Hilfe, wir sind Mainstream oder so toll waren die Goldenen Blogger 2017

Mittlerweile ist Freitag und ich habe mich auch am Freitag noch nicht von Montag erholt. Nicht, weil ich natürlich vorher und nachher viel zu wenig geschlafen habe, sondern eher weil es einfach ein so außergewöhnlicher Abend war, dass ich wohl noch ein bisschen Zeit brauche, um alles zu verarbeiten.

Interview-Marathon, Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Das wird nicht einfacher, denn nach den zahlreichen Beiträgen von Medien wie Tagesthemen, Heuteplus, WDR, RBB, dpa, Welt erscheinen nun jeden Tag die Rückschauen in den Blogs. Kiki, die Notaufnahmeschwester, Frau Kaltmamsell, Fräulein Read on nenne ich hier mal exemplarisch, aber es sind unzählige weitere erschienen. Und dann adelt die "Washington Post" unser kleines goldenes Männchen auch noch als "one of Germany’s top digital media awards". Ganz ehrlich: Dann denke ich ganz schnell an die Zeiten zurück, in denen wir auf meinem Sofa mit Bügelbrett und Webcam ausgestattet saßen und streamten.

Fräulein Read On ist Bloggerin des Jahres Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Ja, es scheint sich einiges in Sachen Blogs getan zu haben. Offenbar gibt es nun unter Medienmenschen doch so langsam ein wenig Demut gegenüber Internetpublizisten. Menschen, die aus Lust am Publizieren publizieren. Die einen aus purer Leidenschaft, die anderen, weil sie sich schon früh dazu entschieden haben, Geld damit zu verdienen und denen es trotzdem gelingt, sich einigermaßen treu zu bleiben.

Frau Kaltmamsell räumte die Kategorie „Tagebuch“ ab Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Nun ist es unser Anliegen, auf die Perlen im Netz zu verweisen. Denen man die Leidenschaft, die Liebe zum Thema anmerkt. Vor denen man sich verneigt, wie wunderbar sie für ihre Sache kämpfen und dabei eben auch die digitalen Publikationskanäle nutzen. 

Und auch im elften Jahr ist uns das meiner Meinung nach ganz gut gelungen. Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich noch einmal durch die Gewinnerliste durchzuklicken, sich Bookmarks zu setzen oder sich die Blogfeeds in seinen Feedreader zu ziehen (Ja, ich mach das noch!).

Sophie Passmann gewinnt die Kategorie „Instastories“ Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Über drei Dinge habe ich mich an diesem Tag aber besonders gefreut.

Erstens: Ich glaube, dass die meisten das Basecamp einigermaßen happy verlassen haben. Und das war mir wichtig: Viele haben einen wirklich weiten Weg auf sich genommen und sind zu uns nach Berlin gekommen (Bangkok!, Irland!, Spanien!) und ich habe gehofft, dass es keiner bereut. Wenn ich die vielen Kommentare bei Facebook, Twitter und in den Blogs lese, ist uns das einigermaßen gelungen (Und sogar Jochen hat seinen Preis noch erhalten und konnte sich beim Frühstück am Dienstag darüber freuen.).

Zweitens: Natürlich haben auch wir als Veranstalter geheime Favoriten und wir hoffen inständig, dass diese bei den zahlreichen Online- und Saalvotings gewinnen. Ich sag es mal so: Ein paar Mal hat das auch geklappt.

Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Drittens: Mannmannmann, was hatten wir vor elf Jahren doch für eine Gaga-Idee da bei bei mir auf dem Sofa. Und Mannmannmann, Daniel und Thomas, was für ein Wahnsinn, dass wir das jetzt schon elf Jahre lang machen. 

Danke.
Und bis zum nächsten Jahr.

PS: In diesem Jahren haben uns Amazon, Bayer, Daimler, Facebook, Go Daddy, Google, Telefónica und Xing bei der Umsetzung als Sponsoren unterstützt. Wenn du ein Unternehmen kennst, das Interesse hätte, nächstes Jahr dabei zu sein, lass es mich wissen.

Quelle: Henrik Andree / Basecamp

Goldene Blogger: Fünf Dinge, auf die ich mich besonders freue

(Quelle: Dagger)

Am Montag ist es soweit. Christiane, Daniel, Thomas und ich verleihen die Goldenen Blogger 2017. Es werden wieder sehr viele der Nominierten vor Ort sein. Wir werden es hoffentlich wieder in einer angemessenen Zeit schaffen, alle Kategorien zu vergeben und alle Preisträger zu würdigen und am Ende werden wir hoffentlich gemeinsam an der Hotelbar einen Absacker trinken und danach völlig fertig ins Bett fallen. Hier die fünf Dinge, auf die ich mich besonders freue.

1. Berlin. Ja, hinziehen muss ich derzeit nicht mehr, aber regelmäßig Hauptstadtluft schnuppern – das gehört schon zu meinem Leben dazu! Und wir bereuen es keine Minute, den Schritt vor drei Jahren nach Berlin gewagt zu haben.

(Die Zeiten im Elementarteilchen in Düsseldorf-Flingern möchte ich aber auch und vor allem wegen solcher Fotos nicht missen.)

2. Ich darf euch alle treffen. Wie oben schon geschrieben: Sehr viele der Nominierten haben sich angemeldet, um mit uns gemeinsam die Goldenen Blogger zu küren. 80 Prozent? Das trifft es. Und die, die es in diesem Jahr leider nicht schaffen, werden uns hoffentlich im Stream zuschauen. Und auf ihren Kanälen dafür trommeln, dass ihre Fangemeinde dafür sorgt, dass sie den Goldenen Blogger nach Hause holen. Und ja: Ich freue mich darauf wirklich. Umarmen, Hände schütteln, quatschen – gibt ja sonst nicht so viele Gelegenheiten, die Blog- und Social-Media-Gemeinde mal so geballt in einem Saal zu treffen.

3. Es ist schon ziemlich toll, dass wir es wieder geschafft haben, Sponsoren zu akquirieren, die uns in Sachen Reise- und Hotelkosten unterstützen. Telefonica ist nun schon zum dritten Mal dabei, Xing, Google, Facebook bereits zum zweiten Mal und neu hinzugekommen sind Amazon, Bayer, Daimler und Go Daddy.

(Großen Dank auch an das NH Hotel, das uns diesmal beherbergen wird – auch für deren Flexibilität („Wir brauchen vier Zimmer ja schon eine Nacht früher. (…) Vielleicht auch fünf?“ – „Kein Problem!“!)

4. Das beste Team. Daniel, Thomas, Christiane, aber auch die anderen, die uns mittlerweile im Hintergrund helfen. Manuel, Feli, Katrin, Angela, Ferdinand und Markus. Danke, dass ihr da seid.

5. Die Show. Ein bisschen was wird (hoffentlich) geplant verlaufen, ein bisschen was vermutlich ziemlich ungeplant und überraschend. Werde ich wieder auf dem Boden liegen und einen Mund darstellen (Siehe oben!)? Wir geben auf jeden Fall unser Bestes geben, damit der Abend ein gelungener wird.

Neuer Look.

Wie ihr seht, sieht es hier jetzt ein bisschen anders aus. Zum einen hat sich Alexa Paetzel ein wenig ausgetobt und mich dabei unterstützt, dass ich für meine Selbstständigkeit ein schickes CI habe – Visitenkarten, Präsentationsfolien, Briefbögen für Rechnungen. Das sieht jetzt alles schön einheitlich aus und ich wollte dann, dass sich dieses so genannte CI auch auf meinem digitalen Kanal wiederfindet. Auf Alexas Basis quasi hat sich dann der sehr geschätzte Christian Fischer aka Jawl wiederum ausgetobt und mir diese wunderbare digitale Heimat gezaubert. Erstmals ist nun auch blog.franziskript.de von franziskabluhm.de abgekoppelt, aber durch Verlinkungen noch verknüpft. Mir war es wichtig, das eine vom anderen ein bisschen stärker zu trennen, auch wenn das natürlich eigentlich gar nicht möglich ist.

Ich hoffe, ihr fühlt euch wohl, findet die Schrift angenehm zu lesen. Wenn euch noch was auffällt, schreibt mich gerne an, kommentiert und macht, was man eben so macht, in diesem Internet. Und bucht die zwei!

Design Thinking ist mehr als ein Buzzword

Dieser Text ist eine Kurzversion eines Textes aus meinem Newsletter. Meinen Newsletter kannst du hier abonnieren.

Ich habe die vergangene Woche vor allem genutzt, darüber nachzudenken, wie man auf neue Ideen kommt. Warum? Zum einen habe ich einen Workshop vorbereitet, in dem neue Ideen entstehen sollten, zum anderen habe ich mich mit der Start-up-Szene beschäftigt. Was gibt es da eigentlich? Wie finden Inkubatoren und Acceleratoren gute Start-Ups? Und wie können Unternehmen und Verlage auf innovative Ideen kommen und diese Ideen auch mit kleinen externen Teams wie zum Beispiel Start-Ups umsetzen? Was sind geeignete Methoden, um schnell herauszufinden, ob eine Idee gut, mittel oder einfach zu vernachlässigen ist.

Dabei habe ich meine Liebe für den Design-Thinking-Ansatz wieder entdeckt. Hier die Gründe.

1. Design-Thinking hilft ganz wunderbar dabei, Menschen aus ihrem „Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht“-Denken herauszuholen. Ich kenne ein paar Tricks und Methoden, Menschen aus ihrer „Comfort Zone“ herauszuholen und freue mich, wenn nach dem ersten Unbehagen ein „Das war gut, dass wir mal ganz anders denken mussten“ kommt.

2. In einem dieser schlauen „Design-Thinking-Bücher“ habe ich mal gelesen, dass Design Thinking eine Einstellung sei und vor allem Achtsamkeit gegenüber der Außenwelt bedeute. Ich finde diese Formulierung sehr treffend und würde mir wünschen, wenn sich Produktverantwortliche noch mehr mit ihrer Außenwelt auseinandersetzen würden. Wer braucht mein Produkt? Welches Problem löst mein Produkt? „Warum muss ich mit Leuten reden, ich weiß doch, was meine Zielgruppe will“, ist ein Satz, den ich häufig höre. Leider.

3. Es ist so nützlich, sich in andere hineinzuversetzen, die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen, mal ganz anders zu denken, als man es gewohnt ist.

4. Es macht alle gleich – ob Abteilungsleiter, Chefredakteurin oder Praktikantin – alle Ideen sind gleich, jede Meinung zählt und findet im Prozess Berücksichtigung. Weil das Ziel im Fokus steht und nicht Hierarchien.

5. Nach einem Workshop-Tag sind zwar alle total platt (ich inbegriffen), aber irgendwie auch glücklich. Weil Ideen generiert, weiterentwickelt und am Ende auch bewertet wurden und das Ziel erreichbarer scheint.

(Ach ja, mein Blog habe ich in der letzten Woche auch noch gerelauncht. Ich freue mich über Feedback.)

Wie wird 2018?

Dieser Text erschien in meinem Newsletter in ungekürzter Form. Meinen Newsletter kannst du hier abonnieren.

„2018 muss das Jahr werden, in dem Silos aufgebrochen werden, mehr Vielfalt gelebt und endlich wieder der User wieder in den Mittelpunkt gestellt und mit ihm auf Augenhöhe kommuniziert wird“, schrieb ich vor Weihnachten auf der Facebook-Seite von Medialab-Bayern-Chefin Lina Timm in aller Kürze.

Ich habe die Feiertage genutzt, um das etwas ausführlicher darzulegen und komme auf sieben Thesen. Sieben Thesen zu Medien, Digitalisierung und Kommunikation in 2018. 

1. Wer bisher nicht daran gearbeitet hat, sich eine echte Community aufzubauen, wird es 2018 schwer haben. Kunden- bzw. Nutzerorientierung wird noch wichtiger, um nachhaltig neue Geschäftsmodelle aufzubauen. Und zwar keine Kundenorientierung aus dem Bauch heraus.

Mit dem Aufbau von Communitys meine ich nicht nur die Investition in eine gute Social-Media-Strategie. Wer wirklich Geld verdienen will, muss das unabhängig von börsennotierten Unternehmen wie Facebook und Co. schaffen. 

2. Social Media wird sich nicht mehr so sehr auf Facebook konzentrieren – Instagram wird da eine noch wichtigere Rolle spielen. Und mein Wunsch wäre, wenn Medien Whatsapp nicht nur als Linkschleuder nutzen würden, sondern sich die Arbeit machten, echten Communityaufbau zu betreiben. Leider immer noch ein von vielen unterschätzter Kanal.

3. Mit einer intelligenten Auswertung von Daten und gut gebauten Chatbots ist es möglich, Nutzer und Kunden noch persönlicher anzusprechen.

4. Sprachassistenten von Amazon und Google, die Renaissance des Podcast – 2018 wird noch viel mehr das Jahr des gesprochenen Wortes werden. Anfangs war ich skeptisch, mittlerweile bin ich überzeugt. Allerdings bin ich mir sicher, dass Alexa und Co. nur Übergangsgeräte sein werden, und damit meine ich auch die gepimpten Geräte, die jetzt noch einen Bildschirm dazu bekommen.

5. 2018 wird es auf dem Markt der Inhalteersteller – ich sag das jetzt mal so ganz furchtbar und meine damit Verlage, Agenturen und was es da sonst noch so gibt – turbulent. Die Branche ist im Umbruch und stellt sich gerade neu auf. Wer zu klassisch unterwegs ist und immer noch zu sehr in Silos denkt, wird am Ende zu den Verlierern gehören.

6. Der Kampf zwischen Verlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern wird in die nächste Runde gehen. Das Popcorn für alle Beobachter steht bereit. Am Ende werden aus meiner Sicht beide Seiten verlieren. Die Verleger, weil sie sich auf den falschen „Feind“ konzentrieren, die Öffentlich-Rechtlichen, weil sie aus sich heraus nicht reformfähig sind (siehe 5.).

7. Und bei den Big Four? 2018 wird nicht das Jahr von Google, Apple oder Facebook – 2018 wird das Jahr von Amazon.

Ich wünsche dir ein gesundes und erfolgreiches 2018. Lass uns was draus machen. 

Bücher 2018: Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke


Ich gehöre zu den Menschen, die sich vorgenommen haben, in diesem Jahr mal wieder mehr zu lesen. 30 Bücher habe ich mir vorgenommen. Ich denke, dass das zu schaffen ist. Mit ein bisschen schummeln (In 2017 bereits 200 Seiten gelesen) den dritten Teil des Zyklus von Joachim Meyerhoff dann doch endlich mal beendet.

Mit dem Zyklus habe ich angefangen, weil Olli Schulz Meyerhoff mal bei Fest&Flauschig empfohlen hat. Und irgendwie fand ich es interessant. Nicht lustig, wie in den Klappentexten versprochen wurde, sondern ja, interessant. Teil 2 und auch diesen dritten Teil habe ich mir gekauft, weil ich dachte, dass ich bei 1 und 2 einfach nicht in der Stimmung gewesen bin zum Lachen, aber auch bei Teil 3 war nix so richtig komisch.

Ich verstehe nicht so richtig, warum die Teile sich so gut verkaufen, denn der Protagonist ist aus meiner Sicht keine Person, mit dem man sich gerne identifiziert. Auch im dritten Teil nervt mich seine gescheiterte Existenz ein wenig und ich hoffe nun sehr, dass er in Teil 4 mal ein bisschen mehr Selbstvertrauen hat.

Joachim Meyerhoff: Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (Affiliate-Link)

Jahresendzeitfragebogen 2017


Machen wir es kurz, ich habe den Fragebogen auch 2017 für euch ausgefüllt.

Zugenommen oder abgenommen?

Recht konstant.

Haare länger oder kürzer?

Durch einen Zufall („Linda hat gestern gekündigt“) habe ich im Oktober Pia kennengelernt, meine neue Friseurin. Ich bin sehr zufrieden und würde sagen: nen Tick kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Da ich mir im Sommer eine neue Brille gekauft habe, wurde nachgemessen und die Augen sind sogar nen Tick besser geworden. Kann natürlich auch am Alter liegen.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Ungefähr gleichgeblieben, auch wenn ich insbesondere gegen Ende des Jahres nochmal eifrig investiert habe – in den Train-the-Trainer-Kurs, das Design, das ihr dann hoffentlich auch 2018 auf der Webseite sehen könnt.

Der hirnrissigste Plan?

Obwohl das Jahr dann ja doch recht turbulent war, würde ich sagen, dass ich am Ende nicht allzu hirnrissig unterwegs war. Im Sommer dachte ich mal kurzzeitig, dass ich mit einer eher ehrenamtlich anmutenden Tätigkeit glücklich werden könnte, hab dann aber nach dreimal drüber schlafen eingesehen, dass es nicht so ist.

Die gefährlichste Unternehmung?

Mit Kinder lebt man ja eher nicht so gefährlich.

Die teuerste Anschaffung?

Der neue Rechner, das neue Layout, sowas – aber das zählt ja alles ins neue Berufsleben hinein, sprich: keine Anschaffung sondern notwendige Investitionen!

Das leckerste Essen?

Da gab es einiges. Selbst gebackenes Brot, leicht warm, so dass die Butter noch schmilzt, ein bisschen Salz drüber – himmlisch. Dann dieser Salat mit Rindfleisch und Spargeln im Frühjahr im El Mundo – dazu ein Glas Weißburgunder.
Dann habe ich in Österreich Eis mit Kürbiskernöl kennen- und lieben gelernt. Sowieso war Österreich kulinarisch spitze. Und auf die Pute, die ich Weihnachten zubereitet habe, bin ich auch ein bisschen stolz.

Das beeindruckendste Buch?

Eindeutig: Han Kang: Die Vegetarierin

Der berührendste Film?

Viel zu wenige Filme geschaut. Ich habe mich gestern prächtig unterhalten gefühlt bei „Willkommen bei den Hartmanns“.

Das beste Lied?

„Zum Laichen und Sterben ziehn die Lachse den Fluss hinauf“

Das schönste Konzert?

Dieses Doppelkonzert von Kettcar, die nach fünf Jahre zum ersten Mal wieder auf der Bühne standen, und Thees Uhlmann. So viel Energie auf der Bühne – großartig!

Die meiste Zeit verbracht mit?

Familie.

Die schönste Zeit verbracht mit?

Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2017?

Umbruch.

2017 zum ersten Mal getan?

In einem Hochseilgarten herumgeklettert. Ein Kind eingeschult. Einem Kind zu Seepferdchen und Bronze-Abzeichen verholfen. In der Elbphilharmonie gewesen. Eine Jurysitzung geleitet. Einen Superman-Kuchen gebacken. Einen Batman-Kuchen gebacken. An einem Designathon teilgenommen. Mit dem großen Sohn auf einem „Deine-Freunde“-Konzert gewesen. In einem russischen Restaurant Weihnachten gefeiert. Einen Anwalt beschäftigt. Gekündigt, ohne genau zu wissen, wie es weiter geht. Einen Newsletter geschrieben. Mich selbstständig gemacht.

2017 nach langer Zeit wieder getan?

Gekrault. Auf einem Klassentreffen gewesen. Ein klassisches Konzert besucht. Eine Zeitschrift abonniert. Podcasts gehört und selbst an einem mitgewirkt. Blinddate gehabt – also anders, aber war eins.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Rückblickend sicherlich die Zeit zwischen Februar und Mai. Bänderdehnung im Sommer.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Ich mich von mir selbst.

2017 war mit einem Wort?

Aufbruch.

Wer sich nochmal durch die vergangenen Jahre klicken will: 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010,
2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003.

Die positive Seite des Jahresendes

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Noch ist dieses Jahr nicht rum. Die letzten Aufträge für dieses Jahr müssen abgearbeitet werden, Rechnungen geschrieben, Geschenke besorgt und gepackt werden, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich empfinde das Jahresende meist als nicht besonders angenehm. Das Gehetze, um die Todo-Listen abzuarbeiten, quengelnde Kinder, die endlich Weihnachten haben wollen, du kennst all das wahrscheinlich.

Mittendrin lasse ich zwischendrin das Jahr schon einmal Revue passieren, ordne Ereignisse ein in in schöne und solche, aus denen ich gelernt habe. Ich erinnerte mich, zu Beginn des Jahres eine Liste mit Vorsätzen geschrieben zu haben. Für 2017 standen da natürlich ein paar alte Bekannte: mehr Sport, mehr lesen, mehr bloggen. Aber auch neue Dinge: mehr neues Kochen, alte Freunde wiedersehen, akzeptieren, dass ich dieses Jahr 40 werde und Kraulen lernen.

Nicht, dass ich nicht schwimmen kann, ich mache das sogar sehr gerne, allerdings hat mich seit einiger Zeit genervt, dass ich beim Kraulen meist auf halber Bahn mit der Atmung durcheinander komme oder gegen den Beckenrand knalle, weil ich nach links wegdrifte. So kam der Vorsatz auf die Liste und den schleppte ich nun seit Januar mit mir herum. Ich ging ein paar Mal schwimmen, um es selbst immer wieder zu probieren, ich schaute mir Youtube-Videos an, half alles nix. Und dann fragte ich die Schwimmlehrerin meines Sohnes, ob sie nicht mal einen Kurs für Eltern anbieten könne. Sie selbst ist Triathletin und Schwimmlehrerin und bringt den Kindern auf spaßige aber durchaus strenge Weise das Schwimmen bei, dass ich oft in der Umkleidekabine saß und bedauerte, nicht auch so eine Schwimmlehrerin gehabt zu haben.

Machen wir es kurz: Gestern Nachmittag fuhr ich alleine in die Schwimmhalle der Gehörlosenschule in Düsseldorf-Gerresheim und stieg für zweieinhalb Stunden ins Wasser, um Atemtechniken auszuprobieren, meinen Körper im Wasser zu justieren. Am Ende war ich ziemlich stolz, beim Durchqueren der Bahn nicht weggedriftet zu sein oder mich verschluckt zu haben.

Ich war aber auch stolz, so kurz vor Jahresende einen weiteren Punkt von meiner Vorsätzeliste streichen zu können. Denn der Rest ist jetzt erstmal Training.

Was schreibst du auf deine Liste für 2018?

Goldene Blogger 2017 – wer ist nominiert?

Der schönste Moment nach der Arbeit vergangene Woche – ja, es ist Arbeit sich die rund 1000 Vorschläge alle anzuschauen, wenn auch tolle Arbeit – ist der, wenn ich am Tag danach durch all eure Reaktionen scrolle, die ersten Blogeinträge lese und mich darüber freuen kann, das ihr euch freut. Und dann bin ich einfach sehr dankbar, dass Daniel, Thomas und ich vor elf Jahren diese verrückte Idee hatten, eine Preisverleihung zu erfinden und dass wir auch in diesem Jahr wieder wunderbare Unternehmen gefunden haben, die uns dabei unterstützen. Danke euch allen und bevor ich euch hier die Nominierten präsentiere, muss ich mir erst einmal ein Taschentuch holen.

Und hier ist sie, die beste Shortlist des Jahres! Wir sehen uns hoffentlich alle am 29. Januar.

Blogger des Jahres

Newcomer des Jahres

Blogtext des Jahres

Blogger ohne Blog

Blocker des Jahres

  • Marc Jan Eumann für seine intransparente Wahl zum Direktor der Landesmedienanstalt in Rheinland-Pfalz
  • Christian Lindner für seine Blockade der Jamaika-Koalition
  • Heiko Maas für das Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Food- & Wein-Blog des Jahres

Tagebuch-Blogger des Jahres

Podcast des Jahres

Snapchat- & Instagram-Stories des Jahres

Instagram-Account des Jahres

Twitter-Account des Jahres

DIY-Blogger des Jahres

Nischen-Blogger des Jahres

Wirtschafts-Blogger des Jahres

Markenbotschafter des Jahres

Social-Media-Sportler des Jahres

Blogger mit Engagement des Jahres

Blogger aus dem Ausland über Deutschland des Jahres

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Zweiklassengesellschaft beim Sandmännchen

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Aus Gründen des Nachwuchses schaue ich fast jeden Abend das „Sandmännchen“. Denn selbst der Sechsjährige schaut es noch gerne, vermutlich weil es einfach ein schönes Ritual vor dem Schlafengehen ist. Alle kommen runter, wir fragen uns, mit was der Sandmann denn diesmal wieder kommt und viele der Geschichten, die beim Abendgruß erzählt werden, sind auch für Eltern ganz gut zu ertragen.

Wer das Sandmännchen im analogen TV schauen möchte, hat drei Möglichkeiten: 17.55 Uhr im RBB, 18.50 Uhr im Kika und 18.54 Uhr im MDR. Da die Kinder es eigentlich nie schaffen, mit Abendessen, Waschen und Zähneputzen pünktlich fertig zu werden, schauen wir meist digital – meist über die App bei Amazon Prime.

Die ist wirklich gut, genauso wie die dazugehörige Webseite, sehr kindgerecht, einfach zu bedienen und Kinder und Eltern können nicht nur mehr über das Sandmännchen erfahren, sondern auch Bastelvorlagen oder Rezepte herunterladen oder ausdrucken (lassen), jede Menge Filmchen von Sandmännchens Freunden ansehen und feststellen, dass es das Sandmännchen-Lied u.a. auch auf schwedisch gibt.

Nun hat der RBB am 4. Dezember ganz stolz per Pressemitteilung verkündet, dass am 8.12. die erste von 24 neuen Sandmännchen-Episoden ausgestrahlt werden soll. Im Filmchen erklärt Martina Wünsch, dass „die Kinder, die ihn heute schauen, einen größeren Wiedererkennungswert haben, dass sie das sehen, was sie auch in ihrem Alltag sehen“. Ehrenwert, erklärt aber nicht , warum der Sandmann dann mit einem Floß auf dem Mississippi, per Flugkapsel, auf dem Surfbrett oder in einem Solarfahrzeug unterwegs ist. Aber hey: Neue Folgen, lassen wir die Details.

Na gut, nicht ganz: Denn seltsamerweise konnten zumindest digitale Zuschauer über die RBB-Mediathek- oder RBB-App die erste neue Folge „Sandmännchen fährt ICE“ gar nicht schauen. Nur in der Kika-Mediathek war diese Folge zu sehen. Stattdessen reiste das Sandmännchen in einem Uralt-Auto (irgendwas aus den 70er Jahren) an.

Absicht wegen unklarer Rechtelage? Ein menschlicher Fehler? Egal. Was angekündigt wird, sollten auch alle Zuschauer zu sehen bekommen.