Und dann ist da immer wieder diese unendliche Stille. Drückend lastet sie auf allen. Worte bleiben unausgesprochen. Was soll man auch sagen. Man ist da. Einfach nur anwesend. Er redet kaum noch. Es strengt an, wie so vieles in diesen Tagen. Dünn ist er geworden, zu dünn würde meine Oma sagen, wenn sie sich darum noch sorgen könnte. Doch die, die hat andere Sorgen. Dinge wie die frisch gewaschenen Socken beschäftigen sie, die richtige Länge ihrer Oberteile. Oder der Sitz ihrer Dritten. ‚Das könnt ihr nicht verstehen‘, sagt sie immer, wenn wir ihr zureden, dass sie gut gekleidet und der Termin mit dem Zahnarzt bereits gemacht ist. Kleine Sorgen sind für sie große, denn letztere hat sie nicht mehr.

Ungläubig schauten meine Eltern, als ich ihnen die Zeitung zeigte, in der der Name meines Weblogs stand. „Und warum steht das da drin?“, fragte die Mutter ungläubig. „Schwer zu sagen“, meinte ich.

FILM: Elefantenherz

Marco stammt aus einfachen Verhältnissen und will Profiboxer werden. Dafür tut er alles. Er hat die Schule geschmissen und einen Job als Fensterputzer angenommen, nur um möglichst oft zu trainieren. Auf seine Eltern wirkt dieser Wunsch befremdlich. Sie haben genug mit den eigenen Problemen zu tun. Andererseits wird Marco immer wieder in die Rolle des Familienoberhauptes gedrängt. Dann, wenn er seinen Vater von den nächtlichen Kneipentouren abholen muss. Oder wenn seine Schwester und Mutter wieder einmal vor den Schlägen des betrunkenen Vaters flüchten. Dann kommt die Chance, auf die er so lange gewartet hat: Gerd Hermsbach, eine zwielichte lokale Größe, gibt ihm Geld für eine eigene Wohnung und sorgt dafür, dass er sich ganz auf das Training konzentrieren kann.

„Elefantenherz“ ist – trotz des Box-Themas – ein schöner kleiner Film. Daniel Brühl hat zwar wieder vor allem einen betroffenen Hundeblick, trotzdem nahm ich ihm die Rolle des boxenden Jünglings ab. Auch wenn er angezogen – sprich außerhalb des Rings – arg schmächtig wirkte. Macht aber nix, war schön.

Löffelklau im Altenheim

Ja, das wäre sie gewesen, die beste Überschrift zu der Entdeckung heute morgen. Mein Löffel war weg, ich hatte ihn in der Küche liegengelassen. Nur dass mit dem Altenheim stimmt leider nicht. Wäre ja auch zu schön gewesen.

Was macht man, wenn man den ganzen Tag wegen der Hitze geschwitzt hat? Am Abend laufen gehen und weiterschwitzen! (35 Minuten! Yes, Baby!)

Lesen!

Weinende Frauen sind wie saufende Männer.
Harald Schmidt im Weltwoche-Interview (via ix)

Außerdem:

To Too hot to blog.

(Nee, nicht mein Spruch, irgendwo geklaut.)
(Zu heiß für Englisch.)

Und nur weil ich mit einer Flasche Wasser in der Hand am Straßenrand entlang laufe, weiß ich noch lange nicht, wo es denn hier zum Barleber See geht.

(Ich will auch schwimmen.)

Und du, Stendaler Blumengroßhandel,

wenn du dich schon des Englischen bedienst, dann lass doch bitte deine Werbesprüche kurz vor dem Druck noch einmal auf Korrektheit prüfen. Denn „Flowers makes the world … happy“ ist so schlimm, dass ich am liebsten nie wieder Blumen kaufen würde.

Wie man sich eine Exklusivmeldung bastelt, schreibt Christoph Schultheis heute in der taz.