Neulich: Im Zeitschriftenkiosk

Ich: Ich hätte gern eine Ausgabe von ‚Mein erstes Auto‘.
Verkäuferin: Schweigt. Guckt ungläubig.
Ich: Das ist ganz neu am Kiosk.
Verkäuferin: Schweigt. Guckt ungläubig.
Ich: ?
Verkäuferin: Und ich dachte, sie hätten gerade ihren Führerschein gemacht.
Ich: ?
Verkäuferin: Nee, kenn ich nicht, tut mir leid.

Lieber Marcus, bitte, bitte, ich hätte so gerne ein Rezensionsexemplar!

Neulich: Im Büro

Wenn die Empfangsdame, die normalerweise immer mit großer Anstrengung Solitär spielt, plötzlich wie gebannt auf den Bildschirm schaut. Ganz so, als ob heute Sonntag wäre, halb zehn, wenn der Tatort ins Finale geht. Nein, nicht Rosamunde Pilcher, dann wäre das Taschentuch in ihrer Hand bereits zerknüllt gewesen. Wenn sie also da sitzt und starrt und die Welt um sie herum vergisst, dann, liebe Kinder, müsst ihr wissen, dass gerade T-Online-Hauptversammlung ist.

Durchsage

Es ist zwar schon eine Weile her, dass Ted Leo „Parallel or together“ rausgebracht hat, aber für diesen Song würde ich ihn am liebsten küssen, nein, flach legen. Immer wieder göttlich.

It’s Wahlkampf, Baby!

So, und nun suchen wir einmal gemeinsam, was an diesem Wahlplakat nicht stimmen kann…

Eine von 5000

Auch wenn ich in den letzten Jahren nicht besonders häufig dort war, aber ich bin gern an diesem Ort. So viel Vertrautes, so viele Erinnerungen und doch auch immer wieder Veränderungen. Nicht nur am Ort, sondern auch bei den Zurückgebliebenen. Kaum zu glauben, dass die, mit denen man vor einigen Jahren noch am Wochenende gefeiert hat, nun ein völlig anderes Leben führen.

Wir alle arbeiten, haben diese gemeinsame Vergangenheit und doch könnten die Leben nicht unterschiedlicher sein. ‚Oh, hast du schon gehört? C. ist schwanger? Und K. bekommt schon ihr zweites Kind. Ach, und nächste Woche ziehen sie um, in ihr Haus, was sie gebaut haben.‘ Auch H. will jetzt bauen, hab ich gehört. Und frage mich ernsthaft, was bei mir schief gelaufen ist.

Kein Kind. Kein Haus. Keine Kaum Tupperware in der Küche.

Ach ja.

Freunde.

Sätze, die die Welt bedeuten (14)

Ganz frisch, ganz heiß, ganz lecker.

(Nein, nicht ich. Nur der morgendliche Kaffee im ICE Sprinter nach Hamburg.)

Ohne Worte

Wieder einmal heißt es für mich: Auf in den Norden. Hamburg und dann weiter an der Küste entlang, um mal wieder Seeluft zu schnuppern. Oder so.
Abschalten.
Besonders das Internet.

Feel free to klick.

Zum Diktat!

Nicht, dass wir ansonsten keinen Kontakt haben, nein, keineswegs. Mit meinem lieben Ex-Freund aus Studienzeiten telefoniere ich durchaus alle paar Monate. Dann erzählen wir uns kurz, wie es so geht, wie – wenn vorhanden – die Beziehungen so laufen und was sonst so passiert. Dann kommt es vor, dass er sich nur kurz meldet. Dass er extrem säuselig mit mir redet. Zuvorkommend ist und gar nicht schimpft, dass ich mich so lange nicht mehr bei ihm gemeldet habe. Ist das der Fall, ist klar: Er will was.

Ebenfalls klar ist dann auch, was er will. Ich soll mal wieder was lesen. Mach ich auch meistens gern, schließlich soll es sich bei den Texten um wissenschaftliche Arbeiten handeln und wann lese ich sowas schon privat. Diesmal geht es ums Flaschenpfand, was aber nichts zur Sache tut. Denn eigentlich wollte ich erzählen, was es heißt, wenn ich was lesen soll. Ist nämlich gar nicht so einfach. Und ein langes Prozedere. Immer wieder gehen Mails in diesen Tagen zwischen uns hin und her, werden Kommentare an den Rand geschrieben und anstrengende Telefonate geführt. Dass man das so nicht verstehe, dass da noch eine Ergänzung sein müsse und dass man anderes wiederum weglassen könne.

Und immer wieder stolpere ich über seine Macken, die mich damals schon immer aufgeregt haben. Diese seltsamen Fehlerchen, die er in allen seinen Texten hat. Diese Wortdreher, dieses … alles. Und genau in diesen Momenten beschließe ich immer wieder von Neuem, bei der Wahl meiner Liebhaber und Freunde demnächst vor allem auf eins zu achten: Schreiben müssen sie können. Zumindest ein bisschen korrekt.