Donnerstag Cicero kaufen. Donnerstag Cicero kaufen. Donnerstag Cicero kaufen. Donnerstag Cicero kaufen. Donnerstag Cicero kaufen. Donnerstag Cicero kaufen.

Da scheißt der Hund ins Feuerzeug!

So ein Redewendungen-Duden ist schon was Feines! Komischerweise einer der Schinken, mit dem ich mich stundenlang amüsieren könnte. Und so sorgte das Büchlein in den Abendstunden meines vorletzten Arbeitstags zu allerlei Erheiterung.

Meine Mutter

Nach einer ganzen Weile mal wieder ausgiebig mit ihr telefoniert. Die letzten Neuigkeiten ausgetauscht, ihr den Raum gegeben, mal über den einen oder anderen zu schimpfen, sich über ihre Kollegen auszulassen, von denen ich die meisten auch kenne. Irgendwann regt sie sich über einen Spiegel-Artikel auf, der auf Seite 126 im aktuellen Heft zu finden ist: „Führt die Präsentations-Software „Powerpoint“ zu einer Verflachung des Denkens?“
Ich habe ihn nicht gelesen, weil ich den aktuellen Spiegel nicht da habe, sie aber. Lässt sich darüber aus, wie blöde sie diese Präsentationen findet. Was für eine Aussage von einer Frau, die noch nicht einmal in der Lage ist, eine E-Mail so zu versenden, dass sie den Adressaten auch erreicht.
Aber nein, ich will mich nicht über die Computerfähigkeiten meiner Mutter auslassen und auch dieses Programm nicht in Schutz nehmen, sondern vielmehr den Spiegel-Autoren dafür loben, dass er wohl so plastisch geschrieben hat, dass meine verehrte Frau Mama anscheinend alles verstanden hat, beipflichtend schimpfen konnte und nun ein glücklicher Mensch ist. Vielleicht sollte eben dieser Autor ihr mal erklären, wie das nun mit den E-Mails geht …

Jakob Hein: Formen menschlichen Zusammenlebens

Manche Bücher kann man ganz schnell lesen. Nach nur einem Tag – mit Unterbrechungen versteht sich – ist alles vorbei. Es kam, fesselte zumindest so sehr, dass man es beenden wollte, und es ging. Um nachts um halb eins war es dann wieder vorbei.
Worum es geht? Ein Junge, der sich in seiner Jugend für die USA begeisterte. Stolz ein Shirt mit den Buchstaben N.Y.C. trug, bis es nicht mehr tragbar war. Nach der Wende reist er in das Land seiner Träume, lernt die Sprache, schlägt sich durch und knüpft Kontakte.
Erhofft, hatte ich mir vom Titel und Klappentext anderes, einen größeren Fokus, was dieses menschliche Zusammenleben angeht. Sicher, er lebt immer wieder mit den unterschiedlichsten Menschen unter einem Dach, aber liegt der Fokus des kleinen Büchleins doch zu sehr auf der Hauptperson und weniger auf den Formen.
Alles sehr schnell weglesbar und etwas enttäuschend. Schade, hatte ich mir doch ein wenig mehr versprochen.

Gurkenzeit

Als ich am Samstag den Titel der großen deutschen Tageszeitung am Kiosk sah, mit der Story, dass der Wussow von seiner Angetrauten geschlagen und misshandelt wurde, da erschrak ich. Denn mein Gesicht verzog sich zu einem fetten Grinsen. Wusste nicht, ob ich mich für diese Regung schämen sollte, weil es doch gemein ist, wenn anderen Menschen Gewalt angetan wird. Und dann auch noch vom eigenen Lebenspartner. Ja, die Geschichte traf die Witwe so sehr, dass ich am Montag dann lesen konnte, dass sie sich wegen dieser bösen Gerüchte umbringen wollte. Als Beweis: Das Foto, in dem sie ihre Arme präsentiert. Natürlich mit ernsten Mienen.
Nein, grinsen musste ich nicht, als ich heute in der U-Bahn lesen musste, dass der schräge Daniel verunglückt ist. Nein, geschmunzelt habe ich nicht. Das wäre ja gemein. Mit einem Auto in einen Gurkenlaster gerast.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es mir doch nicht gelingt, diese beiden Geschichten miteinander zu verbinden. Auch wenn sie irgendetwas miteinander zu tun haben…
A propos Gurkenlaster, da fällt mir das Glas mit sauren Gurken in der Küche wieder ein. Widme ich mich doch lieber den angenehmen Dingen und esse noch eine, so vor dem Schlafengehen.

Abschied?

Sicher, irgendwie schimpft man immer darüber, dass die eine oder andere Zeitung schlechter wird.

„Der Spiegel ist auch nicht mehr das, was er mal war.“ – Nach dem Tod des Herausgebers vermutete man, dass der Chefredakteur erst einmal all die Themen auf den Titel hob, die der Chef bisher verhindert hatte. Vielleicht nur böse Unterstellungen. Aber wirklich gut ist er wirklich nur, wenn er Hintergrundberichte zu aktuellen Themen bringt. Wenn er rekonstruiert: So könnte es gewesen sein. Legendär: Der Artikel über die Regierung und deren Zeit, damals in den Achtzigern. Dann kann er brillieren.

Aber ich wollte ja eigentlich über die Sonntags-FAZ „Sie ist auch nicht mehr das, was sie mal war“ – Auch in diesem Fall. Ich hab sie immer gern gelesen. Wirklich. Doch wie immer: Seit einigen Monaten ließ sie nach. Und jetzt denke ich, dass die Zeit gekommen ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Grund: Nicht einmal die Medienseite kann mich jetzt noch glücklich machen. Denn seit einigen Wochen ist er weg, der verantwortliche Redakteur. Ersetzt durch einen anderen. Finde die Auswahl der Themen nicht mehr spannend – die Spritzigkeit fehlt.

Was da noch hilft? Abschied. Und Trennung. Was soll’s. War ja schließlich schon ein Abschied auf Raten.

Jeffrey Eugenides: Airmail

Seltsam. Manchmal begegnet man Menschen immer wieder. An den unmöglichsten Orten. Als ob sie nach mehr Aufmerksamkeit schreien. Sich ins Gedächtnis rufen. Eine seltsame Nähe aufbauen.
Wer so hartnäckig ist, bekommt sie auch.
Nachdem ich in „The Virgin Suicides“ auf ihn gestoßen wurde, und da ich eh schon seit Wochen diese beiden Bücher hier herumliegen habe, ist’s jetzt endlich passiert.
Habe das Schreien erhört und gelesen. Das dünnere natürlich. Wegen der Anzahl der Seiten. Und der verfügbaren Zeit. Weil es kurze Geschichten waren. Auch weil ich eigentlich noch an einem anderen lese, immer mal wieder ein paar Seiten.
Ja, auch ich bin ein bekennender Parallel-Leser. Was oft an dem abzuarbeitenden Stoff liegt, an der Stimmung, an Menschen, mit denen man eine bestimmte Lektüre verbindet. Denn dann ist es eben so, dass ein Buch erst nach Monaten beendet werden kann.
Was soll ich sagen? Er hat mir gefallen. Die Sprache, die Wortwahl, die Themen. So sehr, dass ich mich nun damit beeilen werde. Und wenn es einfach an der Übersetzung lag, lüfte ich vor den kleinen Helferlein den Hut. Habt ihr fein gemacht.

„Gott schütze Sie“

Ich frage mich wirklich, warum Ihre Schwangerschaftsvertretungen immer so viel besser sind als sie selbst. Die TAZ über Jörg Thadeusz: „Der Mann ist smart, wortgewandt und selbstironisch; alles keine Eigenschaften, für die Tita von Hardenberg berühmt wäre.“

Der Bindestrich

Auch ich neige mittlerweile dazu, ihn öfter mal anzuwenden. Es ist zwar noch nicht so schlimm, wie bei anderen, insbesondere Kollegen. Welch wunderbarer Grund: „Die Lesbarkeit sollte neben der Verständlichkeit stets oberste Maxime beim Schreiben sein. Eine Wortkette aus mehr als 30 Buchstaben erweist sich für das lesende Auge bisweilen als Stolperstein und führt zu Irritationen. Ein sinnvoll gesetzter Bindestrich kann Abhilfe schaffen und den Lesefluss glätten.“ (spiegel.de)

Murakami: South of the border, west of the sun

‚After a certain length of time has passed, things harden. Like cement in a bucket. And we can´t go back anymore. What you want to say is that the cement that makes you up has set, so he you you are now can´t be anyone else.‘