Jochen (und Lars!) in Essen

Als Blumfeld sich aufgelöst haben, war ich traurig. Ich ging noch einmal in ein letztes Konzert (damals in Köln). Und dann waren sie erst einmal weg. Bei mir war das dann so, dass ich erstmal die Finger von Blumfeld ließ. Und so verging der Rest von 2007, das ganze Jahr 2008 und das erste Halbjahr von 2009. Dann erzählte mir Philipp plötzlich, dass Jochen Distelmeyer jetzt was Eigenes macht und auch auf Tour geht. Das Konzert: in Essen. Also ganz in der Nähe.

Als Jochen dann da auf der Bühne stand und nach anderthalb Jahren seine neuen (und auch ein paar alte) Songs spielte, da wurde mir erst einmal klar: Man weiß erst, dass etwas (und wenn es „nur“ Musik ist) fehlte, wenn man es wieder hat. Der Distelmeyer spielte gerade zu Beginn viel härtere Lieder, aggressiv spielte er seine Gitarre, auch der Ton war ein anderer. Ein anderer zumindest verglichen mit den Apfelmann-Zeiten. Was ich damit meine, kann man ganz gut auf der neuen Distelmeyer-Webseite hören: „Hass“. Fast klar, dass Distelmeyer dann auch vor allem die Songs aus seinem großen Repertoire spielte, die da gut dazu passten. Ein weiteres Highlight war für mich die Besetzung auf der Bühne. Denn aus der alten Band hatte Distelmeyer doch noch jemanden dabei: Lars Precht, der Bassist mit den schrägen, teilweise etwas unbeholfenen Musiker-Posen stand da auf der Bühne. Andere Frisur, aber immer noch die gleichen Moves. Großartig.

Und wie ich es so insgesamt fand? Richtig gut. Weil anders. Und ich interpretiere in Jochen Distelmeyers Auftritt auch noch ein bisschen mehr hinein: Vielleicht lag es ja an der wirklich winzigen Location (Grend in Essen), aber noch nie habe ich Jochen Distelmeyer so viel mit dem Publikum plaudern hören und noch nie hat mich ein Jochen Distelmeyer in höchst begemannscher Art dazu aufgefordert, bei einem Song mitzuklatschen und mitzusingen. Das war fast ein bisschen verstörend, ich glaube aber, dass ich mich daran gewöhnen kann. Hauptsache, der Jochen ist jetzt erstmal wieder da.

Ach ja.
Philipp Holstein war auch da.

Dies und das und anderes

Mein Sonntag war toll. Ich habe mich für die „Sendung mit dem Internet“ mit dem Wahlprogramm der CDU auseinandergesetzt, 64 Seiten durchgeackert und alles zum Thema Internet rausgeschrieben. Das Ergebnis gibt’s hier zum Nachlesen.

Mein Sonntag war aber auch toll, weil ich jetzt weiß, dass Außerirdische mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in Deutschland landen werden. Glück gehabt!

Und noch ein dritter Grund, warum der Sonntag toll war: Ich habe dawanda für mich entdeckt. Wer nicht weiß, was das ist: eine Seite, in der jeder Selbstgemachtes anbieten kann. Und jetzt hab ich mich in diese Taschen verliebt. Und kann mich nicht entscheiden, welchen Stoff ich will. Die Auswahl ist so groß.

Das Internet ist auch toll, weil ich da Dinge lerne, die ich vorher noch nicht wusste. Oder wer schält eine Banane so wie in diesem Video?

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(via)

Jochen ist zurück

Die Webseite von Jochen Distelmeyer ist endlich online gegangen und mit ihr ein Song. Ein erster von dem neuen Album. Endlich. Ich hatte ja schon mit Spannung immer wieder das Netz nach irgendwelchen Spuren durchsucht.

Am Donnerstag hör ich mir das neue Album in Essen an. Sehr gespannt.

Kinderfotos gucken 2.0

Für die „Sendung mit dem Internet“ machen Daniel und ich jetzt immer Redaktionssitzungen. Und weil er zur Zeit nicht in Düsseldorf ist, haben wir unsere Besprechung diesmal per Skype gemacht. Und ich finde es sehr angemessen, dass Daniel mir dabei auch seine Kinderfotos gezeigt hat.

Mein erstes Mal: Schwebebahn fahren

Kaiserwagen

Schwebebahn

Am Wochenende war ich in Wuppertal und das war toll. Auch weil ich zum ersten Mal mit der berühmten Schwebebahn gefahren bin. Sehr dankbar war ich, weil wir mit dem Kaiserwagen gefahren sind und eine nette Dame die Stadtgeschichte und Reiseroute erklärte. Vorbei an den Fabriken, dem Stadion, der einen Innenstadt, der anderen Innenstadt, kleinen Gärten, die an der Wupper lagen (Ha, die Bedeutung des Spruchs „über die Wupper gehen“ erklärt bekommen!) und so. Wuppertal ist größer als ich dachte: 360.000 Einwohner. Wuppertal ist sogar schöner als ich dachte: die Häuser an den Berghängen, die Gärten am Fluss. Ich könnte mir sogar vorstellen, noch einmal da hin zu fahren.

Kaiserwagen,

Endhaltestelle

Wie süüüüüß!!

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Und dann sammelt da auch noch einer Giraffen. Ts.

Dorfleben

Gar nicht so einfach, plötzlich wieder in dem kleinen Ort zu sein. Stadtleben macht so komische Sachen mit mir. Das bemerke ich hier. Da laufe ich durch den Ort, wie man das hier nun mal so macht, wenn man zum See will oder zum Bäcker oder zum Supermarkt und ich habe die ganze Zeit das Gefühl, dass ich gerade extrem unhöflich bin, weil ich all die Menschen, an denen ich vorbeikomme, nicht grüße. Weil ich ins Gespräch vertieft bin oder nicht drauf achte, wer an mir vorbeigeht oder ich sie alle einfach nicht erkenne. Macht mir ein extrem schlechtes Gewissen. Besonders bei dem Gefühl, dass da vorhin eine wirklich gute Freundin aus Schulzeiten an mir vorbeigeradelt sein müsste. Aber hey, sie hatte ne Sonnenbrille auf!

Spezify me


Internetdienst, der mit Hilfe verschiedener APIs alle Infos zu meinen Namen zusammensucht. Offenbar gibt es noch eine Kanutin, die meinen Namen trägt. Und auch eine Charlotte-Link-Schmonzette. Kennt die irgendwer?

(via)

Die erste Sendung

Gemischte Gefühle nach der ersten Sendung. Doof, dass das mit dem Internet wirklich so lange nicht funktionierte. Dabei war der Ton und alles doch beim Beta-Test perfekt gewesen. Zu perfekt vermutlich. Die Einschaltquoten – sofern man sie messen kann – waren überraschend gut, umso mehr ärgert es mich, ihre Neugier nicht so recht befriedigt zu haben.

Aber vermutlich müssen erste Sendungen so sein. Ein bisschen chaotisch, ein bisschen improvisiert – so dass man sagen kann: „Beim nächsten Mal wird’s alles besser.“ Dann sag ich das jetzt mal.

Meine Nacht mit Michael Jackson

Es sind diese Momente im Nachrichtengeschehen, für die ich meinen Job liebe. Das Entdecken einer möglichen Geschichte, was diesmal über Twitter geschah. „BNO News“ hatte gemeldet, dass Michael Jacksons ins Krankenhaus gebracht worden ist. Gesehen, kurz im Büro angerufen, losgelegt. Mit einer Kollegin, mit der ich zufällig am Rechner saß recherchierten wir, schrieben, aktualisierten. Bis spät in die Nacht hinein. Das ewige Beobachten der verschiedenen Quellen, das Warten auf seriöse Quellen, das Checken, was sich hinter den Eilmeldungen der Agenturen verbarg. Erst berichteten sie gar nicht und dann verschickten sie Eilmeldungen, die sich auf die Quellen beriefen, die schon gefühlte Ewigkeiten vorher über die Geschehnisse berichtet hatten. Und immer wieder die Frage: Darf man das jetzt melden? Oder lieber noch warten? Wie darstellen? Erst TMZ.com, dann irgendwann endlich die „LA Times“, wenig später auch ktla.com. Und irgendwann dann hauptsächlich CNN. Obwohl kein Fernseher in der Nähe war.

Ja, das sind die Momente, an die man sich wohl auch noch in zehn Jahren erinnert. „Und was hast du so gemacht, als Michael Jackson starb?“ – „Gearbeitet“. Mit leuchtenden Augen.