Ode an das Mixtape

Wie toll war es eigentlich damals, vom allerersten Freund irgendwann eine Kassette in die Hand gedrückt zu bekommen? Eine Kassette, auf der das Lied drauf war, zu dem man zum allerersten Mal geknutscht/fummelt oder was auch immer getan hat. Dann noch einer, zu dem man gerne mal in der Disco getanzt hat. Und dann diese Lieder, die so viel über den anderen aussagten. Auch beim zweiten und dritten Freund war das so. Immer wieder gab’s eine Kassette (bei längerwährenden Beziehungen, also den richtigen dann auch gerne in regelmäßigen Abständen eine). Ich habe diese Kassetten immer sehr gerne gehört. Und auch gerne selber welche aufgenommen. Schon damals, als man dafür noch Radio hören und im richtigen Moment die „Record“-Taste drücken musste.

Und jetzt: Zu meinem Geburtstag habe ich ein Mixtape bekommen. Also kein herkömmliches, sondern eins in der 1.0-Version. Mit beklebter CD-Hülle und ganz wunderbaren Liedern. Auch wenn ich mit der Schenkerin noch nie geknutscht habe.

Und da ich mich jetzt eh schon in Pathos geschrieben habe: Können wir uns alle nicht einfach wieder mehr Mixtapes schenken? Also natürlich gerne in der CD-Version mit wunderbaren Liedern und beklebter Hülle. Das wäre so schön.

(Danke.)

Startup-Bashing kann ich auch!

Startups gibt es ja wie Sand am Meer. Und dann gab es mal eins, was mich wenigstens interessierte. So als Frau.

Also ließ ich mich einladen und beobachtete. Heute flatterte dann die Mail ins Postfach: Winterschlussverkauf! Alles 80 Prozent billiger! Klar, dass ich da nicht anders konnte und mal nachschauen wollte. Was es so gibt. Und dann? Ging nicht. Keine Möglichkeit, in den Shop zu kommen.

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Und dann findet sich diese Fehlermeldungsseite auch noch unter so einer unprofessionellen URL.

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FILM: Darjeeling Limited

Ich muss ganz dringend in den kommenden Tagen „Die Tiefseetaucher“ gucken. Weil „Darjeeling Limited“ so herrlich schräg war, so schräg und liebenswert, wie es auch schon „The Royal Tenenbaums“ war. Ich weiß gar nicht, warum ich diesen Film damals nicht gesehen habe.

Auch in „Darjeeling Limited“ spielt Bill Murray mit. Auch wenn er hier die Rolle des Mannes hat, der gleich zu Beginn nicht schnell genug läuft, um noch auf den Zug, den Darjeeling Limited zu springen. Adrien Brody (Keiner kann so gucken!) schafft es und kann so mit seinen beiden Brüdern auf Reisen gehen: Owen Wilson (Der auch sowohl an diesem aber auch am Drehbuch zu den Tenenbaums mitgeschrieben und gerade einen Selbstmordversuch hinter sich hat.) und der andere Bruder Whitman, dessen Namen ich gerade nicht weiß. Die drei Brüder gehen auf die gemeinsame Reise, weil sie nach dem Tod des Vaters (und dem Unfall von Owen, dessen Gesicht arg mitgenommen aussieht) wieder zueinander finden wollen. Nebenbei steht auch die Zurückeroberung der Beziehung zur gemeinsamen Mutter auf dem Programm.

Was dabei so passiert, ist eigentlich total nebensächlich, weil es so wunderbar skurril ist. Der eine Bruder hat was mit der Zugbediensteten Rita, sie schmuggeln eine Schlange an Bord, Owen wird beim Schuheputzen ein Schuh geklaut, alles egal. Etwas anderes macht diesen Film aus. Ich kann nicht einmal sagen, ob es die Dialoge oder die skurrilen Bilder waren, die man zu sehen bekommt. Aber allein die Tatsache, dass in der letzten Szene, als die drei Brüder wieder an Bord des Zuges sind, auf dem Heimweg, und wir sehen können, wie er sich durch die trockene Landschaft schlängelt, dass zu dieser Szene dann dieses Lied gespielt wurde, war groß. Verdammt groß.

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Dreckskino: Nach dem Fertigschreiben hier gelesen und festgestellt, dass diese Idioten einfach den Kurzfilm vorneweg vorenthalten haben. Deshalb taucht Natalie Portman einfach so auf. Deppen, die.

Böse Schafe

Jetzt weiß ich wieder, warum ich das mit dem Im-Bett-Lesen lieber lassen sollte: Ich kann nicht aufhören. Und nachdem ich das Buch dann um viertel vor zwölf durch hatte, lag ich leider bis nach eins wach. Und jetzt bin ich müde. So richtig. Will gar nicht nachzählen, wie viele Stunden ich nun geschlafen hab.

(War gut, war traurig, aber nicht so traurig, wie ich nach den Jahresendkritiken erwartet hatte. Konnte mich nicht so richtig reinempfinden, weil mir die Hauptperson, auch wenn sie nicht so scharf gezeichnet wurde, doch unsympathisch blieb. Muss an ihrer Unentschlossenheit gelegen haben. Oder so. Ansonsten aber schön, mal wieder was über das alte Berlin zu lesen. Turmstraße, Birkenstraße, Neukölln, Wedding. Anhalter Bahnhof als Endstation.)

2008 – Was anders ist

Gestern ist der W-Lan-Router in der heimischen Wohnung kaputt gegangen. Das hat den Mann meines Herzens in Aufruhr gebracht. Erst holte er einen alten aus dem Archiv, der hat aber nicht akzeptiert, dass zwei Leute gleichzeitig im Netz sind. Deshalb musste dann doch noch ein neuer her. Der Neue sieht ziemlich spacig aus, hat sogar zwei Antennen und könnte auch gut als Mini-Ufo durchgehen. Im Zuge der Veränderung hat das Netzwerk nun auch einen neuen Namen bekommen. Aus Thees wurde Bernd. Und ich schwöre: Das war nicht meine Idee.

(Heute Sport gemacht, ich bin stolz.)

2008 – erste Zwischenbilanz

Das Jahr ist jetzt drei Tage alt. Einen Pluspunkt für endlich mal wieder was geschrieben. Drei Minuspunkte für 12 Stunden im Büro, deshalb nicht ins Kino gehen und noch immer keinen Sport in dieser Woche. Das wird wohl nix.

2008

Hey, du junges Ding! Sei gut zu uns! Und bereite uns ganz viel Freude, ja?

Jahresendzeitfragebogen 2007

Alle Jahre wieder: 2006, 2005, 2004, 2003.

Zugenommen oder abgenommen? Äh, schwieriges Thema. Und insbesondere in den letzten Wochen des Jahres zugenommen. Eines meiner Projekte für den Start ins neue Jahr.
Haare länger oder kürzer? Wahrscheinlich eher kürzer.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Konstant.
Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr. Es gab viele (leider auch ungewollte) Anschaffungen.
Der hirnrissigste Plan? „Och, dieses Jahr machste aber wirklich mal mehr Sport.“
Die gefährlichste Unternehmung? Gefährlich?
Die teuerste Anschaffung? Mein neues Notebook, weil das alte ja leider den Geist aufgegeben hat.
Das leckerste Essen? Dieser tolle Fisch in Setubal in Portugal. Er war extrem frisch, nur mit Meersalz abgeschmeckt und köstlich gegrillt. Ein Fest von einem Fisch.
Das beeindruckendste Buch? Kluun: Mitten ins Gesicht. Lest dieses Buch bloß nicht am Strand.
Der berührendste Film? Mmh, berührend. Wenn in diesem Jahr irgendwas berührend im Kino war, dann doch diese herzensguten Menschen in Wacken.
Das beste Lied? Morrisseys “let me kiss you”. Auch wenn es gar nicht aus diesem Jahr stammt.
Das schönste Konzert? Jarvis in Köln.
Die meiste Zeit verbracht mit…? Dem Mann meines Herzens.
Die schönste Zeit verbracht mit…? siehe oben.
Vorherrschendes Gefühl 2007? Nee, echt jetzt? Und: Gar nicht mal so schlecht.
2007 zum ersten Mal getan? In Portugal gewesen, in Barcelona gewesen, in Leipzig auf der Buchmesse gewesen, an einer Podiumsdiskussion teilgenommen, ordentlich mit Inlineskater gefahren.
2007 nach langer Zeit wieder getan? Viele Leute aus dem Abi-Jahrgang auf einem Haufen gesehen.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Umzüge nach Berlin, Schichtdienst, kaputtes Notebook.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? „Aber man muss doch irgendwie an meine ganzen alten Mails rankommen können…“ (Mission failed.)
2007 war mit einem Wort…? Hektisch. Anstrengend. Spannend.

Jahresendzeitstimmung galore

Dieses Mal war der Abend des 25. anders als sonst. Ok, lag zum einen daran, dass ich erkältet war und mich nicht ganz so prima fühlte und eigentlich erstmal die Entscheidung zwischen Bett oder Ausgehen trag. Ich entschied mich für Ausgehen. Aber halt nicht das Ausgehen im eigentlichen Sinne des ersten Weihnachtsfeiertages (Quatschen, Trinken, mit dem Taxi in die nächstgelegene Dorfdisco fahren, quatschen, trinken, ewig in der Kälte auf ein Taxi warten, nach Hause fahren, Bett). Diesmal reduzierte sich das Programm auf Aspirin nehmen, quatschen, trinken, nach Hause gehen, Bett.

War auch nicht schlecht und eigentlich auch viel besser. Weil wir richtig redeten und zwar mehr als die üblichen „Was machst du so“-Geschichten. Es ging auch um Pläne. Fürs kommende Jahr, die Zukunft. Lebensentwürfe von dreien, die umringt sind von schwanger werdenden Freundinnen, verheirateten Paaren, Singles. Die Weihnachtspost per SMS von Ex-Freunden bekommen, die nun in trauter Zweisamkeit unterschrieben sind, zum Beispiel. Die sich schwören, sich niemals (NIE!) solche Nachrichten zu schicken.

Der Abend war super. Nicht nur, weil man sich nicht allzuhäufig sieht und wir diesmal nicht in die Dorfdisco gefahren sind. Nein, er war super, weil mir mal wieder klar wurde, wie wichtig es eigentlich ist, Dinge zu verwirklichen, die man schon immer mal machen wollte. Auf sich zu hören und sich selbst Gutes zu tun. Nun plant die eine ein Jahr in Australien (mindestens), weil dies nur noch bis 31 geht und die andere geht zum ersten Mal in den Ski-Urlaub (Übrigens auch ein Projekt, dass ich schon immer mal machen wollte, wer fährt mit mir?).

Anlass genug, sich einmal so richtig Gedanken zu machen, was man so will, im Leben, im nächsten Jahr. Mein Kopf brummt bereits.

Konzerte 2007

Weil ich so wenig Bücher gelese habe, dafür aber auf einigen Konzerten war…:

Januar: Jarvis Cocker
April: Blumfeld
Juni: Bernd Begemann, Placebo
Oktober: Bernd Begemann
November: Bernd Begemann
Dezember: Bernd Begemann

Und das beste Konzert? War das erste in diesem Jahr: Jarvis.