The Iron Fist of Fu

Jan Neumann, Beastybasti

Ich war ja am Freitag beim „NIG Rock“ und habe der Band meines herzallerliebsten Bruders gelauscht. Und weil ihr natürlich nicht wisst, wie gut die Jungs sind, hier die Fotos (Und sogar ein Song als Video. Sound ist leider sehr beschissen. Wer wissen will, wie die wirklich klingen, sollte ihre Myspace-Seite angucken.)

Beastybasti

Jan Neumann

TJ

Mike Zeiger

The Iron Fist of Fu

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Die Rückfahrt

Wie sehr Dinge fehlen, die man einmal gemacht hat und dann halt eine ganze Weile gar nicht, also nicht mit Absicht, sondern eher so nebenbei, weil es einfach so kommt, mit dem Alltag, den Gewohnheiten, die sich ändern. Wie sehr einem Dinge fehlen, merkt man erst, wenn man sie wieder tut. Ich habe am Donnerstag wieder angefangen, den Ohrensessel zu hören und weil ich das wirklich eine Weile nicht mehr gemacht habe, hörte ich während der acht (nein, sieben, in der ersten Stunde hab ich ja den neuen Distelmeyer angehört) Stunden Autofahrt, was die Jungs von Herbst 2008 bis Januar 2009 so erzählt haben. Zu hören, dass da noch einer „Immer nie am Meer“ geguckt hat, oder die Konsequenz, mit der Kay Otto zu Weihnachten Western empfiehlt. Oder wie sie sich im Podcast zu „Eureka“ auch wirklich knappe 20 Minuten mit der Serie beschäftigen und dann im Anschluss noch all die anderen wichtigen Fragen klären, die aber mit der Serie nix zu tun haben. Einer meiner Lieblingspodcasts: der zu P.T. Anderson. Nicht weil auch mich „Magnolia“ verzaubert hat, sondern weil die drei so viele tolle Worte zu diesen Filmen finden, die so treffend sind und es schaffen, dass ich mich wirklich an all das wieder erinnere und am liebsten rechts ran fahren mag, um ganz schnell den Film noch einmal zu schauen.

Aufgehört, also diesmal weil die Fahrt zu Ende war, habe ich mitten im Magdeburg-Podcast, kurz nachdem Ben und Bernd „Wall:E“ zu einem der Lieblingsfilme des Jahres 2008 gekürt haben.

To do: „Boogie Nights“ gucken, und „Miller’s Crossing“, und „Burn after Reading“ und so. Und dann noch über „Into the Wild“ schreiben, den ich eben geschaut habe. Auch wegen Eddie Vedder, also das Schreiben.

Mit Jochen und Bernd im Auto

Ich fahre wirklich gerne Auto. Und ich fahre wirklich gerne lange Strecken im Auto. Eine meiner Lieblingsstrecken ist die Fahrt nach Bederkesa. Durchs Ruhrgebiet, dann Münster, Osnabrück, Raststätte Dammer Berge, Bremen und dann endlich die A27. Wenn ich durch Bremen durch bin und in meiner Lieblingskurve (linke Spur!) auf die A27 fahre, weiß ich: Jetzt isses wirklich nicht mehr weit. Besonders weil man kurz nach Bremen-Nord meistens die Autobahn mehr oder weniger für sich alleine hat.

Diesmal war das nicht wirklich so. Baustelle, einspurig, puh. War aber gar nicht so schlimm, weil ich wirklich eine der besten Autofahrten seit langem hatte. Erst, weil das Betteln beim geschätzten Kulturredakteur (Er sollte an dieser Stelle anonym bleiben!) doch endlich Früchte trug und er mir die Distelmeyer-CD in die Hand drückte. Auf dem Parkplatz, bei laufenden Motor, Übergabe um kurz vor sieben. Tolle Platte, so kraftvoll, aufwühlend, so, äh, zum Rasen animierend. Ich musste sie wirklich ausmachen, weil ich immer wieder die Geschwindigkeit vergaß und jedes Mal erschrak, weil der Tacho um die 160 anzeigte.

Ich schaltete um. Zum Ohrensessel. Hatte ich lange nicht mehr gehört und mir schon vor einigen Tagen vorgenommen, mal wieder reinzuhören. Und dann verbrachte ich doch tatsächlich die restliche Fahrt mit Bernd, Kay und Ben. Und den Coen-Brüdern und James Bond. Mehr als zwei Stunden ging es nur um die Coen-Brüder und irgendwie verwandte Themen. Und mit Bond bin ich noch nicht ganz fertig, weil ich bei Minute 42 schon angekommen war und keine Lust hatte, noch länger im Auto sitzen zu bleiben. Die Zeiten, dass Podcasts eher so um eine halbe Stunde lang sind, scheinen definitiv vorbei zu sein. Ok, vielleicht gibt es die Zeiten ja wieder, weil die Folgen ja noch aus dem Herbst vergangenen Jahres sind. Bin gespannt, ob ich das jemals wieder aufholen werde.

Peinlich: die Linke im Netz

Für die „Sendung mit dem Internet“ habe ich gemeinsam mit Daniel Fiene in den vergangenen Wochen die Bundestagsparteien auf ihre Netztauglichkeit untersucht. Also die Parteiprogramme durchwühlt und geschaut, was darin zu den Themen Netzsperren, Datenschutz, Urheberrecht und so weiter geschrieben steht. Zudem haben wir mit Politikern aller Bundestagsparteien Parteien gesprochen. Philipp Mißfelder (CDU), Malte Spitz (Grüne), Hans-Joachim Otto (FDP), Hubertus Heil (SPD), sogar mit Jens Seipenbusch von der Piratenpartei. Und Halina Wawzyniak (Linke). Das ist in dreierlei Hinsicht doof. Erstens: die Sendung, in dem es um letztere Partei geht, gibt es erst morgen. Zweitens: Das Interview haben wir bereits am vergangenen Montag aufgezeichnet, die Linke hatte also eine Woche lang Zeit, sich intern mal ein bisschen abzusprechen. Drittens: Es ist nicht so, dass wir unkommunikativ sind. Daniel und ich sind ganz gut über alle möglichen digitalen Wege erreichbar und wer sich nicht ganz so doof anstellt, kann uns sogar telefonisch erreichen, um mal kurz nachzufragen, ob es noch einen fünften Teil gibt.

Dies ist natürlich nicht geschehen. Stattdessen beklagt sich die Linke in ihrem Blog über neue Fälle der „Medienmanipulation“, weil wir die Linke angeblich ignorieren.

Es gibt Parteien, die muss man nicht verstehen. Oder um es mit Daniel zu sagen:

Es gibt Parteien, da weiß die Linke nicht, was die rechte Hand tut.

Neulich im Baumarkt

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25 Gründe, Facebook zu hassen

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(via Twitter)

Bremerhaven

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Ich wusste gar nicht, dass es Bands gibt, die Bremerhaven besingen. Aber muss ich unterstützen. Ein bisschen fast vergessene Heimat muss auch hier ab und zu mal sein.

(via)

Matze Sandmann

Ich muss mal Werbung machen für eine tolle Webseite eines tollen Fotografen machen: Sandmann Fotografie. Dort zeigt er ganz viele Fotos. Porträts, Reise-Fotos, die tolle Serie „My Seven“ – alles super.

Ganz besonders möchte ich aber auf das Foto da oben hinweisen, denn das hat Matthias auf dem Bedburger Schützenfest gemacht. Ich würde gerne direkt dahin verlinken, da die Seite aber sehr flashig ist, funktioniert das nicht, deshalb müsstet ihr die Schützenfest-Serie selber suchen (storys – shooting festival).

Und ja: Die Fotos von Matthias Sandmann kann man auch kaufen. (contact)

Franzi und ihr Blog

Flickr-Foto: Mario Sixtus

„Franzi, du schreibst ja gar nichts mehr“, sagt die Freundin. „Du musst mal wieder regelmäßiger was schreiben“, lässt der Motorrad-Freund meiner Mutter ausrichten. „Früher hat mir dein Blog besser gefallen“, sagt der Ex-Chef. Ja, es stimmt wohl. Ich schreib hier weniger, seltener und wohl auch anders. Und wisst ihr was? Es ist mir egal.
Ich mag diese Seite. Weil sie mich nun schon mehr als sechs Jahre (Wie in jedem Jahr habe ich auch diesmal wieder den Geburtstag verpasst.) begleitet. In unterschiedlichen Phasen. Als ich mich während der Diplomarbeit ablenkte, eine Abwechslung zum trockenen Finanzgeschreibe brauchte, ein bisschen rumprobierte, Tagebuch führte, Freunde, Bekannte einfach ein bisschen aus dem Leben erzählte. So war das nunmal.
Jetzt bin ich gerade in einer Phase, in der ich wenig Lust am privaten Geschreibe habe. Ich könnte anfangen, hier regelmäßig Links zu posten aus der Kategorie „Ich woanders“, oder so. Oder mit dem Twittern aufhören, weil vieles von diesen kleinen Schnipseln dort landet.
Oder ich könnte einfach weiter machen: nämlich dann zu schreiben, wenn ich Lust dazu habe. Über das, was mich gerade bewegt, woran ich euch teilhaben lassen möchte. Oder es eben eine Weile einfach lassen. So versteh ich das nämlich, das Bloggen.

Franzi auf dem Catwalk

Franzi auf dem Catwalk

Natürlich ist die Überschrift ein bisschen irreführend, aber so ganz auch wiederum nicht, denn am Wochenende war ich bei der Eröffnung der Ausstellung „Catwalks“ im NRW Forum. Seit Sonntag können auch Normalsterbliche die Ausstellung angucken und ich würde sagen: Ein Besuch lohnt sich.

Catwalks, Jerry Hall

Weil es sich bei dieser Ausstellung nicht um eine weitere Modeausstellung handelt, sondern weil Werner Lippert und seine Partnerin Petra Wenzel hier wirklich eine außergewöhnliche Ausstellung geschaffen haben. Einmal, weil sie es geschafft haben, die Großen der Modebranche zu einer gemeinsamen Ausstellung zu bewegen. Zum anderen weil sie nicht einfach nur Kleider oder Fotos dort präsentieren, sondern die großen Modenschauen der vergangenen Jahre abbilden, ja, inszenieren. Der Besucher wandelt durch die engen Gänge mit den Klängen der Schauen auf den Ohren, mal ist es dunkel, mal kerzenbeleuchtet, mal laufen neben einem die angesagtesten Models der jeweiligen Zeit.

Catwalks

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum diese Ausstellung außergewöhnlich ist. Und das ist der Einsatz der Technik. Der Besucher läuft also mit Kopfhörern auf den Ohren durch die Gänge. Das Faszinierende: Das kleine Gerät weiß immer ganz genau, welche Musik es gerade zu spielen hat. Kein ewiges Suchen nach den jeweiligen Nummern. Offenbar helfen Lichtschranken dabei, zu erkennen, wo der Besucher sich in der Ausstellung gerade befindet. Ich fand das toll. Weil man sich so noch viel besser auf das Ausgestellte konzentrieren kann.

Catwalks, Lagerfeld

Wer also nach Düsseldorf kommt, sollte auf jeden Fall ins NRW-Forum gehen. Nicht nur wegen der Mode und der Inszenierung, sondern auch wegen der Technik. Sowas gibt’s in normalen Museen nämlich nicht. Leider.