45_2011

Uups.

Aufregende Woche mit Neuigkeiten über die berufliche Zukunft. Ich freu mich, besonders auf die Herausforderungen. Einmal die berufliche, aber auch die, das Leben ordentlich organisiert zu bekommen.

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Ausblick

Die Woche des Familienhustens. Nach anderthalb Wochen muss ein Arzt her. Die Folge: Das Früchtchen muss inhalieren, was es auch eher widerwillig macht und ich bekomme Antibiotika. Bis Freitag geht das auch gut, nur geht es mir nicht besonders, so dass ich noch einmal den Arzt aufsuche. Erst morgens, dann am Nachmittag, mein Zustand verschlechtert sich. In diesen nächsten 24 Stunden folgende Dinge von der Wasmansogemachthabenmuss-Liste gestrichen:
– Im Wartezimmer übergeben müssen
– Auf der Notaufnahme nach seinem Namen gefragt werden und einfach nur komisch gucken
– Auf der Intensivstation die Nacht verbringen
Ein seltsames Gefühl am nächsten Tag bei steigendem Natriumwert, zu merken, dass man die letzten Stunden in einer seltsamen Wolke verbracht hat und viele Details nicht erinnert. Schlimm.

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Lesen: Wolfgang HerrndorfTschick!

Gute Nacht.

44_2011

Indian Summer in Düsseldorf

Die vorletzte Woche vor der Eingewöhnung und hier wird gehustet. Nicht so sehr das Früchtchen aber bei den Eltern will diese Erkältung nicht weggehen. Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite, ein Gefühl von Indian Summer in Düsseldorf. Am Samstag dann plötzlich Gänsegeschrei und der Blick an dem Himmel verrät, dass sich da gerade eine ganze Schar gen Süden aufmacht (Noch einer hat’s gesehen).

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Das Früchtchen hingegen leidet unter der Zeitumstellung. Kein Abend vergeht, an dem es nicht eigentlich schon zu müde fürs Abendbrot ist, aber so richtig umgewöhnen will es sich auch nicht. Erst am Wochenende scheint der Knoten einigermaßen geplatzt. Dafür gab es aber mal wieder eine Nacht mit knapp zwei Stunden Früchtchen-auf-dem-Arm-weil-müde-aber-nicht-schlafen-wollen.

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Das Früchtchen tobt gerne. Und lacht sich kaputt, wenn ich „Hatschi“ mache. Und dreht sich wie ein Verrückter, aber vorwärts robben oder krabbeln is nicht. Aber natürlich bin ich die Königin der Geduld und mache innerlich Hüpfer, wenn es mal wieder versucht, den Hintern nach oben zu drücken, dabei aber wegrutscht.

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Eine Sache werde ich sicherlich vermissen, wenn ich wieder arbeite: der dienstägliche und freitägliche Gang auf den Wochenmarkt. Das Stöbern an den Gemüseständen, zuletzt habe ich beim Metzger auch einfach mal einen Wurstsalat probiert und es nicht bereut. Nun ist die Zucchini-Saison vorbei, dafür gibt es noch reichlich Kürbis. Der Rosenkohl lacht mich an und ich lache zurück und lasse mich von den Twitteranern von einem hinreißenden und sehr wohlschmeckendem Rezept verführen. Sollte man ohnehin viel mehr machen: Essen nach Saison.

Mittagessen (danke an @karens_bakery! Statt Speck isses Schinken, statt Zimt Chiliflocken und ohne Nüsse)

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Im Kino gewesen: „Zwei an einem Tag“. Ich mag Anne Hathaway nicht und als ich den Titel hörte, dachte ich erst: Naja, guck ich mir halt einen romantische Komödie an, obwohl doch derzeit der neue Lars von Trier und der neue Almodovar läuft, egal. War dann keine romantische Komödie und sogar richtig gut. Das Buch, auf dem der Film basiert, will ich jetzt aber nicht noch lesen. Hat schon gereicht, im Kino rumgeheult zu haben.

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Auf Stand bei „Modern Family“. Guckbefehl hatte ich ja ohnehin schon erteilt. Und bei HIMYM war die Begegnung zwischen dem „slutty pumpkin“ und Ted nicht nur für Ted enttäuschend. Selbst die Stimme von Katie Holmes nervte. Apropos, Halloween:

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Affenproduktion beendet.

Affenbande

Weihnachtswichteln

Ich starte mal ein Experiment und mache beim Weihnachtswichteln (Nummer 43) der Mamablogszene mit. Muss man ja schließlich mal ausprobieren. Und das Früchtchen freut sich immer über Geschenke.

Wer auch mitmachen will: Huschhusch hier klicken und bis 20.11. überlegen, ob die Regeln ok sind.

43_2011

Herbst

Die letzten Wochen zuhause sind angebrochen. So langsam wird es also wieder ernst mit dem Test, wie altes und neues Leben wohl zusammenpassen bzw. welche Kompromisse nun auf uns zukommen. Der Plan, wie das alles gehen wird, ist gemacht, bald kommt der Praxistest.

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Die erste Familienerkältung.

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So eine Tischdecke ist sehr faszinierend

Das Früchtchen verbringt die Tage meist kreiselnd und rollend auf dem Wohnzimmer. Das Bücherregal ist mittlerweile spannend, ebenso die Tischdecke, am liebsten spielt es aber mit Bällen oder Kugeln, weil die ständig in Bewegung sind.

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Hilfe! Ein Händi!

Am Wochenende: Schwiegerelternbesuch. Viel gegessen und gekocht, gebacken und geputzt, und leider wenig Schlaf.

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Wer auch immer die Zeitumstellung erfunden hat, er hatte keine Kinder. Natürlich ist es einem sieben Monate altem Kind nicht zu erklären, dass es jetzt bitteschön eine Stunde später aufstehen bzw. ins Bett gehen soll. Und offenbar führt dieses Umgewöhnen zu einem völligen Chaos in der inneren Uhr. Wie groß das Chaos ist, kann man an meinen Augenringen ablesen. Und an denen des Mannes, natürlich.

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Die letzten zwei Wochen vor der Eingewöhnung haben begonnen. Seltsames Gefühl. Muss jetzt wohl doch mal die Liste hervorkramen, um so langsam die Ausstattung zu besorgen bzw. bereitzulegen.

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Endlich mal wieder Spaß mit der FAS gehabt. Wurde auch mal wieder Zeit.

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Nummer vier.

Nummer vier

42_2011

Bahnsteig

Meine Mutter war da. Also die Oma. Es ist schon ein seltsames Gefühl, manchmal. Jetzt kommt sie nicht mehr nur, um mich zu besuchen, sondern um uns zu besuchen. Und zu sehen, wie ihr Enkel sich entwickelt. Das Schöne: Man kann aber trotzdem noch Dinge machen, die man vorher auch gemacht hat. Zum Beispiel durch Schuhläden laufen, nur eben nicht mehr so lange oder eben mit einem Knappzehnkilopaket im Arm, weil es nicht mehr im Kinderwagen liegen will.

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Und wenn die Oma zu Besuch ist, kann man auch mal ohne das Früchtchen das Haus verlassen. Abends, mit Mann. Beim Südafrikaner gewesen.

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Das Früchtchen dreht sich mit Begeisterung im Kreis. Und bewegt sich – noch unfreiwilligerweise – rückwärts fort. Der Boden ist nun mal sehr glatt, so dass es rutscht. Da verlässt man nur ganz kurz den Raum und wenn man wiederkommt, liegt es unterm Wohnzimmertisch und jammert, weil es zwischen den Stuhlbeinen festhängt. Ansonsten befindet es sich in der R-Phase. So ein schönes Rollendes, das ständig geübt wird. Manchmal glaube ich, mit einer Taube zusammenzuwohnen.

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Buch fertig gelesen.

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Das erste Mal: babygesittet. Also nicht hier zuhause, sondern woanders. Langweiligerweise hat das Baby einfach geschlafen. Ohne, dass ich den Schnuller in den Mund schieben oder Wasser reichen musste.

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Entscheidungen getroffen.

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Gestrickt.

Flotter Dreier

Buch: Rike Drust – Muttergefühle

Hach, was für ein gutes Buch. Nicht, weil das Kind der Autorin den gleichen Namen trägt wie das Früchtchen, sondern weil es so gut tut. Sehr unterhaltsam beschreibt sie über all Gefühle, die sie als Mutter in den ersten zwei Jahren gehabt hat. Und auch wenn das Früchtchen noch nicht einmal die Hälfte davon hinter sich hat, konnte ich viele der Kapitel nachvollziehen. Die anfängliche Unsicherheit, die ersten Wochen, in denen ich mich erstmal an meine neue Rolle gewöhnen musste, naja, ich könnte jetzt fast alle Kapitel des Buches aufzählen.

Das Buch ist ehrlich, schonungslos, aber eben auch gefühlsduselig und beschreibt ziemlich gut, wie man eben als Mama fühlt. Und es hat mir auch nochmal vor Augen geführt: Auch wenn ich noch so müde bin, genervt vom ewigen LöffelvordenMundhaltenweildasFrüchtchensichbeimEssenständigwegdreht, vom Nichtschlafenwollen, vom Haushaltschmeißen, von Whatever: Ich liebe meinen kleinen Sohn. Meine kleine Familie. Und das jeden Tag mehr. Klingt gefühlsduselig, isses auch. Aber so isses eben auch, das Mamasein.

41_2011

Latte Macchiato in Prenzlberg #muddialarm

Ein verlängertes Wochenende in Berlin. Neue Erfahrungen. Fazit: Städteurlaub mit Baby ist eigentlich kein Problem. Eigentlich doof, dass wir das nicht schon früher gemacht haben.

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Früchtchens neue Mütze

Babysitting-Abende im Apartment helfen dabei, die neue Mütze fürs Früchtchen fertigzustellen. Praktisch bei dem Wetter.

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Neue Features: 360-Grad-Drehungen en masse, verrückt nach Bällen und Kugeln, Karotten sind nicht mehr so unlecker.

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Hihi.

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Das Früchtchen in Berlin

Latte Macchiato in Prenzlberg #muddialarm

Zehn Dinge, die ich gelernt habe.

1. Ein Einzimmerapartment zu buchen war eine mittelgute Idee. Gut, weil mit Küchenzeile zur Zubereitung des Breigedöns, schlecht, weil nur ein Zimmer. Oder hätten wir das Babybett ins Badezimmer stellen sollen?

2. Es war eine gute Entscheidung, den Rührstab mitzunehmen.

3. Alle sind sehr freundlich und hilfsbereit beim Breierwärmen für die Fütterung.

4. Die Fußwege sind der Horror. Es gab kaum einen, der nicht kaputt war.

5. Es gibt ein paar wirklich schöne Kinderlädchen in Mitte und Prenzlauer Berg. Das Berlin-Baby soll Ökoschick tragen und mit Häkel- und Stricktieren spielen.

6. Es ist gar nicht so einfach, eines dieser Cafés in Prenzlauer Berg zu finden, in denen die Mütter mit ihren Kindern bei Latte Macchiato rumlungern. Die meisten Locations sind zugig, eng und laut.

7. Wickelgelegenheiten sind rar. Und damit meine ich auch ein schlicht einigermaßen unzugiger Boden.

8. Im Kleinkindabteil des ICEs gibt es genau einen Kinderwagenparkplatz.

9. Es gibt angeblich wirklich Zugabteile mit für Kinderwagen vorgesehene Parkplätze. Angeblich auf der Strecke nach München runter.

10. Essen in ungewohnter Umgebung kann die Essgewohnheiten durcheinander bringen. Nur Abendbrei, der geht dann doch immer.

Mit dem Früchtchen im Zug

Warum also nicht mal mit dem Baby eine Reise machen, haben wir uns gedacht und Berlin stand ja ohnehin in diesem Jahr noch auf dem Plan. Warum nicht auch mit der Bahn fahren, haben andere auch schon gemacht und ein Auto ist in der Hauptstadt eh unnütz wie eine salatumhüllte Currywurst.

Die Reise beginnt schon mal mit einer Muskelübung, denn der nächstgelegene S-Bahnhof ist einer ohne Aufzug, von Rolltreppen ganz zu Schweigen. Der Düsseldorfer Hauptbahnhof begrüßt uns an Gleis 13/14 mit einem Aufzug, in dem es nach Pisse riecht. Glücklicherweise duftet es im Aufzug zu Gleis 17 angenehm nach Putzmittel.

In Duisburg essen wir Frühstück. Klappt hervorragend. Das Früchtchen ist nur ein bisschen abgelenkt, weil Leute vorbeigehen, draußen und drinnen und die Zugführerin so schöne Ansagen macht. Jedes Mal, wenn eine neue Ansage kommt, guckt das Früchtchen mich an, aber ich bin’s nicht, die da so laut redet.

In Hamm müssen wir eine halbe Stunde auf den Zugteil aus Köln warten. Die Durchsage nach einem Arzt für Wagen 22 verpasst das Früchtchen – als es sich die Augen gerieben hat, lege ich das Früchtchen in seinen Kinderwagen. Nach fünf Minuten beginnt das Vormittagsschläfchen – ein Wunder.

In Hannover bekommen wir Besuch. Ein ebenfalls sechs Monate altes Kerlchen gesellt sich zu uns. An der guten Stimmung ändert sich aber nichts. Mal wird aus dem Fenster geguckt, mal den Ansagen gelauscht, mal an Papas Schnürsenkeln gezogen oder an der Rassel gelutscht. Kurz vor Spandau hat der Zug eine Dreiviertelstunde Verspätung und das Früchtchen schläft für den verspäteten Mittagsschlaf im Kinderwagen ein. Noch ein Wunder.

Fazit: Das Bahnpersonal ist freundlich, die Kleinkindabteile ok, wenn nicht zu viele Kleinkinder (Idealfall: eins) anwesend sind. Das Bordrestaurantpersonal macht gerne Babymittagsessen warm, wenn auch zu heiß. Warum der Wickelraum nicht einfach direkt neben das Kleinkindabteil gebaut wurde sondern direkt neben das Bordbistro, das kann wohl nur jemand ohne Kinder erklären. Unpraktisch ist es auf jeden Fall.

40_2011

Neuen Friseur getestet, diesmal heißt er Sascha und hat seinen Job ganz gut gemacht. Schwimmen gewesen, insgesamt eine gute Woche gewesen. Gut im Sinne von auch ein bisschen Zeit für mich gehabt.

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Dinge, die anders sind, seitdem ich Mama bin: Ich mag plötzlich Käsekuchen. Wer ein gutes Rezept zum Nachbacken hat, her damit!

Käsekuchen

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Früchtchens neue Features: Ich sehe Fortschritte in Sachen Mittagsschlaf, Mobilität (Rückwärts durch die Wohnung rutschen scheint gerade super zu sein) und Kraft (Kneifen klappt ganz gut).

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Schoßgebete. Ein anstrengendes Buch, weil schon so viel darüber geschrieben und geredet wurde und die Autorin auch in gefühlt jeder Talkshow war, um ihr Werk zu promoten. Mich nervte die Ähnlichkeit mit ihrer Biographie. Nicht, weil ich mich die ganze Zeit fragte, wieviel Elizabeth in Charlotte steckt, sondern weil sie ihre Geschichte zu sehr benutzte, um das Buch zu verkaufen. Das erschien mir ungesund, gerade weil sie ja jahrelang in Therapie war, um die Geschehnisse rund um den tragischen Unfall zu verarbeiten. Und dann ging mir diese bemühten Sexgeschichten auf die Nerven. Der Knaller nebst Schwarzer-Angriff gleich zu Beginn, Puff, Pornos, alles mit dabei. Puh. Aber auch ein gutes Buch. Die Ängste einer jungen Mutter, die Ängste, den Partner zu verlieren, der Druck durch die Existenz der Tochter.

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Die Woche endet mit dem Nähkurs. Vor Jahren hat mir meine Mutter mal ihre Nähmaschine erklärt, aber so richtig verstanden hatte ich das alles nicht. Und vergessen sowieso. Also Nähkurs. Erzeugnisse: ein Kissenbezug und eine Handyhülle. Jetzt bin ich angefixt.

Nähkurs