Bücher 2010

Jedes Jahr der Vorsatz, aufzuschreiben, welche Bücher ich im Laufe des Jahres so lese. Klappt natürlich nicht und so durchstöbere ich immer am Jahresende das Blog, weil ich über ein paar ja was schreibe bzw. wenigstens ein paar Worte verliere. Wie immer sind es viel zu wenige, was auch daran liegt, dass ich einige nicht beendet habe und weil ich so viel anderen Kram lese, dass für die schönen Geschichten auf gedrucktem Papier keine Zeit übrig bleibt. Jedes Jahr das große Bedauern, dass das doch eigentlich eine falsche Prioritätensetzung ist, aber vielleicht ändert sich das ja im nächsten Jahr, mal sehen.

Markus Feldenkirchen – Was zusammengehört
Jonathan Franzen – Freiheit
Sascha Lobo – Strohfeuer
Alexander Osang – Königstorkinder
Birgit Utz – Weggefahren
Kirsten Fuchs – Die Titanic und Herr Berg
Kirsten Fuchs – Heile, heile

Ach ja, da wären auch noch die ganzen Schwangerschaftsbücher, die hier rumliegen. Aber über die schreibe ich nochmal ausführlich. Mit Empfehlungen und so.
Katja Kessler – Das Mamibuch
Caroline Flint – What to expect when you expecting
Christian Busemann – Papa to go: Schnellkurs für werdende Väter

Und ein Kochbuch.
Sophie Dahl – Verführerisch: Kochen mit Sophie Dahl

Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Es gibt keine Bücher, bei denen man „nur“ lachen kann. Es gibt aber sehr wohl Bücher, bei deren Lektüre ich mich köstlich amüsiert habe. Das ging mir schon so, als ich von diesem Buch erfahren habe: Beim Zappen durch die Programme stieß ich auf die Lesesendung von Jürgen von der Lippe, der sich beim Vorlesen so derart kaputt lachte, dass es regelrecht ansteckend war. Ich musste dieses Buch haben. Und ich habe es nie bereut. Seitdem: Fan von David Foster Wallace. Aber an „Infinite Jest“ habe ich mich noch nicht rangetraut.

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Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast

Ich lese viele Bücher, die mir mal jemand empfohlen hat. Gerne auch durch gute Besprechungen von Menschen, die ich nicht kenne aber als Autoren schätze. Und wenn ich mal länger darüber nachdenke, hätte ich dieses Buch wohl niemals gelesen, wenn es mir nicht als Urlaubslektüre von einer lieben Kollegin empfohlen worden wäre. Und ich hätte es damals auch nicht gekauft, wenn es nicht ein Tipp der Kollegin gewesen wäre. Denn ich weiß noch, dass ich im Laden stand und dachte: Das soll ich lesen? Will ich das wirklich? Im Urlaub? Das Fazit: Ich wollte. Und habe nach der Lektüre noch lange gerätselt. Kann ein Buch besser nachwirken?

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Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Fällt aus wegen is nich.

Ein Buch von deinem Lieblingsautor

Ich habe eigentlich keinen richtigen Lieblingsautoren. Ich mag ein paar Autoren sehr gerne, was man meinem Bücherregal auch ansieht. Da stehen zum Beispiel sehr viele Bücher von Haruki Murakami, Philip Roth,, ja auch von John Irving, obwohl ich gerade von letzterem ruhig noch ein bisschen mehr lesen könnte. Ich liebte bisher alle Bücher, die ich von Siri Hustvedt oder Milan Kundera gelesen habe. Ich bin ein Fan von Jonathan Franzen, warte sehnsüchtig, dass Jeffrey Eugenides endlich ein neues Werk an den Start bringt. Aber Lieblingsautor? Es ist schon auch so, dass ich aufhorche, wenn von einem der eben genannten Autoren was Neues erscheinen soll. Dass ich spätestens bei der Taschenbuchausgabe zuschlage – aus Neugier, ob der Vorgänger nur in meine allgemeine Stimmung passte oder ob es mehr war.

Genug gelabert, ihr wollt vermutlich, dass ich mich entscheide und euch ein Buch präsentiere. Ich habe mich für das entschieden, das ich ausnahmsweise sogar zweimal gelesen habe. Ausnahmsweise. Weil es so kam. Leider besitze ich es nicht mehr, weil ich es mal im Zug liegen gelassen habe.

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Das erste Buch, das du je gelesen hast

Das ist natürlich schwierig, weil ich mich nicht daran erinnern kann. Deswegen weiche ich einer präzisen Beantwortung dieser Kategorie aus und erzähle euch von dem Buch aus meinem Regal, an das ich mich erinnere, es sehr gerne gelesen zu haben. Und weil es aus dem Jahr 1981 ist, könnte es vielleicht sogar eines der ersten Bücher gewesen sein, das ich selbst gelesen habe. Immer und immer wieder, weshalb es nicht nur mit nach „drüben“ gerettet habe, sondern erst auch mit nach Berlin und später auch nach Düsseldorf. Es hat schon ein bisschen gelitten, den Buchrücken hat es schon lange verloren, er wurde durch ein grauses Klebeband ersetzt. Worum es geht? Ein Schweinchen namens Julchen.

Julchen

Julchen erlebt jede Menge verrückte und weniger verrückte Sachen. Acht Geschichten gibt es über sie in diesem Buch und noch ein paar Kinderlieder – also das perfekte Buch für eine Gute-Nacht-Geschichte. Zudem ist es ganz wunderbar illustriert. Eine meiner Lieblingszeichnungen ist die da rechts, als Julchen träumt, plötzlich ganz dünn geworden zu sein.

Julchen 2

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Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Mitten ins Gesicht

Über dieses Buch habe ich schon mal geschrieben. Doch immer wenn ich es in meinem Regal stehen sehe, muss ich daran denken, wie ich in Andalusien am Strand lag und geheult habe. Und letztens erzählte mir ein Kollege, dass er nicht mehr auf meine Buchempfehlungen hört, weil er das einmal gemacht hatte und das so ein krasses Buch war. Aber er kann wirklich nicht behaupten, ihn nicht gewarnt zu haben.

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Ein Buch, das dich an jemanden erinnert

Zwischen all meinen Büchern verbergen sich auch ein paar Kinderbücher, auch aktuelle. Während meiner Schulzeit habe ich viele meiner Wochenenden damit verbracht, in dem nahegelegenden Schullandheim für unseren Landkreis Kinderwochenenden zu organisieren. Oft machten M. und ich diese Wochenenden gemeinsam. Mal manschten wir das ganze Wochenende mit Pappmaché herum und bastelten lustige Figuren, mal brachten wir den Kleinen Zaubertricks bei und mal spielten wir Theater. Ein Ritual dieser Kinderwochenenden war am Abend das gemeinsame Sitzen in der Sitzecke. Jeder durfte ein Kuscheltier oder seine Kuscheldecke mitbringen und dann lasen wir vor. Es gab meist ein paar Bücher zur Auswahl, aber eins durfte nie fehlen: ein Buch über das Sams. Deshalb habe ich mir 2002 den neuen Teil „Sams in Gefahr“ sofort gekauft. Und immer wieder denke ich an diese Wochenenden mit M., die schönen Abende, die meist bis in die tiefe Nacht gingen, weil wir uns ja doch immer noch ein bisschen verquatschten.

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Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst

Ich habe es ja hier bereits beschrieben, wie das bei mir ist und deshalb gibt es hier für diese Kategorie eine kleine Auswahl:

Regal

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Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Die Zeiten, in denen ich Bücher mehrfach gelesen habe, sind sehr lange her. Irgendwann in der Jugend könnte ich das zuletzt getan haben. Dann habe ich damit aufgehört. Ich schaue auch ungern Filme mehrfach und wenn, dann meistens durch Zufall, wenn einer dieser Filme gerade im Fernsehen läuft und man dann doch einfach so hängenbleibt. Bei Büchern geht das nicht so einfach. Und außerdem ist da noch der Faktor Zeit. Ich bin froh, derzeit überhaupt wieder ein bisschen mehr zu lesen (Hab den Franzen heute durchgelesen!) und gegen die Stapel an ungelesenen Büchern anzukämpfen. Wenn ich jetzt noch Bücher doppelt oder dreifach lese, wird der ja nie kleiner.

Ich könnte jetzt einer der Kinderbücher abbilden, welches ich immer noch in meinem Besitz habe, weil es eines meiner Lieblingsbücher war und ich gar nicht weiß, wie oft ich es wirklich gelesen habe. Aber: Ich hebe mir das für Tag 14 auf. So.

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