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Ich bin die deutsche Stimme von Susan Grant!

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Krisengedanken

Während ich selber schon in den USA wie benommen vorm Fernseher saß und ständig die neuesten Hiobsbotschaften in den Zeitungen (Ja, Holz!) las, war die Lage hier in Deutschland irgendwie noch relativ ruhig. Komischerweise schien diese ganze Krise nicht wirklich als bedenklich wahrgenommen zu werden. Zumindest wenn man in dem normalerweise nicht ganz so wirtschaftlich interessierten Teil der Redaktion und im Bekannten- und Freundeskreis rumhörte.

Und auch heute, als der Dax in den Keller rauscht, gab es noch so viel Desinteresse. Obwohl die Bundesregierung gestern in einer Hals-über-Kopf-Aktion mal eben die Spareinlagen aller Bundesbürger garantierte, aus Angst, dass halb Deutschland am heutigen Tag zum Geldabheben rennt. Wegen der Beinahe-Pleite der Hypo Real Estate. Die dann doch gerade nochmal keine war, aber wer weiß, was da noch kommt.

Und dann diese seltsamen Schuldzuweisungen, die vor Ahnungslosigkeit nur so triefen. Ja, auch von Menschen, die Verantwortung tragen. Selbst das lässt viele einfach nur kalt.

Ich weiß nicht, was noch passieren muss, bis auch beim letzten ankommt, das da gerade etwas Schlimmes passiert und dass das unser aller Leben in den kommenden Jahren extrem prägen wird.

PS: Und ja: Nachdem ich dieses Cover gesehen habe, hab ich erstmal auf der Webseite nachgeschaut, ob es echt ist.

Tina Fey als Sarah Palin, die dritte

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Film: Made of honor

Leider habe ich 1997 oder 1998 diesen bekloppten Film „Verliebt in die Braut“ mit Julia Roberts geguckt. Ich glaube, das war in England, weil das der einzige Film war, auf den sich die Horde deutscher Au-Pair-Mädels einigermaßen einigen konnte. Ein Konsens-Film also. Doof nur, dass „Made of honor“ im Grunde die gleiche Geschichte erzählt. Mit dem Unterschied, dass hier der beste Freund in die beste Freundin verknallt ist.

Zehn Jahre kennen sich Tom und Hannah schon, im Bett waren sie nie, dafür verbringen sie die Sonntage miteinander, bei Kuchen, lustigen Spielen und Spaziergängen. Sie erträgt seine zahlreichen Frauengeschichten und begleitet ihn auch zum sechsten Mal auf die Hochzeit seines Vaters, der nach der Trennung von seiner großen Liebe (Toms Mutter) dem Spleen verfallen ist, alle Frauen in seinem Leben immer gleich zu heiraten (Übrigens Sydney Pollack als heiratsversessener Vater).

Tja, und dann lernt Hannah bei einem Schottland-Besuch einen schönen Schotten kennen, der nicht nur auf dem Pferd herbeigeritten kam und sie aus den Klauen einer Schafsherde befreit, sondern auch gleich noch sehr wohlhabend ist und singen kann und tanzen und jagen und – wer hätte das gedacht – Basketballspielen. Irgendwie furchtbar perfekt und natürlich gibt’s viele Wirrungen und Irrungen und ein paar Küsse, die die eigentlich besten Freunde verwirren und dann den Showdown in der Kirche, bei dem sie sich für den richtigen Mann an ihrer Seite entscheidet. Kitsch pur, und wer glaubt, dass bei mir trotz dieser Vorhersehbarkeit, keine Tränchen gekullert sind, irrt.

Ach ja, lernen kann man auch noch was. Denn dank dieses Films werde ich bei Starbucks nie wieder nach einem „Ding“ verlangen, wenn ich mir meine Finger nicht verbrennen will. Sondern nach einem Kaffeekragen. Ha!

Film: Kung Fu Panda

Panda Po arbeitet bei seinem Vater im Nudelrestaurant und träumt von einer Karriere als Kung-Fu-Kämpfer. Leider hat er nicht ganz so die Figur dafür und ist auch nicht so beweglich wie die Kung-Fu-Helden, die antreten, der nächste große Krieger zu werden und die Stadt aufs Mark zu verteidigen? Der Zufall (und die Dramaturgen) will es, dass Panda Po dieser nächste große Krieger wird und Meister Shifu verzweifelt zunächst daran, den ungelenken Panda die Tricks und Kniffe der Kung-Fu-Kunst nahezubringen. Und weil das ganze ein Kinderfilm ist, ist die große Lehre der Geschichte, dass man nur an sich glauben und seine Fähigkeiten vertrauen muss, dann klappt das alles schon. Während man bei dem gestiefelten Kater bei „Shrek“ in jeder Gesichtsregung Antonio Banderas sah, funktioniert das auch hier sehr gut mit Panda Po (Jack Black). Doch irgendwie wollte sich bei mir nicht dieses „Hach-süß“-Gefühl einstellen, dafür ist „Kung Fu Panda“ zu sehr Kinderfilm und zu wenig für alle.

FILM: Leatherheads

Oh Mann, wieder so ein Film, bei dem man sich wundert, dass die aus dem Originaltitel „Leatherheads“ den poetischen Titel „Ein verlockendes Spiel“ gemacht haben. Der Film spielt in der Zeit, in der der Football in den USA noch kein Profisport war. George Clooney gibt Dodge Connolly, den Football-Helden, der den Sport liebt und ihn populärer machen will. Er will den Erfolg, er will mehr Zuschauer ins Stadion anlocken. Deshalb heuert er einen College-Star an, Carter, der die Aufmerksamkeit der Masse gewinnen soll.

Und dieser Carter hat das Zeug zum perfekten Helden. Auf dem Spielfeld die überragende Größe und auch die Biographie des Sportler mit Kriegsheldenvergangenheit passt perfekt in die Zeit. Zu perfekt, findet zumindest Renee Zellweger, eine Journalistin, die sich dran macht, den Mythos des Heldens zu beschmutzen.

Carter und Dodge, die beiden werden Konkurrenten um die Gunst der hübschen Journalistin. Und es ist wohl nicht zu viel verraten, dass am Ende der sympathische George Clooney als Sieger aus dem Rennen geht.

Netter Film, den man ganz gut im Flugzeug gucken kann (so wie ich es getan habe), wegen dem ich aber niemals ins Kino gegangen wäre. So anhistorierte Geschichten aus der Welt des Sports sind eher was für den Sonntagnachmittag nach einem durchzechten Samstagabend.

Hach, Sarah…

Man muss ja gar nicht die ganzen Parodien schauen, die Frau ist eine einzige Parodie. Man könnte über jeden Ausschnitt aus diesen Interviews lachen. Mannmannmann.

(via)