Mein Handy spinnt – was nun? Zweiter Teil: Ende

Ich weiß nicht, ob man das Kundenservice war:
Freundlicher Türstehermann empfängt mich und fragt, wie er mir helfen könne. Da er nur für die Begrüßung da ist, verweist er mich an einen seiner Mitarbeiter. Er sagt mir sogar, an welcher Schlange es am schnellsten geht. Nach 30 Sekunden wird ein anderer Mitarbeiter frei und bietet mir seine Hilfe an. Ein wenig umständlich erkläre ich ihm, dass mein Telefon zum einen keine Laute mehr von sich gibt und man mich auch nicht verstehen kann. Als ich ihm berichte, dass man nicht mal dieses „Düdelü“ beim Verbinden hört, fragt er mich, ob ich dieses Geräusch noch einmal vorführen könne. Er grinst, deshalb lass ich es. Dann nimmt er mein Telefon, öffnet das Gehäuse, entfernt den Akku, setzt ihn wieder ein, ich tipp meinen Pin-Nummer ein, er ruft mich an. Es klingelt. Ich erzähl ihm was vom Vorführeffekt, er so: Wenn das nochmal vorkommt, soll ich die Quittung mitbringen, ein Ersatzgerät sei selbstverständlich. Fassungslos verlasse ich den T-Punkt.

Mein Handy spinnt – was nun? Erster Teil: Bestandsaufnahme

Gestern habe ich mit meinem Handy noch seelenruhig telefoniert, ein bisschen viel vielleicht, aber das ist ja eigentlich nichts Besorgniserregendes. Dann heute morgen der Schock: Es gibt keine Töne mehr von sich. Kein Klingeln, was nicht so schlimm wäre. Aber. Ich kann weder das Freizeichen hören, noch die Stimme am anderen Ende. Und wenn es klingelt und ich rangehe, höre ich die Stimme des Anrufenden nicht. Der Anrufende hört mich übrigens auch nicht. Angeblich gebe es ein Geräusch, als ob ich neben einem Hochspannungskasten stehe, so ein lautes Brummen.

Hilft wohl nur der T-Punkt. Doch genau davor habe ich Angst. Denn ich befürchte, dass sich die Service-Offensive noch nicht bis in den Kundenservice herumgesprochen hat.

Bleiben Sie also dran und warten Sie auf Teil 2 der Serie „Mein Handy spinnt – was nun?“.

TV-Filmvorschau (55)

Samstag, 3.2.
Und sonst: Die britische Serie Life on Mars startet heute auf Kabel Eins. Ich hab nur ein bisschen Angst vor den Synchronstimmen (20.15 Uhr).

Sonntag, 4.2.
20.15 Uhr: „The Big Lebowski“ (Tele 5)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

Und sonst:
Nix. Oder interessiert sich etwa einer meiner Leser für den Super Bowl?

Montag, 5.2.
22.15 Uhr: „Taking Lives“ (ZDF)
Na, hier ist für jeden was dabei: Ethan Hawke (Hach!) und Angelina Jolie ([männliches Hach]) in einem spannenden Thriller. Klickst du hier, erfährst du nicht viel mehr.

22.50 Uhr: „City of God“ (MDR)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

Und sonst:
Schlimmes Fernsehen kehrt zurück (Big Brother, 21.15 Uhr, RTL II)

Dienstag, 6.2.
20.15 Uhr: „American Beauty“ (Kabel 1)
Könnte man ja mal wieder schauen, diesen Oscar-Film von 99.

23.30 Uhr: “ Der Mann ohne Vergangenheit“ (Hessisches Fernsehen)
Großartiger Kaurismäki-Film.

Und sonst:
Nix.

Mittwoch, 7.2.
Und sonst:
Fußball-Länderspiel in Düsseldorf. Und jetzt dürft ihr raten, wo ich heute abend sein werde.

Donnerstag, 8.2.
22.50 Uhr: „Monster’s Ball“ (3sat)
Diesen Film, für den Halle Berry damals den Oscar bekam, hab ich ja leider auch noch nicht gesehen.

Und sonst:
Berlinale-Eröffnung auf 3sat (19.20 Uhr).

Freitag, 9.2.
22.45 Uhr: „Die Stille nach dem Schuss“ (3 sat)
Schlöndorff. Mit Nadja Uhl. Sehr guter Film über eine westdeutsche Terroristin, die im Osten Unterschlupf findet.

Und sonst:
Bundesvision Song Contest. Wurde auf dieser Seite in den vergangenen Jahren immer live gebloggt. Und dieses Jahr? Mal sehen.

Das erste Mal: Handball

Gestern habe ich tatsächlich das erste Mal in meinem Leben Handball geschaut. Also nur die Verlängerungen, von denen es unzählige gab, aber immerhin. Immer dann wenn die Kollegin eine neue Regel entdeckte und sie mir erklärte, fiel ein Tor, so dass der erneute Blick auf den Bildschirm seltsamerweise einen neuen Spielstand brachte. Das ging mir wirklich zu schnell.

Spannend war es aber schon. Trotzdem bin ich mir immer noch nicht sicher, welcher der Spieler „Pommes“ ist. Nur Fritz, den hatte ich irgendwann entdeckt.

Schlechte Witze selbstgemacht

Ich sollte einfach öfter meine Referrer lesen. So erfahre ich von einem Kommentar bei Anke (von mir), über den ich sogar noch lachen kann!

Lustiges aus dem Postfach

„Saadam Husein ist lebendig!? Interview mit Kondoliza Rais……“

Beinahe hätte ich draufgeklickt.

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Es gibt einen Grund, warum das Radio am Ende ist.
Sein muss.
Denn wenn ich mir das Programm beziehungsweise die schlechten Scherze anhöre, die mir gleich morgens um sechs entgegengeworfen werden, dann wäre ich wirklich nicht böse, wenn es irgendwann KEIN Eins Live mehr gebe. Denn (Achtung, jetzt wird’s richtig komisch:) James-Bond-Filme gibt es jetzt auch unzensiert in China, erzählten die Deppen mir. Ungeschnitten, haha, obwohl man beim Chinesen doch immer alles geschnitten bekäme, haha. Das Publikum reagierte gemischt, haha: Die eine Hälfte war süß, die andere sauer, haha.
Und wie soll man da bitte gut gelaunt in den Tag starten?

Zeitschriften im Test: Emma

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30 Jahre Emma – Zeit, um einmal ein paar Worte über mein Verhältnis zu dieser Zeitschrift zu verlieren. Was bedeutet mir diese Zeitschrift von Alice Schwarzer? Ganz ehrlich? Die Antwort auf diese Frage lautet schlicht und ergreifend: nichts. Ein einziges Mal stand ich im Zeitschriftenkiosk und dachte mir, och, könntest dir ja mal die Emma kaufen. Das ist noch gar nicht so lange her, da zierte nämlich Jürgen Vogel das Titelblatt. Ein Mann auf der Emma, ist ja eher selten gewesen, in den vergangenen 30 Jahren.

Einerseits ist es wohl traurig, dass ich nicht ein einziges Mal in meinem Leben Emma gelesen habe. So als Frau, junge Frau unter Männern. Und andererseits ist es vielleicht gar nicht so schlimm: Schließlich findet man Frauenthemen nicht nur in Emma, sondern auch in anderen Zeitschriften. Und auch wenn ich es nicht wirklich beurteilen kann, weil ich dieses Magazin bisher vortrefflich ignoriert habe, ist es vermutlich trotzdem ein Verdienst von Emma, dass ich in den vergangenen 30 Jahren nie wirklich Emma lesen musste. Weil meine Mutter zuhause immer Brigitte las, weil es auch in anderen Zeitungen und Zeitschriften (mittlerweile) Frauenthemen gibt.

Wenn Emma oder Alice Schwarzer also Frauenthemen, Feminismus und all den Kram in die deutsche Medienlandschaft gebracht hat, dann stimmt mich die Lektüre dieser Jubiläumszeitschrift verdammt traurig. Nicht, weil es anscheinend immer noch total wichtig ist/sein muss oder was auch immer, dass es Emma gibt. Nein, eher weil Emma es in all den Jahren nicht geschafft hat, sich so zu präsentieren, dass sie Spaß macht. Sie geht Themen an, die sicherlich irgendwie wichtig sind, aber so verquast geschrieben sind, dass höchstens Hardcore-Frauen diese gerne lesen.

Nun lehrt die (Frauen)Geschichte, dass, wann immer eine Spezies systematisch lächerlich gemacht wird, es damit eine besondere Bewandnis hat und die behauptete Lächerlichkeit, also Marginalität, meist im Gegensatz steht zur tatsächlichen, nämlich beachteten und für einige sogar bedrohlichen Bedeutung dieser Spezies.
(Entnommen aus dem Text: „Frauenbeauftragte – jenseits des Klischees“.)

Langweilig sind die Promi-Glückwünsche (Harald Schmidt, Reinhold Beckmann, Kai Diekmann, Dörte Gatermann (Architektin), Peter Hahne u.v.m.). Sie dürfen sagen, was sie 1. an Emma freut und 2. ärgert. Ihr seid sicherlich nicht sonderlich überrascht, dass die schlimmsten weil vorhersehbarsten Antworten auf diese Fragen auch die am meisten verwendeten Antworten sind. Sinngemäß: 1. und 2.: Dass es sie gibt.

In einem Text über Sarah Wiener geht es vor allem darum, dass sie kocht und eine Frau ist. Auch der Text über eine Betriebsratsvorsitzende thematisiert vor allem das Geschlecht der beschriebenen Person und als es dann um die EU-Generalanwältin Juliane Kokott geht, lerne ich noch hinzu, dass man Journalistinnen immer noch mit großem I schreibt.

Egal, ob Ulla Schmidt oder die vier Stimmenimitatorinnen (drei Angela Merkel, eine Ulla Schmidt) – Warum nur muss jeder Text das Frausein oder irgendeine Metaebene des Frauseins thematisieren?
Ich weiß nicht, wie oft ich mittlerweile Geschichten darüber gelesen habe, wie beschissen es als alleinerziehende Mutter ist: Die Anfeindungen aus den Kindergärten, von Kollegen, Freunden, Nachbarn, was für eine Rabenmutter man doch sei. Wahrscheinlich ist es wichtig, dass diese Texte geschrieben werden, immer wieder geschrieben werden. Ich kann’s nicht mehr lesen.

Das ist wohl ebenfalls ein Verdienst von Emma. Die Übersättigung. Ich weiß nur nicht, ob dies auch beabsichtigt war.

Gesammelte Briefe (2)

Zu „Clooney und Pamela Anderson ein Paar?“ von H.:

„wieso ungewöhnlich?
Schliesslich hat (oder hatte) George Clooney ein Hausschwein…“

Gesammelte Briefe (1)

Das wird ne neue Serie. (Ich liebe die Leserbrief-Seite im Stern.)

Zur Uschi-Obermaier-Berichterstattung meint S.B. aus B.:

„Toll, diese Uschi, wirklich gute Figur. Ich, 56 Jahre alt, 1,70 m, Kleidergröße 38, kurzsichtig (2,1 und 2,7) sehe nackt im Spiegel genauso aus – wenn ich keine Kontaktlinsen auf den Augen habe. Mit meiner Sehhilfe muss ich leider den nackten Zahn der Zeit erkennen.“

(Quelle: Stern, 5/07, S. 12)