Irgendwann zwischen Hamm und Dortmund hatte ich es auch schon durchgelesen, dieses Buch des englischen Times-Korrespondenten Roger Boyes. Ich hatte dieses Buch nur gekauft, weil mir seine regelmäßigen Kolumnen im Tagesspiegel vor einigen Jahren mal gefallen haben. Sind die eigentlich immer noch gut? Sein Buch jedenfalls war ein wenig belanglos, aber schnell wegzulesen. Feiner unterschwelliger britischer Humor ohne Schenkelklopfer, ganz nett und kurzweilig also, wie gesagt, hat ja gerade mal von Spandau bis irgendwo nach Hamm gereicht.
—
Hätte ich mir doch noch eine Zeitung gekauft. Aber um 18 Uhr dreißig noch eine Zeitung vom Morgen zu kaufen, erschien mir zu seltsam. Und weder die Titelgeschichte in der Wirtschaftswoche (Globalisierung) die des Spiegels (obligatorische Religionsgeschichte in der Vorweihnachtszeit) machten mich an.
—
Zurückdenken. Alte Zeiten wiederbeleben. Einmal der 100er, einmal ins KaDeWe, einmal auf dem Kudamm auf und ab.
—
Rebecca Horn im Martin-Gropius-Bau. Ich würde mir dort jede Ausstellung anschauen, auch wenn es um sibirische Strickkunst gehen würde. Aber lohnt sich auch wegen Rebecca Horn.
—
Kein Müsli im Caras.
—
Hauptbahnhof. Neu. Im gleichen Atemzug Südkreuz. Aufgewertet.
—
Betretendes Schweigen, als der gebürtige Rheinländer den üblichen Smalltalk anstimmt. Zur Strafe kein Cappucchino. Zur Strafe kaum Trinkgeld.
—
„Könn‘ se vielleicht ma weitajehn?“
—
Weddinger roten Knollnasen.
—
Barney und Beuys. Vaselinefantasien.
—
Der Salat für einsfünfzig, das Essen scharf. Der viel zu kurzsichtige Gast im thailändischen Restaurant, der in seinem Reiseführer blättert und bei Bedarf die Reiseroute durch Thailand mit dem Kellner bespricht.
—
Ach, Berlin.