatte damals kurz überlegt, ihn mir anzuschauen, als er im Kino lief.

Sonntag, 5.3., 15.50 Uhr: „Königskinder“ (Arte)
Merle und Abel sind 18, lieben sich und dann wird Merle schwanger. Eigentlich haben sie sich aber etwas ganz anderes vom Leben erhofft. Der Film bekam 2003 auch den Deutschen Fernsehpreis, ich hab ihn glaub ich auch schon gesehen.

Sonntag, 5./6.3., 20.15 Uhr: „Dresden“ (ZDF)
Er soll ja besser sein, als „Die Sturmflut“. Dann hoffen wir mal. Allein wegen „Lolle“, ;)

Montag, 6.3., 0.00 Uhr: „Taxi Driver“ (Kabel Eins)
Klassiker von Martin Scorsese.

Montag, 6.3., 20.40 Uhr: „Good bye, Lenin“ (Arte)
Lange habe ich überlegt, ob ich den wirklich empfehlen soll. Ach was soll’s. War ja ganz nett, damals.

Mittwoch, 8.3., 20.15 Uhr: „Der Vater meiner Schwester“ (ARD)
Familiendrama, ein Vater verleugnet seinen unehelichen Sohn. Es kommt zu Problemen, als sich die Schwester dann in ihren Bruder verliebt. Deutscher Film, mal probieren.

Mittwoch, 8.3., 22.25 Uhr: „Ich habe Nein gesagt“ (3 Sat)
Keine Ahnung, worum es geht. Jörg Schüttauf und die wunderbare Martina Gedeck spielen mit.

Freitag, 10.3., 0.20 Uhr: „Drei Farben: Weiß“ (ZDF)
Ist das ein Teil aus der Trilogie? Ich glaub schon, wollte ich eigentlich immer mal schauen, noch nicht getan. Ist das gut?

Außer Konkurrenz, weil kein Film, aber trotzdem muss ich drauf hinweisen:

1. Am 5.3. um 22.30 Uhr erklärt uns Dittsche endlich wieder die Welt.
2. Am 6.3. um 2 Uhr könnte man „Oscars“ schauen. Näheres wahrscheinlich bei Anke, oder?

Begegnungen

Hamburg – Bremen.
Diese Steifheit der Hanseaten verwirrt mich mittlerweile. Zu gern hätte ich nämlich meinem Sitznachbarn die lustigen Leserbriefe aus dem STERN vorgelesen, nachdem ich lauthals vor mich hingluckste. Er quittierte meine Gefühlsäußerungen allerdings nur mit einem Weggrinsen. Demonstrativ starrte ich ihn an, und er weg. Na gut, dann halt nicht. Wer nicht will, der lacht schon, hahaha. Als er sich dann seinen türkisfarbenen Schal um den Hals legte, versuchte ich es mit einem Abschiedsschmunzeln. Erwiderte er übrigens auch nicht.

Bremen – Osnabrück.
„Um sieben bin ich zuhause“, kündigt sie in ihr Mobiltelefon der Marke Siemens an. Sieben, Siemens, ob diese Leute immer um sieben nach Hause kommen? Als sie im Bahnmagazin blättert, lausche ich noch eine Weile den Gesängen des Kindes drei Sitze vor mir. Muss noch hart an sich arbeiten.

Osnabrück – Düsseldorf.
Lesend. Ab in die Welt von Humboldt und Gauß.

Leserbriefe im Test

Manchmal muss man den STERN einfach nur wegen der Leserbriefe lesen. Es geht um das Interview mit Heiner Lauterbach, das der STERN kürzlich abdruckte. Allesamt einfach nur lesenswert.

„Muss denn jeder private Furz ins Fernsehen?“

„Vielen Dank für die neun Seiten über die Memoiren von H.L. Bei all den Dingen, die Deutschland zurzeit schultern muss (Vogelgrippe, Irak-Entführungen, Atom-Iran) werden ja die kleinen Katastrophen oftmals nicht ausreichend gewürdigt.“

„Ein Interview reicht aus, um in einem liebenswerten Macho den gewöhnlichen Angeber zu erkennen.“

„Gibt es keine spannenderen Themen als die indiskreten Memoiren eines halbnackten Heiner Lauterbach?“

„Das Land der Dichter und Denker gibt es nicht mehr, denn sonst hätte einer der Lektoren des Droemer Verlages Herrn Lauterbach zugerufen: „Heiner, lass das mit der Schreiberei, du blamierst deine Kinder.““ (übrigens von Andrea Kiewel, Mainz)

„Wie kommen Sie eigentlich zu der Behauptung, Heiner Lauterbach sei „Deutschlands beliebtester Filmstar“?“

„Warum geben Sie einem kiffenden, saufenden und hurenden „Topschauspieler“ eine solche Plattform? Wofür soll er ein Beispiel sein?“

Und der beste Leserbrief zu diesem Thema lautet:

„Hoffentlich kommt nun nicht auch noch der Ochsenknecht.“

Ich möchte so gern einmal Krabbenkutter fahren.

Gleich:

Hamburg, Hamburg, Hamburg!

(Auch wenn ich keine Zeit für die Stadt habe, musste ich das doch mal loswerden.)

Angucken!

Na, unter dem Titel kann ich den ja nicht finden. „The Virgin Suicides“ läuft heute im WDR mit dem deutschen Titel „Das Geheimnis ihres Todes“. 23.15 Uhr, WDR. Ein wahnsinnig toller Film.

(Thanks to the Popkulturjunkie.)

Nachtrag: Die deutsche Version der Buchvorlage (von Jeffrey Eugenides) heißt übrigens „Die Selbstmordschwestern“. Ich verstehe wirklich nicht, wieso die vom Filmverleih es sich nicht einfacher machen.

Über das Nachtmagazin

Was ist denn das für ein Dreck?

(1) Nubbelverbrennung in Köln. Da darf eine seltsame Reporterin eine halbe Ewigkeit darüber sprechen, dass jetzt die Nubbel in Köln verbrannt werden. Sie macht das in aller Deutlichkeit, haha, sie erklärt die Tradition, nicht ohne immer wieder auf die Super-Stimmung in Köln hinzuweisen, selbst der Pastor macht mit, haha, super. Genau das ist es, worüber ich im Nachtmagazin informiert werden möchte.

(2) Willi Stahlmann, Geschäftsführer von Monster.de, wird interviewt. Und mit wirklich dämlichen Fragen will die Moderatorin Anja Bröker weis machen, dass dieser Mann Ende 40 einen Job über eine Internetjobbörse einen Job finden würde? Ich lach mich tot. Sowieso: Ist das Nachtmagazin eine Kooperation mit Monster.de eingegangen, dass dieser Typ ständig den Namen seiner Firma nennen durfte? Und seit wann ist bitteschön ein Geschäftsführer ein kompetenter und irgendwie objektiver Gesprächspartner zum Thema „Internetjobbörsen“? Dass der sein Geschäftsmodell nicht schlecht macht, ist mir zumindest durchaus klar.

(3) Nur seichte Themen, das Schicksal von Herrn Ballack und, ach ja, das böse Wetter. Meine Fresse.

Hinter den Kulissen

Eben bei der Durchschau des Fernsehprogramms für die nächste Woche darüber nachgedacht, „The Beach“ wegen dieses All-Saints-Liedes in die TV-Filmvorschau aufzunehmen. Gedanken aber wegen Albernheit verworfen.

FILM: Ich und du und alle, die wir kennen

Da ist Christine, die Videokünstlerin, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdient, dass sie alte Menschen durch die Gegend fährt. Da ist Richard, dieser Schuhverkäufer, der sich gerade von seiner Frau getrennt hat, und ein Appartment in der Stadt bezieht. Da sind seine beiden Söhne, Robby und Peter, die sich im Chat mit älteren Frauen, auf sexuelle, aber dennoch kindliche Weise unterhalten. Und da sind die pubertierenden Mädchen aus Peters Klasse, die, um herauszufinden, welche von beiden besser bläst, Peter entscheiden lassen. Nachdem sie kurz vorher beschlossen haben, den pädophilen Nachbarn nicht an sich heranzulassen.
In all diesen Episoden geht es darum, dass Menschen auf der Suche nach Nähe, vielleicht sogar Liebe sind. Bis ich allerdings zu dieser Erkenntnis kam, mussten zwei Tage vergehen, denn als ich aus dem Kino stiefelte, war ich mir zunächst überhaupt nicht sicher, was der Film jetzt eigentlich wollte. Denn die Geschichten waren zwar alle sehr nett erzählt, doch endete der Film beinahe so, wie er begonnen hatte. Klar, der eine hatte seine Liebe gefunden, der andere sie gerade wieder verloren und irgendwie hatten auch alle etwas gelernt. Aber dafür einen ganzen Film machen?
Mittlerweile ist meine Antwort auf diese Frage ein „Ja. Unbedingt.“ Denn der Regisseurin Miranda July ist ein kleiner, leiser Film gelungen, der diese Momente des Suchens sehr schön einfängt. Sie unterlegt die Szenen mit sehr schöner Musik, ein paar feine Lacher gibt es auch. Fertig ist ein Film, der zunächst belanglos daherkommt und dann doch gerade wegen seiner Ruhe gewinnt.

Und noch einmal Karneval-Content. Warum schämen sich die Düsseldorfer eigentlich nicht, wenn sie lautstark „Viva Colonia“ brüllen?