Münte, der Held.

Wirklich ein guter Schachzug von Herrn Müntefering. So muss Gracia morgen nicht auf die Titelseite der BILD-Zeitung.

Am Wahlabend in der ersten Reihe


For your interest (2)

Tagebuch einer Volontärin (5)

Ein unfassbar genialer Arbeitstag auf dem Fahrrad unterwegs. So muss Lokalredaktion immer sein. Immer.

Selbstbräuner ist ein Teufelszeug, übrigens.

Tagebuch einer Volontärin (4)

Ich habe einen Termin. Die Sonne scheint und so gehe ich die lange Straße entlang und nehme nicht die Bahn. An den Geschäften vorbei, rechts die Verbraucherzentrale, links die Überbleibsel des „Bar-Code“, einer anderen Version von „Sonderbars“, „Wunderbars“ oder ähnlichen kreativen Einfällen von Barnamen. Wenn ich irgendwann eine Bar eröffnen sollte, wird sie keinen dieser Namen tragen. Sowieso hätte ich lieber eine Kneipe, so richtig schmierig. „Zum Volkswirt“ soll sie heißen, damit sich auch die Pseudo-Intellektuellen angesprochen fühlen.

Dann sitzen sie da, die Männer sind um die 50, die einzige Frau vielleicht ein bisschen älter. Sie betrachten uns vorsichtig, die Frauen von der Presse. Der offizielle Teil des Gesprächs beginnt. Die Damen von der Presse entdecken schnell, dass der Vereinsvorsitzende die an uns gerichteten Worte aus dem Hefter vorliest. Wir lesen nun fleißig mit, markieren uns die wichtigsten Absätze. Danach frage ich wie gewohnt nach, will, dass die eingesessenen Städter mir erklären, was sie so tun. „Lesen Sie das doch in unserer Broschüre nach.“ Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz in den vergangenen Tagen schon gehört habe. Gedrucktes lässt sich immer so schwer zitieren.

Dass ich erst neu bin, sage ich meist, es vermeidet die ungläubigen Blicke, wenn man nach Stadtbekanntem fragt. Dass ich aus dem anderen Teil des Landes komme, finde ich nicht erwähnenswert. Ob es einfach nur der Akzent ist oder ob ich andere Fragen stelle, sie merken es sofort. Da hilft auch kein freiwilliges Händeschütteln.

Gesammeltes aus dem Tagebuch (2)

Irgendwas stimmt an diesem Steakhaus nicht.

*
Was ich wiederum nicht verstehe: Wenn die Kantine nichts Essbares hergibt, weil es dort Sülze oder ähnliche Verbrechen gibt, ernähre ich mich gern einmal von einem belegten Brötchen. Problem hier: Finde einen Bäcker, der dir ganze belegte Brötchen verkauft. Scheinbar ist man hier am liebsten halbe belegte Brötchen.
*
Wenn die Sonne scheint, gefällt es mir.

Ricky oder das Zauberding

„Wow, das ist soooooo lecker“, schreit Ricky mir heute morgen entgegen. Ricky? Wir erinnern uns: Das war dieser kleine Mann mit der quäkenden Stimme, die irgendwann, vor noch gar nicht langer Zeit den Nachmittag mit einer so genannten Talksshow bespaßen durfte (siehe auch Hans Meiser, Bärbel Schäfer oder Arabella Kiesbauer). Dort saßen dann Menschen, die sich meistens einer Liebe, ihrer selbst oder irgendeinem Quatsch nicht sicher waren. Dann wurde geredet, sehr oft geschrien, geweint und gelacht und am Ende der meist einstündigen Sendung war der Zuschauer auch nicht viel schlauer. Machte aber nichts, die Menschen haben es trotzdem geschaut. Aber ich schweife ab, denn sicherlich interessiert ihr euch genauso wie ich heute morgen dafür, was unser lieber Ricky, der der deutschen Sprache mittlerweile auch viel mächtiger ist, da heute morgen so lecker fand. Es handelte sich um ein Gemisch aus Melone, Ananas, Banane, Möhre und Brokkoli, was in einem dieser neuen Küchengeräte hergestellt wurde. Die einen nennen es Magic Bullet, bei den anderen heißt es Magic Butler, nur den Namen, den Rickys angepriesenes Gerät trug, habe ich vergessen. Das Tolle an dem Ding ist, dass es „schneiden, mahlen und reiben“ kann. Alles auf einmal! Das „Reinigen ist ein Kinderspiel“, denn es ist spülmaschinenfest und im Konkurrenzprodukt („Magic Butler“) gibt es sogar noch lustig-bunte Partyringe, die man über die einzelnen Behälter stülpen kann, um sie bei einer ebenso lustig-bunten Grillparty auch auseinander zu halten, denn natürlich können die Gäste die lecker zubereiteten Gemüse-Obst-Shakes gleich aus dem Mixding trinken.

Schon wieder schallt mir ein „Boah, ist das lecker“ von Ricky entgegen, er kann sich mittlerweile gar nicht mehr halten, denn die gute Frau Vorführerin hat unserem lustigen Moderator einen Nusskuchen gebacken, der natürlich auch mit dem Magic-Ding zusammengerührt wurde. Mmh, Nusskuchen. Den haben mir meine Eltern aber nicht zubereitet. Obwohl sie seit Donnerstag auch so ein Zauberding in ihrer Küche stehen haben. Nicht im Shopping-Kanal erworben, glücklicherweise, sondern im ansässigen Drogeriemarkt für einen viel
geringeren Preis. Zum Glück. Denn sie haben es in ihren ersten Gehversuchen geschafft, aus einer Zwiebel 1A-Zwiebelmus zu machen, der nach nur wenigen Sekunden in der Pfanne anbrannte.

Sachen gibt’s…

Und warum werde ich eigentlich leicht aggressiv, wenn ich Männer mit Ohrringen sehe? Manchmal passiert das auch, wenn Männer so silber oder golden glänzende Armreifen tragen.

Cliffhanger

Und dann die große Frage des Wochenendes: Wird Sie es schaffen, endlich den Test von „Mein erstes Auto“ fertig zu schreiben? Bleiben Sie dran.